Smartphones
Android, iOS, HarmonyOS und freie Systeme: was sie unterscheidet
In Deutschland laufen Smartphones fast nur mit Android oder iOS. iOS gibt es ausschließlich auf dem iPhone, Android bei den übrigen Herstellern, meist mit Googles Diensten, die viele Apps voraussetzen. Huawei verkauft in Europa Geräte mit EMUI ohne Google-Dienste, das eigenständige HarmonyOS NEXT gibt es nur in China. Datensparsame Varianten wie /e/OS, GrapheneOS oder LineageOS kommen ohne Google aus, dafür verweigern manche Bank- und Bezahl-Apps den Dienst.

Das Betriebssystem entscheidet, welche Apps laufen, wer Updates liefert und welche Daten an wen fließen. Für die meisten Käufer ist die Wahl schnell getroffen: iPhone oder Android. Darunter liegt eine zweite Ebene, die selten erklärt wird – Android ohne Google, Huaweis eigener Weg und Systeme von Stiftungen und Freiwilligen, die ohne Googles Dienste auskommen. Diese Seite ordnet alle Varianten ein und sagt, was sie im Alltag kosten.
Verbreiteter IrrtumWie lange ein Handy Updates bekommt, hängt am Betriebssystem
Was stimmtEs hängt am Hersteller und am Modell. Android-Geräte bekommen je nach Marke zwei bis acht Jahre Updates, und iOS 27 läuft noch auf dem iPhone 11 von 2019 – das System allein sagt darüber wenig.
Zwei Systeme teilen sich den Markt
Nach den Zahlen des Statistikdienstes StatCounter kamen im September 2026 gut 72 Prozent der mobilen Seitenaufrufe in Deutschland von Android-Geräten und knapp 28 Prozent von iPhones. Andere Systeme spielen in dieser Messung praktisch keine Rolle. Gezählt werden Seitenaufrufe, nicht verkaufte Geräte; die Größenordnung ist trotzdem eindeutig.
Der Unterschied liegt im Modell. Apple baut iPhone und iOS selbst und gibt das System an niemanden weiter. Den Kern von Android stellt Google als offenen Code bereit, den jeder Hersteller nutzen und anpassen darf; Samsung, Xiaomi oder Motorola legen eigene Oberflächen darüber.
Die Google-Dienste mit Play Store, Karten und den Hintergrunddiensten für Benachrichtigungen sind dagegen nicht frei, sondern werden lizenziert. Genau an dieser Stelle trennen sich die Varianten.
Die Systeme im Überblick
| System | Wer es pflegt | Geräte | Apps und Google-Dienste | Bank-Apps und Bezahlen |
|---|---|---|---|---|
| Android mit Google-Diensten | Google und die Gerätehersteller | fast alle Marken außer Apple und Huawei | Play Store, andere Quellen möglich | in der Regel ohne Einschränkung |
| iOS | Apple | nur iPhone | App Store, in der EU auch alternative Marktplätze; Google-Apps als normale Apps | ohne Einschränkung |
| EMUI | Huawei | Huawei-Smartphones in Europa | AppGallery, Android-Apps ohne Google-Dienste | je nach App eingeschränkt, kein Google Wallet |
| HarmonyOS NEXT | Huawei | nur in China | nur eigens dafür entwickelte Apps | in Deutschland nicht im Handel |
| /e/OS | e Foundation, Vertrieb über Murena | Murena-Geräte, Fairphone ab Werk, weitere zum Selbstinstallieren | App Lounge; Google-Dienste ersetzt durch microG | Apps mit Geräteprüfung können streiken |
| GrapheneOS | gemeinnütziges Projekt | nur Google Pixel | Google Play auf Wunsch als abgeschottete App | Apps, die ein von Google zertifiziertes System verlangen, laufen nicht |
| LineageOS | Freiwillige | Geräte von mehr als 20 Herstellern | ohne Google-Apps, vor dem ersten Start nachinstallierbar | Prüfungen scheitern meist am offenen Bootloader |
Android: ein System, viele Hersteller
Weil jeder Hersteller Android anpasst, kommt jedes Update vom Hersteller des Geräts, nicht von Google. Deshalb reicht die Spanne so weit. Die Tabelle zeigt die Zusagen der Marken aus unserer Datenliste:
| Marke | Sicherheitsupdates | Android-Versionen | Form der Zusage | Kurz gesagt |
|---|---|---|---|---|
| Fairphone | bis Juni 2033 zugesagt | 7 Versionen (Gen. 6) | kalendarisches Enddatum | zwölf Ersatzteile selbst tauschbar, Reparierbarkeitsklasse A bei Gen. 6 und Gen. 6+ |
| Google Pixel | 7 Jahre | 7 Jahre lang | schriftlich ab Pixel 8, Frist ab US-Verkaufsstart | 7 Jahre Android- und Sicherheitsupdates für alle Modelle ab Pixel 8, auch die a-Reihe |
| Honor | 7 Jahre (Magic ab Magic7 Pro) | 7 Jahre lang (Magic ab Magic7 Pro) | schriftlich, zunächst EU, Lite-Modelle ausgenommen | 7 Jahre Android- und Sicherheitsupdates für Magic-Modelle ab Magic7 Pro, nicht für Lite |
| Motorola | 2–7 Jahre | 2–7 Versionen | Enddatum pro Modell | Enddaten je Gerät veröffentlicht, Topmodelle bis 7 Jahre, viele moto g nur 2 bis 4 Jahre |
| Nothing | 7 Jahre (Phone (3)), meist 6 Jahre, Phone (2a) Plus 4 Jahre | 5 Jahre lang (Phone (3)), sonst 3 Jahre | schriftlich pro Modellreihe, ab erster Verfügbarkeit | Phone (3) mit 7 Jahren Sicherheitsupdates, die neueren a- und b-Modelle mit 6 Jahren |
| Samsung | 7 Jahre (S- und Z-Reihe) | 7 Versionen (S- und Z-Reihe) | schriftlich pro Modellreihe | 7 Jahre für S- und Z-Reihe, 6 Jahre für die A-Reihe, gezählt ab globalem Marktstart |
| Shiftphone | mindestens bis 2032 zugesagt | bis Android 16 garantiert, weitere angestrebt | Jahresangabe des Herstellers | 18 tauschbare Module, Ersatzteile im eigenen Shop, Updates mindestens bis 2032 |
| vivo | 7 Jahre (X300-Reihe) | 5 Jahre lang (X300-Reihe) | schriftlich pro Reihe | X300-Reihe mit 7 Jahren Sicherheitsupdates, ältere X-Modelle mit kürzerer Zusage |
| CMF by Nothing | 6 Jahre | 3 Jahre lang | schriftlich pro Modell | Nothing-Untermarke: CMF Phone 2 Pro mit sechs Jahren Sicherheitsupdates |
| OnePlus | 6 Jahre (OnePlus 13 und 15), Enddaten je Modell | 4 Versionen | Enddatum pro Modell | Keine neuen Modelle mehr in Europa, Updates für vorhandene Geräte laufen weiter |
| Oppo | 6 Jahre (Find X8 und X9) | keine Zusage | Enddatum pro Modell | Find-Modelle mit rund 6 Jahren Sicherheitsupdates, Enddaten je Modell veröffentlicht |
| Poco | bis 6 Jahre, Enddatum je Modell | keine Zusage | Enddatum pro Modell | Neue F- und X-Modelle mit 6 Jahren, ältere wie Poco X7 nur mit 4 |
| Sony Xperia | 6 Jahre (auch Xperia 10) | bis 4 Versionen | Enddatum pro Modell | Klinke, microSD, Kamera-Auslöser; sechs Jahre Sicherheitsupdates auch in der Mittelklasse |
| TCL | eigene Richtlinie mindestens 2 Jahre ab Erstauslieferung; im EU-Datenblatt 6 bis 7 Jahre ab Verkaufsende (alle Deutschland-Modelle) | keine Zusage | allgemeine Richtlinie, Mindestdauer im EU-Datenblatt | NXTPAPER-Modelle im Programm, laut EU-Datenblatt 6 bis 7 Jahre Sicherheitsupdates ab Verkaufsende |
| Xiaomi | bis 6 Jahre, Enddatum je Modell | bis 5 Versionen | Enddatum pro Modell | Neue Xiaomi- und Redmi-Note-Modelle mit 6 Jahren, ältere Redmi teils nur mit 4 |
| realme | Enddatum je Modell (GT 7 bis Juni 2031) | keine Zusage | Enddatum pro Modell | Enddaten je Modell veröffentlicht, aber keine Zusage zur Zahl der Android-Upgrades |
| Apple | mindestens 5 Jahre ab Verkaufsende | keine feste Zusage | Pflichtangabe im EU-Datenblatt, Praxis länger | Zusage nur im EU-Mindestmaß, iOS 27 läuft aber noch auf dem iPhone 11 von 2019 |
| Asus | 5 Jahre (ROG Phone 9) | 2 Versionen (ROG Phone 9) | schriftlich auf der Produktseite | Derzeit nur Zenfone 12 Ultra und ROG Phone 9 im Sortiment, keine neueren Modelle |
| Doro | Enddatum je Modell (Aurora bis Januar 2031) | keine Zusage | Enddatum pro Modell (Update-Tabelle) | Seniorensmartphones mit Notruftaste, Enddaten der Updates je Modell veröffentlicht |
| Emporia | mindestens 5 Jahre ab Verkaufsende (EU-Datenblatt) | 5 Generationen (SMART.7-Serie) | Produktseite und EU-Datenblatt, Ersatzteile 7 Jahre | Seniorensmartphones mit Notruf-Taste, Akku vom Nutzer austauschbar, Ersatzteile 7 Jahre |
| Nubia / RedMagic | 5 Jahre ab globalem Marktstart (ab RedMagic 11 Pro) | 2 Versionen (ab RedMagic 11 Pro) | schriftliche Update-Richtlinie, ältere Modelle im Einzelfall | Spielesmartphones mit aktiver Kühlung, feste Update-Zusage erst ab RedMagic 11 Pro |
| Nokia / HMD | 3 Jahre (XR21 bis zu 4), Enddatum je Modell | 2 Versionen | schriftlich, Enddatum pro Modell | Nokia-Lizenz für Smartphones bis März 2026, HMD-Smartphones derzeit nicht in Deutschland |
| Blackview | keine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 bis 6 Jahre ab Verkaufsende | 3 Versionen (XPLORE 2), sonst keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Robuste Outdoor- und Alltagssmartphones, keine veröffentlichte Update-Frist |
| Doogee | keine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 bis 6 Jahre ab Verkaufsende | keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Robuste Outdoor-Smartphones, keine veröffentlichte Update-Frist |
| Huawei | keine eigene Zusage; EU-Pflicht: 5 Jahre ab Verkaufsende für Modelle ab 20.06.2025 | keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Smartphones mit EMUI und AppGallery, keine veröffentlichte Update-Frist |
| Ulefone | keine eigene Frist; EU-Pflicht: 5 Jahre ab Verkaufsende für Modelle ab 20.06.2025 | mind. 2 Versionen (neue Modelle seit 08/2026) | schriftlich nur für Android-Versionen | Robuste Outdoor-Smartphones, seit August 2026 mindestens 2 Android-Updates für neue Modelle |
| ZTE | keine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 Jahre ab Verkaufsende | keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Blade-A- und Blade-V-Modelle, keine veröffentlichte Update-Frist |
Google sagt für Pixel-Geräte ab dem Pixel 8 sieben Jahre Updates zu, gezählt ab dem Verkaufsstart im US-Google-Store; Samsung nennt für Galaxy-Geräte bis zu sieben Jahre Sicherheitsupdates. Am anderen Ende stehen Marken ohne veröffentlichte Frist, darunter die meisten Hersteller von Outdoor-Handys. Für sie gilt nur das EU-Mindestmaß: Updates müssen mindestens fünf Jahre ab dem Verkaufsende eines Modells verfügbar sein, bei Smartphones, die seit dem 20. Juni 2025 auf den Markt kommen. Wie Sie das Enddatum Ihres Modells finden, zeigt der Ratgeber Update-Garantie.
Android ist offener als iOS, denn Apps lassen sich auch außerhalb des Play Stores installieren. Google schränkt das schrittweise ein: 2027 soll auf zertifizierten Android-Geräten weltweit gelten, dass Apps von Entwicklern stammen, die sich bei Google verifiziert haben. Für erfahrene Nutzer kündigt Google einen eigenen Weg an, auf dem sich nicht verifizierte Apps weiter installieren lassen. Was das für den Schutz vor Schadsoftware bedeutet, steht unter Virenschutz für Android.
iOS: ein Hersteller, lange Pflege
Apple veröffentlicht keine feste Update-Frist, pflegt seine Geräte in der Praxis aber lange. iOS 27 erschien am 14. September 2026 für das iPhone 11 und neuer, also für Geräte ab 2019. Ältere Modelle bekommen teils weiter Sicherheitsupdates der Vorversion: Das iPhone XS und das XR aus dem Jahr 2018 erhielten im August 2026 noch iOS 18.7.10. Im EU-Datenblatt, etwa beim iPhone 17, garantiert Apple fünf Jahre Updates ab dem Ende der Marktverfügbarkeit.
Seit iOS 17.4 im März 2024 lässt Apple in der EU alternative App-Marktplätze zu, und Bank- und Bezahl-Apps anderer Anbieter dürfen den NFC-Chip nutzen. Apple selbst warnt, dass dadurch neue Wege für Schadsoftware und Betrug entstehen. Wer zwischen beiden Welten wechseln will, findet die Abwägung unter iPhone oder Android.
HarmonyOS und EMUI: Huawei ohne Google
Huawei darf wegen der US-Sanktionen keine Google-Dienste vorinstallieren. In Europa laufen die aktuellen Geräte deshalb mit EMUI; beim Pura 80 Pro nennt das deutsche Datenblatt EMUI 15.0. EMUI führt Android-Apps aus, die aus Huaweis AppGallery oder anderen Quellen kommen. Das eigenständige HarmonyOS NEXT ohne Android-Code hat Huawei 2024 für China angekündigt; Geräte außerhalb Chinas laufen nach Huaweis Angaben weiter mit EMUI.
Für Käufer heißt das: Vor einem Huawei-Kauf steht die App-Probe. Schreiben Sie die Apps auf, ohne die Ihr Alltag nicht funktioniert, und prüfen Sie jede einzeln. Kontaktloses Bezahlen über Google Wallet ist ohne Google-Dienste nicht möglich. Einzelheiten stehen auf der Seite Huawei.
Datensparsame Android-Varianten
Drei Projekte prägen die Szene. Sie nutzen den offenen Android-Code, lassen Googles Dienste weg oder schotten sie ab und werden von Stiftungen, gemeinnützigen Projekten oder Freiwilligen gepflegt. Wer ein solches System selbst aufspielt, muss den Bootloader entsperren, also die Startsperre, die nur die Software des Herstellers zulässt.
/e/OS
/e/OS ersetzt die Google-Dienste durch den freien Nachbau microG und bringt mit App Lounge einen eigenen App-Store mit, der zu jeder App die Zahl der Tracker anzeigt. Entwickelt wird es von der e Foundation, Geräte mit vorinstalliertem System verkauft Murena. Fairphone bietet seine Smartphones in Europa ebenfalls mit /e/OS ab Werk an, mit voller Hardware-Garantie. Das ist der bequemste Einstieg, weil nichts selbst installiert werden muss.
GrapheneOS
GrapheneOS ist ein gemeinnütziges Projekt mit Schwerpunkt Sicherheit und läuft ausschließlich auf Google-Pixel-Geräten, nach der Liste des Projekts von der sechsten bis zur zehnten Generation. Google-Dienste sind nicht enthalten. Google Play lässt sich aber als normale App ohne Sonderrechte in einer abgeschotteten Umgebung installieren, so laufen viele Apps aus dem Play Store. Unterstützt wird nur ein Gerät mit wieder gesperrtem Bootloader.
LineageOS
LineageOS ist eine freie Android-Version, die eine weltweite Freiwilligen-Community pflegt; sie läuft auf Geräten von mehr als 20 Herstellern. Google-Apps sind nicht dabei; wer sie will, muss sie vor dem ersten Start installieren. Für unterstützte Geräte verspricht das Projekt monatliche Sicherheitsupdates, gebaut von Freiwilligen. Den Bootloader wieder zu sperren, erlauben laut Projekt nur wenige Geräte, und selbst dann klappt es oft nicht.
Was Sie dafür aufgeben: Bezahlen, Bank-Apps, Garantie
Viele Apps lassen über Google prüfen, ob das Gerät unverändert ist. Für die mittlere Prüfstufe verlangt Google ein echtes, zertifiziertes Gerät; ab Android 13 muss es belegen, dass der Bootloader gesperrt ist und ein zertifiziertes System des Herstellers läuft. Ein freies System erfüllt das nicht, auch wenn es sicher ist. GrapheneOS besteht nach eigenen Angaben nur die Basisprüfung, weil Google das System nicht zertifiziert.
Ob eine Bank-App deshalb streikt, entscheidet ihr Anbieter. Beim kontaktlosen Bezahlen ist Google eindeutig: Google Wallet funktioniert laut Hilfeseite nicht auf Geräten mit Custom-ROM, also einem selbst aufgespielten System, mit geänderter Werkssoftware oder mit entsperrtem Bootloader. Wer mit Google Wallet an der Kasse zahlen will, braucht also das Originalsystem. Ob Bezahl-Apps von Banken laufen, hängt von deren eigener Prüfung ab.
Bei der Garantie lohnt das Kleingedruckte. Fairphone schreibt, dass die Hardware-Garantie erhalten bleibt, wenn Sie den Bootloader entsperren und ein anderes System installieren. Vor einer Garantiereparatur müssen Sie aber das Original-Android zurückspielen, und Probleme, die bei der Installation entstehen, deckt die Garantie nicht. Andere Hersteller regeln das anders; die gesetzliche Gewährleistung des Händlers ist davon zu unterscheiden, siehe Garantie und Gewährleistung.
Zwei weitere Folgen sollten Sie kennen. Das Entsperren des Bootloaders löscht nach Fairphones Angaben alle persönlichen Daten und schaltet wichtige Schutzfunktionen ab, solange er offen bleibt. Und auch ein freies System verlängert das Leben eines Geräts nicht beliebig: Firmware und Treiber kann nur der Hersteller liefern, wie das GrapheneOS-Projekt betont.
So finden Sie das passende System
- Bank-Apps, kontaktlos bezahlen, alle Apps ohne Aufwand: iOS oder Android mit Google-Diensten; entscheidend ist dann die Update-Zusage des Modells.
- Weniger Google, aber nichts selbst installieren: ein Gerät mit vorinstalliertem /e/OS, etwa von Fairphone oder Murena. Prüfen Sie vorher Ihre wichtigsten Apps.
- Möglichst viel Sicherheit ohne Google-Dienste: GrapheneOS auf einem Pixel, mit der Bereitschaft, sich in die Technik einzuarbeiten.
- Ein älteres Gerät weiter nutzen: LineageOS kann helfen, wenn das Modell unterstützt wird. Rechnen Sie damit, dass Bezahl- und manche Bank-Apps nicht laufen.
- Ein Huawei-Gerät: erst die App-Probe, dann der Kauf.
Unabhängig vom System helfen dieselben Einstellungen beim Datenschutz: Werbe-ID zurücksetzen, Standortzugriff begrenzen, Berechtigungen prüfen. Die wirksamen Schalter für Android und iPhone zeigt der Ratgeber Datenschutz am Smartphone. Wer ein Gerät für ältere Angehörige sucht, findet unter Seniorenhandy eine eigene Kaufberatung.

Vor dem Kauf
Wie lange ein Modell Updates bekommt, ist wichtiger als das System. Die Zusagen aller Marken und der direkte Vergleich der beiden großen Systeme:
Update-Zusagen aller Marken iPhone oder Android Alle Handy-Marken
Quellen und Stand
- StatCounter: Mobile Operating System Market Share Germany – Anteile an mobilen Seitenaufrufen, September 2026
- Apple: Apple-Sicherheitsupdates – iOS 27 vom 14. September 2026, iOS 18.7.10 für iPhone XS und XR vom 17. August 2026
- Apple: Apple announces changes to iOS, Safari, and the App Store in the European Union vom 25. Januar 2024 und Produktdatenblatt iPhone 17 (A3520) – fünf Jahre Updates ab Ende der Marktverfügbarkeit
- Google: Softwareupdates auf Google Pixel Smartphones und Android developer verification – Zeitplan bis 2027
- Google: Play Integrity: Integrity verdicts – Prüfstufen, gesperrter Bootloader ab Android 13; Probleme mit kontaktlosen Zahlungen beheben – Google Wallet bei Custom-ROM und entsperrtem Bootloader
- Samsung: Security Updates – Scope – bis zu sieben Jahre Sicherheitsupdates seit Januar 2024
- Huawei: Pura 80 Pro – Technische Daten; heise online: HarmonyOS Next: Huawei gives up Android vom 25. Juni 2024; teltarif.de: Huawei: HarmonyOS Next ohne Android-Apps nicht global vom 22. November 2023
- e Foundation: /e/OS; Fairphone Support: Buying a Google-Free Fairphone with /e/OS und How alternative operating systems affect your Fairphone warranty
- GrapheneOS: Frequently Asked Questions und Usage guide – unterstützte Geräte, Google Play, Prüfungen von Bank-Apps
- LineageOS: LineageOS Android Distribution und Frequently Asked Questions – Geräte, Sicherheitsupdates, Bootloader
- Europäische Kommission: Smartphones and tablets – Updates mindestens fünf Jahre ab Verkaufsende, seit 20. Juni 2025
Geprüft am 4. Oktober 2026. Diese Seite beschreibt Systeme, gibt aber bewusst keine Anleitung zum Entsperren des Bootloaders.
Häufige Fragen
Kann man auf einem iPhone Android installieren?
Nein. Apple gibt iOS nur für die eigenen Geräte frei, und für das iPhone gibt es keine offiziell unterstützte Android-Version. Wer wechseln will, wechselt das Gerät. Wie Kontakte, Fotos und Chats mitkommen, erklärt der Ratgeber zur Datenübertragung.
Passt dazu
-
Smartphones SeniorenhandyM4/T4 heißt hörgerätetauglich; im EU-Label fallen Doros Aurora-Modelle robuster aus als Emporias 7er.
-
Smartphones KinderhandyEin geerbtes Pixel 8 hat noch vier Jahre Updates, ein Pixel 6 keine mehr – das Datum zählt vor dem Preis.
-
Smartphones TastenhandyNur 4G-Modelle mit VoLTE telefonieren nach 2028 – und nicht jedes Datenblatt nennt VoLTE.
-
Hilfe SIM-PIN und PUKDrei Versuche für die PIN, zehn für den PUK: wo der PUK steht und was bei der eSIM anders ist.