Smartphones
Smartphone-Marken: Update-Zusage und Reparierbarkeit im Vergleich
Welche Handy-Marke passt, entscheidet sich vor allem an zwei Angaben: wie lange ein Modell Sicherheitsupdates bekommt und wie gut es sich reparieren lässt. Von 27 Marken nennen acht eine Frist in Jahren ab Marktstart, neun ein Enddatum je Modell und zwei ein festes Kalenderjahr; fünf veröffentlichen keine eigene Frist. Bei der Reparierbarkeit liegen die meisten großen Marken in Klasse C, nur wenige erreichen A oder B.

Welches Smartphone lange durchhält, steht nur zur Hälfte im Datenblatt. Mindestens so wichtig sind zwei Angaben, die seit Juni 2025 für jedes neue Modell im EU-Datenblatt stehen. Sie zeigen, wie lange der Hersteller Updates garantiert und wie gut sich das Gerät reparieren lässt. Diese Übersicht stellt 27 Marken danach nebeneinander, Stand 4. Oktober 2026. Die Enddaten einzelner Modelle stehen auf den Markenseiten darunter.
In vier Schritten zur passenden Marke
Die Reihenfolge hat einen Grund: Zuerst kommen die Eigenschaften, die sich nach dem Kauf nicht mehr ändern lassen. Kamera, Farbe und Größe entscheiden Sie zum Schluss.
- Update-Zusage prüfen Wie lange bekommt das Modell Sicherheitsupdates, und ab wann zählt die Frist? Bei den meisten Marken beginnt sie mit dem Marktstart des Modells, nicht mit Ihrem Kauf. Wie viel Zeit bleibt, zeigt der Restlaufzeit-Rechner im Ratgeber Update-Politik der Hersteller.
- Reparierbarkeit ablesen Das EU-Label nennt eine Klasse von A bis E, das Datenblatt dahinter sechs Teilwerte. Wie Sie beides lesen, erklärt der Ratgeber zum EU-Energielabel.
- Betriebssystem festlegen Android, iOS oder ein Gerät ohne Google-Dienste: Ein späterer Wechsel kostet Zeit und oft gekaufte Apps. Die Unterschiede zeigt die Seite Betriebssysteme, den direkten Vergleich iPhone oder Android.
- Kategorie wählen Erst jetzt geht es um Bauform und Zielgruppe, etwa Seniorenhandy, Kinderhandy, Outdoor-Gerät oder Falt-Handy. Für diese Fälle gibt es eigene Kaufberatungen, gesammelt im Abschnitt zu besonderen Ansprüchen.
Bis auf Apple setzen alle Marken der Übersicht auf Android, meist mit einer eigenen Oberfläche des Herstellers. Einen Sonderweg geht Huawei: Die Geräte laufen in Europa mit der Oberfläche EMUI, aber ohne Google-Dienste und mit eigenem App-Store. Für die Update-Frage zählt bei Android die Zusage des Geräteherstellers, nicht die von Google – jede neue Android-Version muss erst an das einzelne Gerät angepasst werden.
Alle 27 Marken nach Update-Zusage
Die Tabelle sortiert nach der längsten Zusage einer Marke für Sicherheitsupdates. Die Angabe gilt jeweils für die genannte Reihe: Bei fast allen Herstellern bekommen Einstiegsgeräte weniger als die Spitzenmodelle. Die Spalte „Form der Zusage“ zeigt, wie sich die Frist prüfen lässt.
| Marke | Sicherheitsupdates | Android-Versionen | Form der Zusage | Kurz gesagt |
|---|---|---|---|---|
| Fairphone | bis Juni 2033 zugesagt | 7 Versionen (Gen. 6) | kalendarisches Enddatum | zwölf Ersatzteile selbst tauschbar, Reparierbarkeitsklasse A bei Gen. 6 und Gen. 6+ |
| Google Pixel | 7 Jahre | 7 Jahre lang | schriftlich ab Pixel 8, Frist ab US-Verkaufsstart | 7 Jahre Android- und Sicherheitsupdates für alle Modelle ab Pixel 8, auch die a-Reihe |
| Honor | 7 Jahre (Magic ab Magic7 Pro) | 7 Jahre lang (Magic ab Magic7 Pro) | schriftlich, zunächst EU, Lite-Modelle ausgenommen | 7 Jahre Android- und Sicherheitsupdates für Magic-Modelle ab Magic7 Pro, nicht für Lite |
| Motorola | 2–7 Jahre | 2–7 Versionen | Enddatum pro Modell | Enddaten je Gerät veröffentlicht, Topmodelle bis 7 Jahre, viele moto g nur 2 bis 4 Jahre |
| Nothing | 7 Jahre (Phone (3)), meist 6 Jahre, Phone (2a) Plus 4 Jahre | 5 Jahre lang (Phone (3)), sonst 3 Jahre | schriftlich pro Modellreihe, ab erster Verfügbarkeit | Phone (3) mit 7 Jahren Sicherheitsupdates, die neueren a- und b-Modelle mit 6 Jahren |
| Samsung | 7 Jahre (S- und Z-Reihe) | 7 Versionen (S- und Z-Reihe) | schriftlich pro Modellreihe | 7 Jahre für S- und Z-Reihe, 6 Jahre für die A-Reihe, gezählt ab globalem Marktstart |
| Shiftphone | mindestens bis 2032 zugesagt | bis Android 16 garantiert, weitere angestrebt | Jahresangabe des Herstellers | 18 tauschbare Module, Ersatzteile im eigenen Shop, Updates mindestens bis 2032 |
| vivo | 7 Jahre (X300-Reihe) | 5 Jahre lang (X300-Reihe) | schriftlich pro Reihe | X300-Reihe mit 7 Jahren Sicherheitsupdates, ältere X-Modelle mit kürzerer Zusage |
| CMF by Nothing | 6 Jahre | 3 Jahre lang | schriftlich pro Modell | Nothing-Untermarke: CMF Phone 2 Pro mit sechs Jahren Sicherheitsupdates |
| OnePlus | 6 Jahre (OnePlus 13 und 15), Enddaten je Modell | 4 Versionen | Enddatum pro Modell | Keine neuen Modelle mehr in Europa, Updates für vorhandene Geräte laufen weiter |
| Oppo | 6 Jahre (Find X8 und X9) | keine Zusage | Enddatum pro Modell | Find-Modelle mit rund 6 Jahren Sicherheitsupdates, Enddaten je Modell veröffentlicht |
| Poco | bis 6 Jahre, Enddatum je Modell | keine Zusage | Enddatum pro Modell | Neue F- und X-Modelle mit 6 Jahren, ältere wie Poco X7 nur mit 4 |
| Sony Xperia | 6 Jahre (auch Xperia 10) | bis 4 Versionen | Enddatum pro Modell | Klinke, microSD, Kamera-Auslöser; sechs Jahre Sicherheitsupdates auch in der Mittelklasse |
| TCL | eigene Richtlinie mindestens 2 Jahre ab Erstauslieferung; im EU-Datenblatt 6 bis 7 Jahre ab Verkaufsende (alle Deutschland-Modelle) | keine Zusage | allgemeine Richtlinie, Mindestdauer im EU-Datenblatt | NXTPAPER-Modelle im Programm, laut EU-Datenblatt 6 bis 7 Jahre Sicherheitsupdates ab Verkaufsende |
| Xiaomi | bis 6 Jahre, Enddatum je Modell | bis 5 Versionen | Enddatum pro Modell | Neue Xiaomi- und Redmi-Note-Modelle mit 6 Jahren, ältere Redmi teils nur mit 4 |
| realme | Enddatum je Modell (GT 7 bis Juni 2031) | keine Zusage | Enddatum pro Modell | Enddaten je Modell veröffentlicht, aber keine Zusage zur Zahl der Android-Upgrades |
| Apple | mindestens 5 Jahre ab Verkaufsende | keine feste Zusage | Pflichtangabe im EU-Datenblatt, Praxis länger | Zusage nur im EU-Mindestmaß, iOS 27 läuft aber noch auf dem iPhone 11 von 2019 |
| Asus | 5 Jahre (ROG Phone 9) | 2 Versionen (ROG Phone 9) | schriftlich auf der Produktseite | Derzeit nur Zenfone 12 Ultra und ROG Phone 9 im Sortiment, keine neueren Modelle |
| Doro | Enddatum je Modell (Aurora bis Januar 2031) | keine Zusage | Enddatum pro Modell (Update-Tabelle) | Seniorensmartphones mit Notruftaste, Enddaten der Updates je Modell veröffentlicht |
| Emporia | mindestens 5 Jahre ab Verkaufsende (EU-Datenblatt) | 5 Generationen (SMART.7-Serie) | Produktseite und EU-Datenblatt, Ersatzteile 7 Jahre | Seniorensmartphones mit Notruf-Taste, Akku vom Nutzer austauschbar, Ersatzteile 7 Jahre |
| Nubia / RedMagic | 5 Jahre ab globalem Marktstart (ab RedMagic 11 Pro) | 2 Versionen (ab RedMagic 11 Pro) | schriftliche Update-Richtlinie, ältere Modelle im Einzelfall | Spielesmartphones mit aktiver Kühlung, feste Update-Zusage erst ab RedMagic 11 Pro |
| Nokia / HMD | 3 Jahre (XR21 bis zu 4), Enddatum je Modell | 2 Versionen | schriftlich, Enddatum pro Modell | Nokia-Lizenz für Smartphones bis März 2026, HMD-Smartphones derzeit nicht in Deutschland |
| Blackview | keine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 bis 6 Jahre ab Verkaufsende | 3 Versionen (XPLORE 2), sonst keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Robuste Outdoor- und Alltagssmartphones, keine veröffentlichte Update-Frist |
| Doogee | keine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 bis 6 Jahre ab Verkaufsende | keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Robuste Outdoor-Smartphones, keine veröffentlichte Update-Frist |
| Huawei | keine eigene Zusage; EU-Pflicht: 5 Jahre ab Verkaufsende für Modelle ab 20.06.2025 | keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Smartphones mit EMUI und AppGallery, keine veröffentlichte Update-Frist |
| Ulefone | keine eigene Frist; EU-Pflicht: 5 Jahre ab Verkaufsende für Modelle ab 20.06.2025 | mind. 2 Versionen (neue Modelle seit 08/2026) | schriftlich nur für Android-Versionen | Robuste Outdoor-Smartphones, seit August 2026 mindestens 2 Android-Updates für neue Modelle |
| ZTE | keine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 Jahre ab Verkaufsende | keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Blade-A- und Blade-V-Modelle, keine veröffentlichte Update-Frist |
Drei Lesehilfen für die Tabelle. Samsung gibt der S- und der Z-Reihe sieben Jahre, der A-Reihe bis zu sechs. Bei Xiaomi und Poco reicht die Spanne je nach Modell von vier bis sechs Jahren. Und Apple steht mit fünf Jahren im hinteren Mittelfeld, obwohl iPhones in der Praxis lange versorgt werden: Die Zahl ist das Pflichtmaß im EU-Datenblatt, gezählt ab dem Verkaufsende.
Einige Marken sind in einer Sonderlage: OnePlus bringt keine neuen Modelle mehr nach Europa, versorgt vorhandene Geräte aber weiter. Asus führt derzeit nur das Zenfone 12 Ultra und das ROG Phone 9. Die Lizenz für Nokia-Smartphones lief im März 2026 aus, HMD-Smartphones gibt es derzeit nicht in Deutschland. Bei diesen Marken zählt vor allem, wie lange vorhandene Geräte noch Updates bekommen.
Jahre, Enddatum oder EU-Minimum: was die Form der Zusage verrät
Eine Zahl wie „sieben Jahre“ hilft wenig, solange offen ist, ab wann sie zählt. Die Hersteller nutzen fünf verschiedene Formen. Sie entscheiden darüber, ob Sie das Ende der Updates schon vor dem Kauf kennen.
Jahre ab Marktstart
Google, Samsung, Honor, Nothing, vivo, CMF, Asus und Nubia nennen einen Zeitraum ab dem Start des Modells. Google zählt ab der Aufnahme in den US-Google-Store, Samsung ab der globalen Markteinführung. Beim Pixel 8 vom Oktober 2023 enden die sieben Jahre im Oktober 2030. Wer ein Modell erst ein Jahr nach dem Start kauft, hat ein Jahr weniger.
Enddatum je Modell
Xiaomi, Poco, Motorola, Sony, Oppo, OnePlus, realme, Doro und Nokia veröffentlichen für jedes Gerät ein Datum. Das ist genauer als eine Jahreszahl, verlangt aber einen Blick in die Liste des Herstellers. Wie groß die Unterschiede sein können, zeigt Xiaomi: Das Redmi Note 14 und das Redmi Note 14 5G kamen am selben Tag auf den Markt. Das eine wird bis März 2031 versorgt, das andere bis Januar 2029.
Festes Kalenderjahr
Fairphone sagt für das Fairphone (Gen. 6) Updates bis 2033 zu, Shiftphone mindestens bis 2032. Solche Angaben lassen sich leicht prüfen. Die Restzeit schrumpft mit jedem Monat, ganz gleich, wann Sie kaufen.
Nur das EU-Mindestmaß
Apple und Emporia nennen für Sicherheitsupdates keine eigene Frist über das hinaus, was im EU-Datenblatt steht: fünf Jahre ab dem Verkaufsende des Modells. Das klingt kurz, kann aber weit reichen, denn das Verkaufsende liegt oft Jahre nach dem Start. Nur weiß beim Kauf niemand, wann es kommt. Apple liefert in der Praxis lange, iOS 27 läuft noch auf dem iPhone 11 von 2019.
Allgemeine Mindestfrist oder gar keine Angabe
TCL verspricht allgemein mindestens zwei Jahre ab der ersten Auslieferung, ohne Enddaten je Modell. Blackview, Doogee, Huawei, Ulefone und ZTE veröffentlichen keine eigene Frist für Sicherheitsupdates. Für Modelle, die seit dem 20. Juni 2025 in der EU in Verkehr gebracht werden, gilt trotzdem die EU-Pflicht. Prüfen Sie bei diesen Marken gleich nach dem Einrichten das Datum des Sicherheitspatches und danach regelmäßig erneut.
Was die EU seit dem 20. Juni 2025 von allen Marken verlangt
Seit diesem Tag gelten für neu in der EU in Verkehr gebrachte Smartphones die Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670 und das Energielabel. Die EU-Kommission fasst die wichtigsten Pflichten so zusammen:
- Updates: Betriebssystem-Updates bis mindestens fünf Jahre, nachdem das letzte Gerät eines Modells in Verkehr gebracht wurde – gezählt ab dem Verkaufsende, nicht ab dem Start.
- Ersatzteile: wichtige Teile für Reparaturbetriebe binnen fünf bis zehn Arbeitstagen, und das bis sieben Jahre nach dem Verkaufsende des Modells.
- Akku: mindestens 800 Ladezyklen, nach denen noch 80 Prozent der Anfangskapazität übrig sind.
- Label: Reparierbarkeit und Sturzfestigkeit in Klassen von A bis E, dazu Akkulaufzeit pro Ladung und Schutzart gegen Staub und Wasser.
Für Käufer heißt das: Auch Marken ohne eigene Zusage müssen neue Modelle versorgen. Ein Enddatum lässt sich aus der Regel aber erst ablesen, wenn das Modell nicht mehr verkauft wird. Beim Onlinekauf muss der Händler zudem die Mindestdauer der Softwareupdates nennen, sofern der Hersteller sie ihm mitteilt (Art. 246a § 1 EGBGB).
Im Herbst 2026 enden die Updates für diese Modelle
- Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro: fünf Jahre nach dem US-Start im Oktober 2021, also im Oktober 2026
- Xiaomi 12T und 12T Pro: am 13. Oktober 2026
- Poco C65: am 6. November 2026
- Redmi 13C: am 10. November 2026
Die Geräte funktionieren weiter, neu entdeckte Sicherheitslücken bleiben aber offen. Für Banking und Bezahlen sollten Sie dann umsteigen.
Reparierbarkeit: welche Marke in welcher Klasse liegt
Die Reparierbarkeitsklasse fasst sechs Teilwerte mit je bis zu fünf Punkten zusammen. Bewertet wird, wie tief man für ein Teil zerlegen muss, welche Befestigungen und Werkzeuge nötig sind, welche Ersatzteile es gibt, wie lange Updates garantiert sind und welche Reparaturinformationen bereitstehen. Die Zerlegungstiefe zählt zu 25 Prozent, die übrigen fünf Werte zu je 15 Prozent.
| Klasse | Marken (Beispielmodelle) |
|---|---|
| A | Fairphone (Gen. 6+), Motorola (edge 60 neo, moto g06) |
| B | Google (Pixel 10a, Pixel-11-Reihe), Honor (Magic8 Pro, Magic V5), realme (GT 7), Doro (Aurora A10 bis A30), Emporia, die meisten aktuellen Motorola-Modelle |
| C | Apple, Samsung, Xiaomi, Poco, Nothing, CMF |
| D | Sony (aktuelle Xperia-Modelle) |
Ein Teil des Abstands entsteht nicht in der Werkstatt, sondern im Datenblatt. Wer nur die Pflicht von fünf Update-Jahren einträgt, bekommt für diesen Teilwert einen Punkt, für sechs Jahre gibt es drei, für sieben die vollen fünf. Das Pixel 10a erreicht mit sieben eingetragenen Jahren einen Index von 3,84 und Klasse B, das iPhone 17 mit fünf Jahren 2,82 und Klasse C. Mit der vollen Punktzahl käme das iPhone 17 auf 3,42 – mehr als das Motorola razr 70 ultra, das mit 3,41 in Klasse B liegt.
Was die Klasse nicht zeigt, sind die Preise. Keiner der sechs Teilwerte bewertet, was ein Ersatzteil kostet. Das Datenblatt muss aber einen Link zu den Richtpreisen der Teile enthalten; ein Blick dorthin lohnt vor dem Kauf, vor allem für Display und Akku.
Seit dem 31. Juli 2026 gelten außerdem neue EU-Regeln für Reparaturen, auch bei Smartphones. Was sie Käufern bringen, erklärt der Ratgeber Recht auf Reparatur.

Kosten pro Nutzungsjahr: so rechnen Sie Marken gegeneinander
Der Kaufpreis allein führt in die Irre. Vergleichbar wird ein Angebot erst, wenn Sie den Preis durch die Jahre teilen, in denen das Modell noch Sicherheitsupdates bekommt. Die Preise in der Tabelle sind frei angenommen und keine Marktpreise; es geht nur um den Rechenweg.
| Angebot | Preis (angenommen) | Jahre mit Updates | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Älteres Einstiegsmodell aus dem Abverkauf | 180 | 2 | 90 |
| Mittelklasse, neu, sechs Jahre Zusage | 450 | 6 | 75 |
| Spitzenmodell, neu, sieben Jahre Zusage | 1.100 | 7 | 157 |
| Spitzenmodell vom Vorjahr | 650 | 6 | 108 |
Die neue Mittelklasse mit langer Zusage ist pro Jahr am günstigsten, das billige Auslaufmodell nicht. Das Spitzenmodell vom Vorjahr verliert beim Preis mehr als bei der Restlaufzeit. Den Akku rechnet die Tabelle nicht ein: Wer einmal täglich voll lädt, kommt nach drei Jahren auf rund 1.100 Ladezyklen. Das ist in etwa die Zahl, nach der viele Datenblätter nur noch 80 Prozent Kapazität zusichern.
Mit eigenen Zahlen rechnet der Rechner unter Handy-Preise vergleichen. Für gebrauchte und generalüberholte Geräte gilt dieselbe Formel; ein Beispiel mit mehreren Angeboten steht im Ratgeber Refurbished oder neu.
Wie lange Ihr eigenes Gerät noch versorgt wird
Für das Gerät in Ihrer Hand reichen drei Handgriffe. Lesen Sie zuerst den genauen Modellnamen ab: bei Android unter „Einstellungen“ und „Über das Telefon“, beim iPhone unter „Einstellungen“, „Allgemein“ und „Info“. Zusätze wie 5G, Pro oder FE gehören dazu, denn sie bedeuten oft eine eigene Frist. Danach schlagen Sie das Enddatum auf der Markenseite oder beim Hersteller nach.
Zum Schluss prüfen Sie das Datum des letzten Sicherheitsupdates. Android zeigt es bei der Android-Version, der genaue Ort hängt vom Hersteller ab. Liegt es mehrere Monate zurück, obwohl Sie nach Updates gesucht haben, ist die Versorgung vermutlich beendet oder auf einen seltenen Rhythmus umgestellt. Beim iPhone zählt, ob unter „Softwareupdate“ noch neue Versionen angeboten werden.
Endet die Versorgung, muss das Gerät nicht sofort weg. Neu entdeckte Lücken bleiben aber offen, und manche Apps verlangen mit der Zeit eine neuere Systemversion. Für Banking, Bezahlen und Firmenkonten gehört dann ein versorgtes Gerät in die Hand; ein altes Handy kann ohne sensible Konten noch als Musikplayer oder Navigationsgerät dienen.
Besondere Ansprüche: vom Seniorenhandy bis zum Falt-Handy
Für manche Käufer zählt neben Updates und Reparierbarkeit vor allem eine Eigenschaft. Diese Kaufberatungen gehen in die Tiefe:
Für ältere Menschen
Notruftaste, große Tasten und Schrift, Hörgeräte-Tauglichkeit. Doro nennt für die Aurora-Modelle ein Update-Ende im Januar 2031, Emporia das EU-Mindestmaß und einen Akku zum Selbsttauschen. Mehr in der Kaufberatung Seniorenhandy.
Für Kinder
Robust, nicht zu teuer und trotzdem mit Updates: Ein Vorjahresmodell mit langer Restlaufzeit ist oft die bessere Wahl als ein Billiggerät. Mehr unter Kinderhandy.
Für draußen
Die Outdoor-Marken Blackview, Doogee und Ulefone nennen keine eigene Frist für Sicherheitsupdates. Wichtiger als der Markenname ist, was Schutzart und Falltest wirklich abdecken. Mehr unter Outdoor-Handy.
Zum Falten
Samsungs Z-Reihe und Googles Pro-Fold-Modelle bekommen sieben Jahre Updates, Apple bringt mit dem iPhone Duo im Oktober 2026 sein erstes Falt-Handy. Was Haltbarkeit und Reparatur kosten, steht unter Faltbare Handys.
Mit tauschbarem Akku
Einen Akku, den Nutzer selbst wechseln können, haben unter anderem die Emporia-Modelle; Fairphone setzt auf tauschbare Module. Was die EU-Batterieverordnung daran ändert, erklärt Handy mit Wechselakku.
Ohne Internet
Wer nur telefonieren will, braucht ein Gerät mit 4G und VoLTE, also Telefonie über das LTE-Netz. Reine 2G-Handys verlieren mit der 2G-Abschaltung ihren Nutzen. Mehr unter Tastenhandy.
Vor dem Kauf
Wer die Marke gewählt hat, prüft das konkrete Modell: Restlaufzeit, Klasse auf dem Label, Ladezyklen und Preis pro Jahr. Die Checkliste fasst alle Prüfpunkte zum Abhaken zusammen.
Quellen und Stand
- Europäische Kommission: Smartphones and Tablets – Updates, Ersatzteile, Akku und Label nach den Verordnungen (EU) 2023/1670 und 2023/1669, gültig ab 20. Juni 2025
- Gesetze im Internet: Art. 246a § 1 EGBGB – Angabe der Mindestdauer von Softwareupdates bei Verträgen im Fernabsatz
- Google Pixel-Hilfe: Wann Pixel-Smartphones Updates erhalten und Zeitpunkt der Markteinführung von Google Pixel-Geräten
- Xiaomi Security Center: Product Software Support Information – Enddaten je Gerät für Xiaomi, Redmi und Poco
- Apple Support: Mit iOS 27 kompatible iPhone-Modelle; Apple: Produktdatenblatt iPhone 17 (A3520)
- EPREL, EU-Produktdatenbank: Google Pixel 10a (G4H7L), Motorola razr 70 ultra und Samsung Galaxy S26 (SM-S942B/DS)
- Datenliste handy.rocks: Update-Zusagen und Reparierbarkeitsklassen von 27 Marken, geprüft am 4. Oktober 2026
Geprüft am 4. Oktober 2026.
Alle Seiten im Bereich Smartphones
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Häufige Fragen
Welche Handymarke bekommt am längsten Updates?
Ein festes Datum nennt Fairphone: Das Fairphone (Gen. 6) vom Juni 2025 soll bis 2033 Updates bekommen, also rund acht Jahre. Im Massenmarkt geben Google, Samsung, Honor, Nothing und vivo ihren Spitzenmodellen sieben Jahre. Bei Google gilt das auch für die günstigere a-Reihe.
Gilt die EU-Update-Pflicht auch für ältere Handys?
Nur für Geräte, die seit dem 20. Juni 2025 in der EU in Verkehr gebracht werden. Modelle, die vorher erschienen sind und weiter verkauft werden, haben deshalb ebenfalls ein EU-Datenblatt, etwa das iPhone 16. Für Geräte, die schon vor diesem Tag aus dem Handel verschwunden sind, bleibt es bei der Zusage des Herstellers.
Lohnt sich ein Handy ohne Update-Zusage?
Als Zweitgerät für Baustelle oder Tour kann es reichen, als einziges Smartphone eher nicht. Prüfen Sie beim Kauf das Datum des Sicherheitspatches: Liegt es schon mehrere Monate zurück, kommt vermutlich wenig nach. Für neue Modelle gilt zwar die EU-Pflicht, ein Enddatum steht aber nirgends.
Passt dazu
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Tarife Supermarkt-TarifeNeun Handelsmarken, drei Netze: Selbst Konzernschwestern wie Lidl und Kaufland funken in verschiedenen Netzen.