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Smartphones · MarkeHonor: sieben Jahre – aber nur für die Magic-Reihe
Kurzantwort
Honor hat seine Update-Zusage in zwei Schritten stark verlängert: Die Magic-Reihe bekommt sieben Jahre Android-Versionen und sieben Jahre Sicherheitsupdates, die Nummern-Serie sechs Jahre. Damit liegt die Marke bei den Spitzenmodellen gleichauf mit Samsung und Google. Der Haken steht in einer Fußnote: Die Lite-Modelle sind ausgenommen, und ältere Geräte behalten ihre ursprünglich zugesagten drei bis vier Jahre. Der Abstand innerhalb des Sortiments ist damit größer als der zu manchem Wettbewerber.
Honor ist 2018 als Untermarke von Huawei gestartet und seit dem Verkauf 2020 eigenständig – mit einem entscheidenden Unterschied zur früheren Konzernmutter: Honor darf die Google-Dienste verbauen. Bei der Update-Politik hat die Marke innerhalb eines Jahres vom Mittelfeld an die Spitze aufgeschlossen.
Die Update-Politik nach Modellreihe
| Reihe | Android-Versionen | Sicherheitsupdates |
|---|---|---|
| Magic-Reihe, aktuelle Generationen | 7 | 7 Jahre |
| Nummern-Serie ab der 400er-Generation | 6 | 6 Jahre |
| Magic-Generation davor | 4 | 5 Jahre |
| Ältere Magic- und Nummern-Modelle | 3 | 4 Jahre |
Die Sieben-Jahres-Zusage wurde zuerst für den EU-Markt eingeführt und gilt für Flaggschiffe wie für faltbare Modelle der Magic-Reihe. Dass sie ausgerechnet in Europa zuerst kam, hat einen naheliegenden Grund: Seit Juni 2025 gilt hier die EU-Mindestvorgabe von fünf Jahren, und der Wettbewerb um die Jahreszahl wird auf diesem Markt am härtesten geführt.
Die Ausnahme steht in der Fußnote
Die Lite-Varianten der Magic-Reihe sind von der Sieben-Jahres-Zusage ausgenommen – das ergibt sich erst aus dem Kleingedruckten der Ankündigung, nicht aus der Überschrift. Ein Gerät mit „Magic“ im Namen bekommt also nicht automatisch sieben Jahre. Prüfen Sie die exakte Modellbezeichnung, bevor Sie sich auf die Zahl verlassen.
Die zwei Zahlen, auf die es ankommt
Seit Juni 2025 stehen auf jedem neu verkauften Smartphone zwei Werte, die mehr über die tatsächliche Nutzungsdauer sagen als jedes Datenblatt: die Reparierbarkeitsklasse von A bis E und die Akku-Ladezyklen. Dazu kommt die Update-Zusage des Herstellers. Alle drei zusammen ergeben die Kosten pro Nutzungsjahr – die ehrlichere Vergleichsgröße als der Kaufpreis.
Was die Zusage praktisch wert ist
Honor liefert eine symmetrische Zusage: sieben Android-Versionen bei sieben Jahren Sicherheitsupdates. Das ist die gleiche Struktur wie bei Google und günstiger als bei Samsung, wo nach sechs Systemversionen noch ein Jahr reine Patch-Versorgung folgt.
Was die Zahl nicht sagt: wie schnell die Updates ankommen. Honor nutzt mit MagicOS eine eigene, tief angepasste Android-Oberfläche. Je stärker ein Hersteller das System umbaut, desto länger dauert die Anpassung jeder neuen Android-Version. Die Zusage betrifft den Zeitraum, nicht das Tempo – und beim Tempo liegen die Hersteller weit auseinander.
Reparierbarkeit und EU-Label
Einen einheitlichen Markenwert gibt es hier nicht: Honor führt ein breites Sortiment vom Einsteigergerät bis zum faltbaren Spitzenmodell, und die Reparierbarkeitsklasse unterscheidet sich entsprechend von Modell zu Modell. Faltbare Geräte liegen bauartbedingt am unteren Ende – die Scharniermechanik und die Displayfolie machen jede Reparatur aufwendig und teuer.
Verlassen Sie sich deshalb nicht auf den Markennamen, sondern auf das Label des konkreten Geräts. Für die häufigsten Schadensfälle lohnt zusätzlich der Blick in unsere Ratgeber zu Display-Reparatur und Akkutausch.
Die Modellreihen-Logik
Honor staffelt in drei Ebenen: die Magic-Reihe als Spitze mit klassischen und faltbaren Flaggschiffen, die Nummern-Serie als gehobene Mittelklasse und darunter Einsteigermodelle, oft mit dem Zusatz Lite oder Smart. Innerhalb jeder Ebene erscheinen die Nachfolger jährlich bis anderthalbjährlich.
Wichtig für die Rechnung: Die Nummern-Serie mit sechs Jahren kostet deutlich weniger als die Magic-Reihe mit sieben. Auf die Kosten pro Nutzungsjahr gerechnet ist die Mittelklasse hier fast immer die bessere Wahl – ein Muster, das sich bei mehreren Marken wiederholt.
Für wen sich Honor eignet
Dafür spricht die Marke
- Sieben Jahre für die Magic-Reihe, symmetrisch zugesagt
- Sechs Jahre auch in der Nummern-Serie
- Google-Dienste vollständig an Bord
- Starke Ausstattung im Verhältnis zum Preis
- Breites Sortiment inklusive faltbarer Modelle
Das spricht dagegen
- Lite-Varianten sind von der langen Zusage ausgenommen
- Ältere Modelle behalten drei bis vier Jahre
- MagicOS ist tief angepasst – Updates kommen später als bei Pixel-Geräten
- Reparierbarkeit schwankt stark, faltbare Modelle sind teuer im Schadensfall
- Servicenetz kleiner als bei Samsung oder Apple
Vor dem Kauf prüfen
- Exakte Modellbezeichnung – „Magic“ allein genügt nicht, Lite-Varianten sind ausgenommen.
- Erscheinungsjahr – die Frist läuft ab Marktstart. Ältere Magic-Generationen haben nur vier Android-Versionen und fünf Jahre Patches zugesagt bekommen.
- Reparierbarkeitsklasse des konkreten Geräts – innerhalb der Marke der größte Unterschied, besonders bei faltbaren Modellen.
- Update-Tempo statt nur Update-Dauer – prüfen Sie, wie schnell die letzte Android-Version auf dem Modell angekommen ist.
Fazit
Honor hat den Anschluss an die Spitze geschafft und bietet für die Magic-Reihe dieselbe Zeitspanne wie Samsung und Google – bei symmetrischer Zusage sogar die etwas bessere Struktur. Wer sich für die Marke interessiert, sollte allerdings genau lesen: Zwischen Magic, Nummern-Serie und Lite-Variante liegen bis zu vier Jahre Unterschied.
Für die meisten Käufer ist die Nummern-Serie die vernünftigere Wahl: sechs Jahre Versorgung zu einem Preis deutlich unter dem Flaggschiff. Wer maximale Planbarkeit will, findet sie bei Google, wo die lange Zusage auch für die günstigen Modelle gilt.
Langlebigkeit vergleichen
Update-Dauer und Reparierbarkeit ergeben zusammen die Kosten pro Nutzungsjahr.
Update-Garantien vergleichen EU-Label lesen lernen Alle 26 Marken vergleichenHäufige Fragen zu Honor-Smartphones
Wie lange bekommt ein Honor-Smartphone Updates?
Das hängt von der Reihe ab. Die aktuelle Magic-Reihe erhält sieben Android-Versionen und sieben Jahre Sicherheitsupdates, die Nummern-Serie ab der 400er-Generation sechs Jahre. Ältere Magic-Modelle haben vier Versionen und fünf Jahre zugesagt bekommen, noch ältere Geräte drei und vier.
Gilt die Sieben-Jahres-Zusage für alle Magic-Modelle?
Nein. Die Lite-Varianten der Magic-Reihe sind ausgenommen, das ergibt sich aus dem Kleingedruckten der Ankündigung. Ein Gerät mit Magic im Namen bekommt also nicht automatisch sieben Jahre. Prüfen Sie die exakte Modellbezeichnung vor dem Kauf.
Hat Honor Google-Dienste an Bord?
Ja. Honor war bis 2020 eine Untermarke von Huawei, ist seitdem aber eigenständig und nicht vom US-Embargo betroffen. Play Store, Google Maps und alle übrigen Google-Dienste sind auf Honor-Geräten regulär nutzbar – anders als bei Huawei.
Was ist MagicOS?
MagicOS ist Honors eigene Android-Oberfläche. Sie greift tiefer in das System ein als etwa die Software auf Pixel-Geräten. Für die Update-Frage ist das relevant: Je stärker ein Hersteller Android anpasst, desto länger dauert die Anpassung jeder neuen Version – die Zusage betrifft den Zeitraum, nicht das Tempo.
Wie gut lassen sich Honor-Geräte reparieren?
Einen einheitlichen Markenwert gibt es nicht, weil das Sortiment vom Einsteigergerät bis zum faltbaren Flaggschiff reicht. Faltbare Modelle liegen bauartbedingt am unteren Ende der Reparierbarkeitsklassen, weil Scharnier und Displayfolie jede Reparatur aufwendig machen. Prüfen Sie das EU-Label des konkreten Modells.
Magic-Reihe oder Nummern-Serie?
Auf die Kosten pro Nutzungsjahr gerechnet ist die Nummern-Serie meist die bessere Wahl: sechs statt sieben Jahre Versorgung, aber ein deutlich niedrigerer Kaufpreis. Die Magic-Reihe lohnt sich, wenn Sie Kamera, Display oder ein faltbares Gehäuse brauchen.
Warum gilt die lange Zusage zuerst in Europa?
Weil hier seit Juni 2025 die EU-Mindestvorgabe von fünf Jahren gilt und der Wettbewerb um die Update-Dauer auf diesem Markt am härtesten geführt wird. Honor hat die Sieben-Jahres-Zusage zunächst für EU-Märkte eingeführt, weitere Regionen sollen folgen.
Funktioniert ein Honor in allen deutschen Netzen?
Bei offiziell in Deutschland verkauften Geräten ja – sie unterstützen alle hier genutzten Frequenzbänder, LTE, 5G sowie VoLTE und WLAN Call. Bei Importgeräten sollten Sie die Bandliste und die VoLTE-Unterstützung vorher prüfen.
Quellen und Stand: Support-Zusagen des Herstellers auf den offiziellen Update-Seiten · EU-Energielabel nach Verordnung (EU) 2023/1669, verpflichtend seit 20.06.2025 · EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670 · Stichprobenerhebung von connect zu Reparaturkosten · eigene Einordnung.
Update-Zusagen und Label-Werte sind Herstellerangaben und beziehen sich auf einzelne Modellreihen, nicht auf das gesamte Sortiment. Wir nennen bewusst keine Gerätepreise und keine tagesaktuellen Modellstände, da beides schnell veraltet. Prüfen Sie vor dem Kauf die Angaben zum konkreten Modell. Stand dieser Seite: 22. Juli 2026.