Smartphones

Smartphone-Marken: Update-Zusage und Reparierbarkeit im Vergleich

Welche Handy-Marke passt, entscheidet sich vor allem an zwei Angaben: wie lange ein Modell Sicherheitsupdates bekommt und wie gut es sich reparieren lässt. Von 27 Marken nennen acht eine Frist in Jahren ab Marktstart, neun ein Enddatum je Modell und zwei ein festes Kalenderjahr; fünf veröffentlichen keine eigene Frist. Bei der Reparierbarkeit liegen die meisten großen Marken in Klasse C, nur wenige erreichen A oder B.

Von Geprüft am 15 Min. Lesezeit

Vier Smartphones liegen mit der Rückseite nach oben nebeneinander auf einer hellen Steinplatte
KI-generiert

Welches Smartphone lange durchhält, steht nur zur Hälfte im Datenblatt. Mindestens so wichtig sind zwei Angaben, die seit Juni 2025 für jedes neue Modell im EU-Datenblatt stehen. Sie zeigen, wie lange der Hersteller Updates garantiert und wie gut sich das Gerät reparieren lässt. Diese Übersicht stellt 27 Marken danach nebeneinander, Stand 4. Oktober 2026. Die Enddaten einzelner Modelle stehen auf den Markenseiten darunter.

In vier Schritten zur passenden Marke

Die Reihenfolge hat einen Grund: Zuerst kommen die Eigenschaften, die sich nach dem Kauf nicht mehr ändern lassen. Kamera, Farbe und Größe entscheiden Sie zum Schluss.

  1. Update-Zusage prüfen Wie lange bekommt das Modell Sicherheitsupdates, und ab wann zählt die Frist? Bei den meisten Marken beginnt sie mit dem Marktstart des Modells, nicht mit Ihrem Kauf. Wie viel Zeit bleibt, zeigt der Restlaufzeit-Rechner im Ratgeber Update-Politik der Hersteller.
  2. Reparierbarkeit ablesen Das EU-Label nennt eine Klasse von A bis E, das Datenblatt dahinter sechs Teilwerte. Wie Sie beides lesen, erklärt der Ratgeber zum EU-Energielabel.
  3. Betriebssystem festlegen Android, iOS oder ein Gerät ohne Google-Dienste: Ein späterer Wechsel kostet Zeit und oft gekaufte Apps. Die Unterschiede zeigt die Seite Betriebssysteme, den direkten Vergleich iPhone oder Android.
  4. Kategorie wählen Erst jetzt geht es um Bauform und Zielgruppe, etwa Seniorenhandy, Kinderhandy, Outdoor-Gerät oder Falt-Handy. Für diese Fälle gibt es eigene Kaufberatungen, gesammelt im Abschnitt zu besonderen Ansprüchen.

Bis auf Apple setzen alle Marken der Übersicht auf Android, meist mit einer eigenen Oberfläche des Herstellers. Einen Sonderweg geht Huawei: Die Geräte laufen in Europa mit der Oberfläche EMUI, aber ohne Google-Dienste und mit eigenem App-Store. Für die Update-Frage zählt bei Android die Zusage des Geräteherstellers, nicht die von Google – jede neue Android-Version muss erst an das einzelne Gerät angepasst werden.

Alle 27 Marken nach Update-Zusage

Die Tabelle sortiert nach der längsten Zusage einer Marke für Sicherheitsupdates. Die Angabe gilt jeweils für die genannte Reihe: Bei fast allen Herstellern bekommen Einstiegsgeräte weniger als die Spitzenmodelle. Die Spalte „Form der Zusage“ zeigt, wie sich die Frist prüfen lässt.

Smartphone-Marken nach zugesagten Sicherheitsupdates
MarkeSicherheitsupdatesAndroid-VersionenForm der ZusageKurz gesagt
Fairphonebis Juni 2033 zugesagt7 Versionen (Gen. 6)kalendarisches Enddatumzwölf Ersatzteile selbst tauschbar, Reparierbarkeitsklasse A bei Gen. 6 und Gen. 6+
Google Pixel7 Jahre7 Jahre langschriftlich ab Pixel 8, Frist ab US-Verkaufsstart7 Jahre Android- und Sicherheitsupdates für alle Modelle ab Pixel 8, auch die a-Reihe
Honor7 Jahre (Magic ab Magic7 Pro)7 Jahre lang (Magic ab Magic7 Pro)schriftlich, zunächst EU, Lite-Modelle ausgenommen7 Jahre Android- und Sicherheitsupdates für Magic-Modelle ab Magic7 Pro, nicht für Lite
Motorola2–7 Jahre2–7 VersionenEnddatum pro ModellEnddaten je Gerät veröffentlicht, Topmodelle bis 7 Jahre, viele moto g nur 2 bis 4 Jahre
Nothing7 Jahre (Phone (3)), meist 6 Jahre, Phone (2a) Plus 4 Jahre5 Jahre lang (Phone (3)), sonst 3 Jahreschriftlich pro Modellreihe, ab erster VerfügbarkeitPhone (3) mit 7 Jahren Sicherheitsupdates, die neueren a- und b-Modelle mit 6 Jahren
Samsung7 Jahre (S- und Z-Reihe)7 Versionen (S- und Z-Reihe)schriftlich pro Modellreihe7 Jahre für S- und Z-Reihe, 6 Jahre für die A-Reihe, gezählt ab globalem Marktstart
Shiftphonemindestens bis 2032 zugesagtbis Android 16 garantiert, weitere angestrebtJahresangabe des Herstellers18 tauschbare Module, Ersatzteile im eigenen Shop, Updates mindestens bis 2032
vivo7 Jahre (X300-Reihe)5 Jahre lang (X300-Reihe)schriftlich pro ReiheX300-Reihe mit 7 Jahren Sicherheitsupdates, ältere X-Modelle mit kürzerer Zusage
CMF by Nothing6 Jahre3 Jahre langschriftlich pro ModellNothing-Untermarke: CMF Phone 2 Pro mit sechs Jahren Sicherheitsupdates
OnePlus6 Jahre (OnePlus 13 und 15), Enddaten je Modell4 VersionenEnddatum pro ModellKeine neuen Modelle mehr in Europa, Updates für vorhandene Geräte laufen weiter
Oppo6 Jahre (Find X8 und X9)keine ZusageEnddatum pro ModellFind-Modelle mit rund 6 Jahren Sicherheitsupdates, Enddaten je Modell veröffentlicht
Pocobis 6 Jahre, Enddatum je Modellkeine ZusageEnddatum pro ModellNeue F- und X-Modelle mit 6 Jahren, ältere wie Poco X7 nur mit 4
Sony Xperia6 Jahre (auch Xperia 10)bis 4 VersionenEnddatum pro ModellKlinke, microSD, Kamera-Auslöser; sechs Jahre Sicherheitsupdates auch in der Mittelklasse
TCLeigene Richtlinie mindestens 2 Jahre ab Erstauslieferung; im EU-Datenblatt 6 bis 7 Jahre ab Verkaufsende (alle Deutschland-Modelle)keine Zusageallgemeine Richtlinie, Mindestdauer im EU-DatenblattNXTPAPER-Modelle im Programm, laut EU-Datenblatt 6 bis 7 Jahre Sicherheitsupdates ab Verkaufsende
Xiaomibis 6 Jahre, Enddatum je Modellbis 5 VersionenEnddatum pro ModellNeue Xiaomi- und Redmi-Note-Modelle mit 6 Jahren, ältere Redmi teils nur mit 4
realmeEnddatum je Modell (GT 7 bis Juni 2031)keine ZusageEnddatum pro ModellEnddaten je Modell veröffentlicht, aber keine Zusage zur Zahl der Android-Upgrades
Applemindestens 5 Jahre ab Verkaufsendekeine feste ZusagePflichtangabe im EU-Datenblatt, Praxis längerZusage nur im EU-Mindestmaß, iOS 27 läuft aber noch auf dem iPhone 11 von 2019
Asus5 Jahre (ROG Phone 9)2 Versionen (ROG Phone 9)schriftlich auf der ProduktseiteDerzeit nur Zenfone 12 Ultra und ROG Phone 9 im Sortiment, keine neueren Modelle
DoroEnddatum je Modell (Aurora bis Januar 2031)keine ZusageEnddatum pro Modell (Update-Tabelle)Seniorensmartphones mit Notruftaste, Enddaten der Updates je Modell veröffentlicht
Emporiamindestens 5 Jahre ab Verkaufsende (EU-Datenblatt)5 Generationen (SMART.7-Serie)Produktseite und EU-Datenblatt, Ersatzteile 7 JahreSeniorensmartphones mit Notruf-Taste, Akku vom Nutzer austauschbar, Ersatzteile 7 Jahre
Nubia / RedMagic5 Jahre ab globalem Marktstart (ab RedMagic 11 Pro)2 Versionen (ab RedMagic 11 Pro)schriftliche Update-Richtlinie, ältere Modelle im EinzelfallSpielesmartphones mit aktiver Kühlung, feste Update-Zusage erst ab RedMagic 11 Pro
Nokia / HMD3 Jahre (XR21 bis zu 4), Enddatum je Modell2 Versionenschriftlich, Enddatum pro ModellNokia-Lizenz für Smartphones bis März 2026, HMD-Smartphones derzeit nicht in Deutschland
Blackviewkeine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 bis 6 Jahre ab Verkaufsende3 Versionen (XPLORE 2), sonst keine Zusagekeine Zusage veröffentlichtRobuste Outdoor- und Alltagssmartphones, keine veröffentlichte Update-Frist
Doogeekeine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 bis 6 Jahre ab Verkaufsendekeine Zusagekeine Zusage veröffentlichtRobuste Outdoor-Smartphones, keine veröffentlichte Update-Frist
Huaweikeine eigene Zusage; EU-Pflicht: 5 Jahre ab Verkaufsende für Modelle ab 20.06.2025keine Zusagekeine Zusage veröffentlichtSmartphones mit EMUI und AppGallery, keine veröffentlichte Update-Frist
Ulefonekeine eigene Frist; EU-Pflicht: 5 Jahre ab Verkaufsende für Modelle ab 20.06.2025mind. 2 Versionen (neue Modelle seit 08/2026)schriftlich nur für Android-VersionenRobuste Outdoor-Smartphones, seit August 2026 mindestens 2 Android-Updates für neue Modelle
ZTEkeine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 Jahre ab Verkaufsendekeine Zusagekeine Zusage veröffentlichtBlade-A- und Blade-V-Modelle, keine veröffentlichte Update-Frist

Drei Lesehilfen für die Tabelle. Samsung gibt der S- und der Z-Reihe sieben Jahre, der A-Reihe bis zu sechs. Bei Xiaomi und Poco reicht die Spanne je nach Modell von vier bis sechs Jahren. Und Apple steht mit fünf Jahren im hinteren Mittelfeld, obwohl iPhones in der Praxis lange versorgt werden: Die Zahl ist das Pflichtmaß im EU-Datenblatt, gezählt ab dem Verkaufsende.

Einige Marken sind in einer Sonderlage: OnePlus bringt keine neuen Modelle mehr nach Europa, versorgt vorhandene Geräte aber weiter. Asus führt derzeit nur das Zenfone 12 Ultra und das ROG Phone 9. Die Lizenz für Nokia-Smartphones lief im März 2026 aus, HMD-Smartphones gibt es derzeit nicht in Deutschland. Bei diesen Marken zählt vor allem, wie lange vorhandene Geräte noch Updates bekommen.

Jahre, Enddatum oder EU-Minimum: was die Form der Zusage verrät

Eine Zahl wie „sieben Jahre“ hilft wenig, solange offen ist, ab wann sie zählt. Die Hersteller nutzen fünf verschiedene Formen. Sie entscheiden darüber, ob Sie das Ende der Updates schon vor dem Kauf kennen.

Wie 27 Handy-Marken ihre Update-Dauer angebenBalkendiagramm: Enddatum je Modell: 9 Marken; Jahre ab Marktstart: 8 Marken; festes Kalenderjahr: 2 Marken; nur EU-Mindestmaß im Datenblatt: 2 Marken; allgemeine Mindestfrist: 1 Marke; keine eigene Frist: 5 MarkenWie 27 Handy-Marken ihre Update-Dauer angebenZahl der Marken je Form der Zusage, Stand Oktober 2026Enddatum je Modell9 MarkenJahre ab Marktstart8 Markenfestes Kalenderjahr2 Markennur EU-Mindestmaß imDatenblatt2 Markenallgemeine Mindestfrist1 Markekeine eigene Frist5 MarkenQuelle: Herstellerangaben laut Datenliste handy.rocks, geprüft am 4. Oktober 2026
19 von 27 Marken nennen eine Frist, die sich vor dem Kauf prüfen lässt – als Jahreszahl, Kalenderjahr oder Datum je Modell.

Jahre ab Marktstart

Google, Samsung, Honor, Nothing, vivo, CMF, Asus und Nubia nennen einen Zeitraum ab dem Start des Modells. Google zählt ab der Aufnahme in den US-Google-Store, Samsung ab der globalen Markteinführung. Beim Pixel 8 vom Oktober 2023 enden die sieben Jahre im Oktober 2030. Wer ein Modell erst ein Jahr nach dem Start kauft, hat ein Jahr weniger.

Enddatum je Modell

Xiaomi, Poco, Motorola, Sony, Oppo, OnePlus, realme, Doro und Nokia veröffentlichen für jedes Gerät ein Datum. Das ist genauer als eine Jahreszahl, verlangt aber einen Blick in die Liste des Herstellers. Wie groß die Unterschiede sein können, zeigt Xiaomi: Das Redmi Note 14 und das Redmi Note 14 5G kamen am selben Tag auf den Markt. Das eine wird bis März 2031 versorgt, das andere bis Januar 2029.

Festes Kalenderjahr

Fairphone sagt für das Fairphone (Gen. 6) Updates bis 2033 zu, Shiftphone mindestens bis 2032. Solche Angaben lassen sich leicht prüfen. Die Restzeit schrumpft mit jedem Monat, ganz gleich, wann Sie kaufen.

Nur das EU-Mindestmaß

Apple und Emporia nennen für Sicherheitsupdates keine eigene Frist über das hinaus, was im EU-Datenblatt steht: fünf Jahre ab dem Verkaufsende des Modells. Das klingt kurz, kann aber weit reichen, denn das Verkaufsende liegt oft Jahre nach dem Start. Nur weiß beim Kauf niemand, wann es kommt. Apple liefert in der Praxis lange, iOS 27 läuft noch auf dem iPhone 11 von 2019.

Allgemeine Mindestfrist oder gar keine Angabe

TCL verspricht allgemein mindestens zwei Jahre ab der ersten Auslieferung, ohne Enddaten je Modell. Blackview, Doogee, Huawei, Ulefone und ZTE veröffentlichen keine eigene Frist für Sicherheitsupdates. Für Modelle, die seit dem 20. Juni 2025 in der EU in Verkehr gebracht werden, gilt trotzdem die EU-Pflicht. Prüfen Sie bei diesen Marken gleich nach dem Einrichten das Datum des Sicherheitspatches und danach regelmäßig erneut.

Was die EU seit dem 20. Juni 2025 von allen Marken verlangt

Seit diesem Tag gelten für neu in der EU in Verkehr gebrachte Smartphones die Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670 und das Energielabel. Die EU-Kommission fasst die wichtigsten Pflichten so zusammen:

  • Updates: Betriebssystem-Updates bis mindestens fünf Jahre, nachdem das letzte Gerät eines Modells in Verkehr gebracht wurde – gezählt ab dem Verkaufsende, nicht ab dem Start.
  • Ersatzteile: wichtige Teile für Reparaturbetriebe binnen fünf bis zehn Arbeitstagen, und das bis sieben Jahre nach dem Verkaufsende des Modells.
  • Akku: mindestens 800 Ladezyklen, nach denen noch 80 Prozent der Anfangskapazität übrig sind.
  • Label: Reparierbarkeit und Sturzfestigkeit in Klassen von A bis E, dazu Akkulaufzeit pro Ladung und Schutzart gegen Staub und Wasser.

Für Käufer heißt das: Auch Marken ohne eigene Zusage müssen neue Modelle versorgen. Ein Enddatum lässt sich aus der Regel aber erst ablesen, wenn das Modell nicht mehr verkauft wird. Beim Onlinekauf muss der Händler zudem die Mindestdauer der Softwareupdates nennen, sofern der Hersteller sie ihm mitteilt (Art. 246a § 1 EGBGB).

Im Herbst 2026 enden die Updates für diese Modelle

  • Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro: fünf Jahre nach dem US-Start im Oktober 2021, also im Oktober 2026
  • Xiaomi 12T und 12T Pro: am 13. Oktober 2026
  • Poco C65: am 6. November 2026
  • Redmi 13C: am 10. November 2026

Die Geräte funktionieren weiter, neu entdeckte Sicherheitslücken bleiben aber offen. Für Banking und Bezahlen sollten Sie dann umsteigen.

Reparierbarkeit: welche Marke in welcher Klasse liegt

Die Reparierbarkeitsklasse fasst sechs Teilwerte mit je bis zu fünf Punkten zusammen. Bewertet wird, wie tief man für ein Teil zerlegen muss, welche Befestigungen und Werkzeuge nötig sind, welche Ersatzteile es gibt, wie lange Updates garantiert sind und welche Reparaturinformationen bereitstehen. Die Zerlegungstiefe zählt zu 25 Prozent, die übrigen fünf Werte zu je 15 Prozent.

Reparierbarkeitsklassen nach EU-Datenblatt, ausgewählte aktuelle Modelle, Stand Oktober 2026
KlasseMarken (Beispielmodelle)
AFairphone (Gen. 6+), Motorola (edge 60 neo, moto g06)
BGoogle (Pixel 10a, Pixel-11-Reihe), Honor (Magic8 Pro, Magic V5), realme (GT 7), Doro (Aurora A10 bis A30), Emporia, die meisten aktuellen Motorola-Modelle
CApple, Samsung, Xiaomi, Poco, Nothing, CMF
DSony (aktuelle Xperia-Modelle)

Ein Teil des Abstands entsteht nicht in der Werkstatt, sondern im Datenblatt. Wer nur die Pflicht von fünf Update-Jahren einträgt, bekommt für diesen Teilwert einen Punkt, für sechs Jahre gibt es drei, für sieben die vollen fünf. Das Pixel 10a erreicht mit sieben eingetragenen Jahren einen Index von 3,84 und Klasse B, das iPhone 17 mit fünf Jahren 2,82 und Klasse C. Mit der vollen Punktzahl käme das iPhone 17 auf 3,42 – mehr als das Motorola razr 70 ultra, das mit 3,41 in Klasse B liegt.

Was die Klasse nicht zeigt, sind die Preise. Keiner der sechs Teilwerte bewertet, was ein Ersatzteil kostet. Das Datenblatt muss aber einen Link zu den Richtpreisen der Teile enthalten; ein Blick dorthin lohnt vor dem Kauf, vor allem für Display und Akku.

Seit dem 31. Juli 2026 gelten außerdem neue EU-Regeln für Reparaturen, auch bei Smartphones. Was sie Käufern bringen, erklärt der Ratgeber Recht auf Reparatur.

Ersatzteile eines Smartphones liegen geordnet auf einem Leinentuch: Rückdeckel, Akku, Kameramodul und Schrauben neben dem geöffneten Gerät
Reparierbar heißt: Teile sind erhältlich, und das Gerät lässt sich mit üblichem Werkzeug öffnen. KI-generiert

Kosten pro Nutzungsjahr: so rechnen Sie Marken gegeneinander

Der Kaufpreis allein führt in die Irre. Vergleichbar wird ein Angebot erst, wenn Sie den Preis durch die Jahre teilen, in denen das Modell noch Sicherheitsupdates bekommt. Die Preise in der Tabelle sind frei angenommen und keine Marktpreise; es geht nur um den Rechenweg.

Rechenbeispiel mit angenommenen Preisen, Beträge in Euro
AngebotPreis (angenommen)Jahre mit UpdatesKosten pro Jahr
Älteres Einstiegsmodell aus dem Abverkauf180290
Mittelklasse, neu, sechs Jahre Zusage450675
Spitzenmodell, neu, sieben Jahre Zusage1.1007157
Spitzenmodell vom Vorjahr6506108

Die neue Mittelklasse mit langer Zusage ist pro Jahr am günstigsten, das billige Auslaufmodell nicht. Das Spitzenmodell vom Vorjahr verliert beim Preis mehr als bei der Restlaufzeit. Den Akku rechnet die Tabelle nicht ein: Wer einmal täglich voll lädt, kommt nach drei Jahren auf rund 1.100 Ladezyklen. Das ist in etwa die Zahl, nach der viele Datenblätter nur noch 80 Prozent Kapazität zusichern.

Mit eigenen Zahlen rechnet der Rechner unter Handy-Preise vergleichen. Für gebrauchte und generalüberholte Geräte gilt dieselbe Formel; ein Beispiel mit mehreren Angeboten steht im Ratgeber Refurbished oder neu.

Wie lange Ihr eigenes Gerät noch versorgt wird

Für das Gerät in Ihrer Hand reichen drei Handgriffe. Lesen Sie zuerst den genauen Modellnamen ab: bei Android unter „Einstellungen“ und „Über das Telefon“, beim iPhone unter „Einstellungen“, „Allgemein“ und „Info“. Zusätze wie 5G, Pro oder FE gehören dazu, denn sie bedeuten oft eine eigene Frist. Danach schlagen Sie das Enddatum auf der Markenseite oder beim Hersteller nach.

Zum Schluss prüfen Sie das Datum des letzten Sicherheitsupdates. Android zeigt es bei der Android-Version, der genaue Ort hängt vom Hersteller ab. Liegt es mehrere Monate zurück, obwohl Sie nach Updates gesucht haben, ist die Versorgung vermutlich beendet oder auf einen seltenen Rhythmus umgestellt. Beim iPhone zählt, ob unter „Softwareupdate“ noch neue Versionen angeboten werden.

Endet die Versorgung, muss das Gerät nicht sofort weg. Neu entdeckte Lücken bleiben aber offen, und manche Apps verlangen mit der Zeit eine neuere Systemversion. Für Banking, Bezahlen und Firmenkonten gehört dann ein versorgtes Gerät in die Hand; ein altes Handy kann ohne sensible Konten noch als Musikplayer oder Navigationsgerät dienen.

Besondere Ansprüche: vom Seniorenhandy bis zum Falt-Handy

Für manche Käufer zählt neben Updates und Reparierbarkeit vor allem eine Eigenschaft. Diese Kaufberatungen gehen in die Tiefe:

Für ältere Menschen

Notruftaste, große Tasten und Schrift, Hörgeräte-Tauglichkeit. Doro nennt für die Aurora-Modelle ein Update-Ende im Januar 2031, Emporia das EU-Mindestmaß und einen Akku zum Selbsttauschen. Mehr in der Kaufberatung Seniorenhandy.

Für Kinder

Robust, nicht zu teuer und trotzdem mit Updates: Ein Vorjahresmodell mit langer Restlaufzeit ist oft die bessere Wahl als ein Billiggerät. Mehr unter Kinderhandy.

Für draußen

Die Outdoor-Marken Blackview, Doogee und Ulefone nennen keine eigene Frist für Sicherheitsupdates. Wichtiger als der Markenname ist, was Schutzart und Falltest wirklich abdecken. Mehr unter Outdoor-Handy.

Zum Falten

Samsungs Z-Reihe und Googles Pro-Fold-Modelle bekommen sieben Jahre Updates, Apple bringt mit dem iPhone Duo im Oktober 2026 sein erstes Falt-Handy. Was Haltbarkeit und Reparatur kosten, steht unter Faltbare Handys.

Mit tauschbarem Akku

Einen Akku, den Nutzer selbst wechseln können, haben unter anderem die Emporia-Modelle; Fairphone setzt auf tauschbare Module. Was die EU-Batterieverordnung daran ändert, erklärt Handy mit Wechselakku.

Ohne Internet

Wer nur telefonieren will, braucht ein Gerät mit 4G und VoLTE, also Telefonie über das LTE-Netz. Reine 2G-Handys verlieren mit der 2G-Abschaltung ihren Nutzen. Mehr unter Tastenhandy.

Vor dem Kauf

Wer die Marke gewählt hat, prüft das konkrete Modell: Restlaufzeit, Klasse auf dem Label, Ladezyklen und Preis pro Jahr. Die Checkliste fasst alle Prüfpunkte zum Abhaken zusammen.

Quellen und Stand

Geprüft am 4. Oktober 2026.

Alle Seiten im Bereich Smartphones

  • Zubehör

    Zwei Drittel hatten schon einen Displayschaden – erst Schutz, dann Laden, dann alles andere.

  • Handyhüllen

    Rand und Ecken schützen, nicht der Militärstandard – die EU-Sturzklasse zeigt, wie viel Hülle nötig ist.

  • Handyversicherung

    Einfacher Diebstahl kostet meist Aufpreis, nach einem Jahr gibt es oft nur 60 Prozent des Kaufpreises.

  • KFZ-Halterung

    Sicht und Airbag frei, Display kühl: Im Sommer schaltet die Navigation sonst das Display ab.

  • Kopfhörer

    Passform prägt den Klang stärker als jeder Codec – am iPhone laufen nur SBC, AAC und AAC-ELD.

  • USB-C-Kabel

    Über 3 Ampere braucht ein Kabel einen E-Marker; ein 40-Gbit/s-Kabel bringt am USB-2-Handy nichts.

  • microSD-Karte

    Die große MB/s-Zahl sagt wenig: Fürs Handy zählen die A-Klasse für Apps und V30 fürs Filmen in 4K.

  • Panzerglas

    9H stammt aus der Lackprüfung; Sand ritzt gewöhnliches Glas, und Faltdisplays behalten die Werksfolie.

  • Powerbank

    Seit 27. März 2026 höchstens zwei Powerbanks pro Person; der Rechner zeigt Wattstunden und Ladungen.

  • Kabellos laden

    Die Ladeverluste kosten rund 60 Cent im Jahr – teuer ist die Wärme, die der Magnetring verringert.

  • Apple

    Keine Frist in Jahren, im Datenblatt fünf Jahre ab Verkaufsende – iOS 27 läuft noch auf dem iPhone 11.

  • Asus

    Nur noch Zenfone 12 Ultra und ROG Phone 9, keine neuen Modelle für 2026 und kein EU-Datenblatt.

  • Blackview

    XPLORE 2: Werbung verspricht 2 Meter Tauchtiefe, das EU-Datenblatt nennt 1 Meter und sechs Update-Jahre.

  • CMF

    Einziges CMF-Smartphone: Phone 2 Pro mit Sicherheitsupdates bis April 2031, aber ohne eSIM.

  • Doogee

    100 EU-Datenblätter ausgewertet: 79 Modelle mit IP68, 70 mit Sturzklasse A, keins mit Wechselakku.

  • Emporia

    Sieben Jahre gelten nur für Ersatzteile: Software laut EU-Datenblatt fünf Jahre ab Verkaufsende.

  • Fairphone

    Updates bis 2033, Reparierbarkeitsklasse A – fünf Jahre Garantie gibt es seit 2026 nur beim Gen. 6+.

  • Google

    Sieben Jahre ab Start im US-Google-Store, auch für die a-Reihe – Pixel 6 endet im Oktober 2026.

  • Honor

    Sieben Jahre für Magic-Modelle ab Magic7 Pro, nicht für Lite – und nicht jeden Monat ein Patch.

  • Huawei

    EMUI ohne Google-Dienste, keine veröffentlichte Frist: Im EU-Datenblatt stehen nur fünf Jahre.

  • Motorola

    Enddaten von zwei bis sieben Jahren – im EU-Datenblatt oft mehr Jahre als in der eigenen Liste.

  • Nokia

    Lizenz seit März 2026 beendet: Nur das Nokia XR21 bekommt noch bis März 2027 Sicherheitsupdates.

  • Nothing

    Updates in Jahren gezählt: Phone (3) bis Juli 2032 versorgt, beim (4a) reicht die EU-Frist noch weiter.

  • nubia

    Feste Zusage erst ab RedMagic 11 Pro – beim 11 Pro reicht die EU-Pflicht sogar ein Jahr weiter.

  • OnePlus

    Keine neuen Modelle mehr in Europa, Updates bis zum Enddatum je Gerät – längstens bis Ende 2031.

  • Oppo

    Zurück in Deutschland: Auch Reno- und A-Modelle haben Enddaten bis 2032, nicht nur die Find-Reihe.

  • Poco

    Enddaten der Xiaomi-Tochter: Das günstige Poco M7 wird länger versorgt als das teurere X7 Pro.

  • realme

    GT 7 bis Juni 2031 versorgt; der Umbau unter dem Oppo-Dach ist berichtet, aber nicht bestätigt.

  • Samsung

    Sieben Jahre für S und Z ab globalem Marktstart, bis zu sechs für die A-Reihe, Reparierbarkeit Klasse C.

  • Shiftphone

    Modular mit 18 Modulen und Pfand: Updates fest bis 2032 zugesagt, der Shop nennt sogar 2036.

  • Sony

    Seit Generation VII knapp sechs Jahre Updates, auch fürs Xperia 10 – Reparierbarkeit aber nur Klasse D.

  • TCL

    Richtlinie: zwei Jahre ab Erstauslieferung. EU-Datenblatt NXTPAPER 60 Ultra: sieben ab Verkaufsende.

  • Ulefone

    Seit August zwei Android-Updates für neue Modelle zugesagt, Patch-Fristen nur im EU-Datenblatt.

  • vivo

    X300-Reihe mit sieben Jahren Patches, X200 Pro ohne jede Zusage – und Updates kommen spät.

  • Xiaomi

    Enddatum je Gerät: Redmi Note 14 bis 2031, das Note 14 5G vom selben Tag nur bis 2029.

  • ZTE

    Keine eigene Frist: Alle acht ZTE-Datenblätter nennen fünf Jahre ab Verkaufsende, das EU-Minimum.

  • Doro

    Enddatum für jedes Modell: Aurora bis 1. Januar 2031, Leva-Tastenhandys bis Ende 2030 oder März 2031.

  • Betriebssysteme

    Freie Android-Varianten schützen Daten, doch Google Wallet und manche Bank-Apps streiken dort.

  • Seniorenhandy

    M4/T4 heißt hörgerätetauglich; im EU-Label fallen Doros Aurora-Modelle robuster aus als Emporias 7er.

  • Kinderhandy

    Ein geerbtes Pixel 8 hat noch vier Jahre Updates, ein Pixel 6 keine mehr – das Datum zählt vor dem Preis.

  • Tastenhandy

    Nur 4G-Modelle mit VoLTE telefonieren nach 2028 – und nicht jedes Datenblatt nennt VoLTE.

  • Outdoor-Handy

    IP68 oft nur 1,5 Meter, MIL-STD ohne Prüfstelle, und 15.080 mAh wiegen 525 Gramm.

  • Faltbare Handys

    Für Falt-Displays gilt kein EU-Kratztest; Folie und Scharnier sind Pflicht-Ersatzteile.

  • Handy mit Wechselakku

    Kein Wechselakku-Zwang 2027: Mit IP67 und 1.000 Ladezyklen darf weiter die Werkstatt tauschen.

  • Dual-SIM

    Zwei Nummern, ein Netz zur Zeit: Daten laufen über eine Karte, im Gespräch hilft nur WLAN-Call.

  • Handy mit Speicherkarte

    microSD gibt es noch bei Sony, Fairphone und Emporia; günstige Galaxy-A-Modelle teilen den Platz mit der SIM.

  • Ladegerät und Netzteil

    Die nötige Wattzahl steht auf der Verpackung – für das Höchsttempo zählen oft auch PPS oder AVS.

  • Bluetooth-Tracker

    Ein Tracker findet nur im passenden Suchnetz zurück – und iPhone wie Android warnen vor fremden.

  • Fahrradhalterung

    Starke Vibrationen können Bildstabilisator und Autofokus schädigen – ein Dämpfer schützt die Kamera.

  • Kinder-Smartwatch

    Ortung mit Wissen des Kindes ist erlaubt, eine Abhörfunktion macht die Uhr zur verbotenen Anlage.

Häufige Fragen

Welche Handymarke bekommt am längsten Updates?

Ein festes Datum nennt Fairphone: Das Fairphone (Gen. 6) vom Juni 2025 soll bis 2033 Updates bekommen, also rund acht Jahre. Im Massenmarkt geben Google, Samsung, Honor, Nothing und vivo ihren Spitzenmodellen sieben Jahre. Bei Google gilt das auch für die günstigere a-Reihe.

Gilt die EU-Update-Pflicht auch für ältere Handys?

Nur für Geräte, die seit dem 20. Juni 2025 in der EU in Verkehr gebracht werden. Modelle, die vorher erschienen sind und weiter verkauft werden, haben deshalb ebenfalls ein EU-Datenblatt, etwa das iPhone 16. Für Geräte, die schon vor diesem Tag aus dem Handel verschwunden sind, bleibt es bei der Zusage des Herstellers.

Lohnt sich ein Handy ohne Update-Zusage?

Als Zweitgerät für Baustelle oder Tour kann es reichen, als einziges Smartphone eher nicht. Prüfen Sie beim Kauf das Datum des Sicherheitspatches: Liegt es schon mehrere Monate zurück, kommt vermutlich wenig nach. Für neue Modelle gilt zwar die EU-Pflicht, ein Enddatum steht aber nirgends.

Passt dazu

  • Smartphones Zubehör

    Zwei Drittel hatten schon einen Displayschaden – erst Schutz, dann Laden, dann alles andere.

  • Smartphones Handyhüllen

    Rand und Ecken schützen, nicht der Militärstandard – die EU-Sturzklasse zeigt, wie viel Hülle nötig ist.

  • Smartphones Handyversicherung

    Einfacher Diebstahl kostet meist Aufpreis, nach einem Jahr gibt es oft nur 60 Prozent des Kaufpreises.

  • Tarife Supermarkt-Tarife

    Neun Handelsmarken, drei Netze: Selbst Konzernschwestern wie Lidl und Kaufland funken in verschiedenen Netzen.