Das Vodafone-Netz: früh bei 5G, solide in der Fläche
Kurzantwort
Vodafone erreicht im connect-Netztest 2026 937 von 1.000 Punkten und die Note „sehr gut“ – punktgleich mit o2 Telefónica auf Platz zwei, mit einem Zuwachs von 13 Punkten. Der größte technische Vorsprung liegt beim 5G Standalone, das Vodafone bereits im April 2021 freischaltete – drei Jahre vor der Telekom. Seit August 2024 trägt Vodafone zusätzlich das National Roaming für 1&1 mit rund zwölf Millionen Nutzern.
Vodafone, historisch als D2 bekannt, ist die stabile Nummer zwei im deutschen Mobilfunk – und in einer Disziplin sogar die Nummer eins. Der 2026er Test bringt allerdings eine Besonderheit mit: Erstmals teilt sich Vodafone den zweiten Platz punktgleich mit o2.
Das Testergebnis 2026
In den Drivetests liegen Vodafone und o2 gleichauf mit rund zwei Prozentpunkten Abstand zur Telekom. In den Walktests schneidet o2 knapp besser ab. In der Daten-Disziplin gewann Vodafone 10 Punkte hinzu, o2 20 – ein Teil dieses Unterschieds dürfte allerdings auf die Lastverschiebung durch das 1&1-Roaming zurückgehen.
Der 5G-Vorsprung
Vodafone schaltete 5G Standalone im April 2021 frei und war damit nach eigenen Angaben der erste Anbieter in Europa mit der Technik im Livenetz – zunächst mit rund 1.000 Antennen im 3,5-GHz-Band. Seit 2025 ist Standalone im gesamten 5G-Netz ausgebaut. Praktisch relevant ist der Vorsprung bislang wenig: Im connect-Netztest 2026 lag der Anteil aller 5G-Verbindungen bei nur rund 16 bis 20 Prozent, Standalone kam noch seltener zum Einsatz.
Das 1&1-Roaming
Seit dem 29. August 2024 trägt Vodafone das National Roaming für 1&1. Rund zwölf Millionen 1&1-Kunden funken damit überall dort im Vodafone-Netz, wo 1&1 keine eigene Antenne betreibt. Im Testzeitraum wurden rund zehn Millionen Kunden aus dem Telefónica- ins Vodafone-Netz überführt.
Was das für Vodafone-Kunden bedeutet
Die zusätzlichen Nutzer erhöhen die Auslastung. connect benennt die Verschiebung ausdrücklich und weist darauf hin, dass sie die Vergleichbarkeit mit Vorjahreswerten einschränkt. Ob es im Alltag spürbar ist, hängt stark vom Standort ab – in gut ausgebauten Gebieten mit hoher Kapazität eher nicht. Bemerkenswert bleibt: Vodafone hat trotz zusätzlicher zwölf Millionen Nutzer 13 Punkte zugelegt.
Technischer Stand
| Merkmal | Stand |
|---|---|
| LTE-Bevölkerungsabdeckung | über 99 % |
| 5G-Bevölkerungsabdeckung | ca. 93 % (Eigenangabe) |
| 5G Standalone | seit April 2021, seit 2025 im gesamten 5G-Netz |
| 3G | abgeschaltet 2021 |
| 2G | ab September 2028; kritische IoT-Anwendungen bis Ende 2030 |
| National Roaming | trägt seit 08/2024 das Roaming für 1&1 |
| Tochtermarken | otelo, Lidl Connect |
Stärken und Schwächen
Dafür spricht das Netz
- Solide Leistung in Ballungsräumen, nahe an der Telekom
- Deutlicher Vorsprung beim 5G-Standalone-Ausbau
- Günstiger als das Telekom-Preisniveau
- Zulegen trotz zusätzlicher zwölf Millionen Roaming-Nutzer
- Breites Angebot an Zusatzkarten und Bündeln
Das spricht dagegen
- In der Fläche weiterhin hinter der Telekom
- Zusätzliche Netzlast durch das 1&1-Roaming
- In den Walktests knapp hinter o2
- 2G-Abschaltung ab September 2028, IoT-Ausnahme bis Ende 2030
Für wen sich das Vodafone-Netz lohnt
Für Menschen in Städten und Ballungsräumen, die eine solide Alternative zum teureren Telekom-Netz suchen. Wer zusätzlich auf 5G Standalone Wert legt, findet bei Vodafone den längsten Vorlauf. Die direkte Gegenüberstellung steht unter Telekom oder Vodafone und Vodafone oder o2.
Wer die Vodafone-Abdeckung ohne den Originaltarif will: otelo und Lidl Connect funken auf denselben Funkmasten, die Netzabdeckung ist identisch. Begrenzt ist meist nur die maximale Surfgeschwindigkeit.
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Bei punktgleichen Netzen entscheidet allein, was bei Ihnen tatsächlich ankommt.
Netzabdeckung prüfen Vodafone-Tarife ansehenHäufige Fragen zum Vodafone-Netz
Wie gut ist das Vodafone-Netz 2026?
Sehr gut: 937 von 1.000 Punkten im connect-Netztest 2026 und damit punktgleich mit o2 Telefónica auf Platz zwei. Gegenüber dem Vorjahr legte Vodafone 13 Punkte zu. Der Abstand zur Telekom beträgt 38 Punkte, also weniger als vier Prozent der Gesamtwertung.
Hat Vodafone 5G Standalone?
Ja, und zwar am längsten von allen etablierten Netzbetreibern: Freischaltung im April 2021, nach eigenen Angaben als erster Anbieter in Europa im Livenetz. Seit 2025 ist Standalone im gesamten 5G-Netz ausgebaut. o2 folgte im Oktober 2023, die Telekom erst im Oktober 2024.
Wie hoch ist die 5G-Abdeckung von Vodafone?
Nach Eigenangabe rund 93 Prozent der Bevölkerung. Das ist eine Bevölkerungsabdeckung, keine Flächenabdeckung, und eine Angabe des Unternehmens selbst mit eigenen Bezugsgrößen. Die amtlichen Flächenwerte der Bundesnetzagentur weisen für 5G über alle Netzbetreiber hinweg 95,3 Prozent der Fläche aus.
Was bedeutet das 1&1-Roaming für Vodafone-Kunden?
Vodafone trägt seit August 2024 das National Roaming für 1&1. Rund zwölf Millionen 1&1-Kunden funken damit zeitweise im Vodafone-Netz, was die Auslastung erhöht. Ob das im Alltag spürbar ist, hängt stark vom Standort ab. Bemerkenswert: Vodafone hat trotz dieser Zusatzlast 13 Punkte zugelegt.
Ist Vodafone oder o2 besser?
Im connect-Netztest 2026 sind beide exakt gleichauf: je 937 Punkte und die Note „sehr gut“. In den Drivetests liegen sie gleichauf, in den Walktests schneidet o2 knapp besser ab, beim 5G Standalone war Vodafone deutlich früher dran. Welches Netz für Sie besser ist, entscheidet die Abdeckung an Ihrer Adresse.
Welche Discounter funken im Vodafone-Netz?
otelo und Lidl Connect nutzen das Vodafone-Netz auf denselben Funkmasten. Die Netzabdeckung ist identisch mit der des Netzbetreibers. Unterschiede gibt es bei der maximalen Surfgeschwindigkeit, die häufig auf 25, 50 oder 100 Mbit/s begrenzt ist.
Wann schaltet Vodafone 2G ab?
Für Privat- und Geschäftskunden ab September 2028. Für besonders kritische IoT-Anwendungen wie ältere Alarmanlagen bleibt das 2G-Netz bis Ende 2030 verfügbar, ab Januar 2031 folgt der vollständige Rückbau. 3G wurde bereits 2021 abgeschaltet.
Wo ist Vodafone schwächer als die Telekom?
In der Fläche: in Kleinstädten, auf Verbindungsstraßen und im Bahnverkehr. Dort hat die Telekom einen messbaren Vorsprung und erreichte in den Zugmessungen des connect-Netztests 2026 rund 92 Prozent der möglichen Punkte. In Großstädten sind beide Netze im Alltag kaum zu unterscheiden.
Lohnt sich ein Wechsel zu Vodafone?
Wenn Sie städtisch wohnen, die Abdeckung an Ihren Aufenthaltsorten stimmt und der Preisunterschied zur Telekom für Sie spürbar ist: durchaus. Prüfen Sie vorher die Netzabdeckung für Wohnort, Arbeitsplatz und Pendelstrecke – und ziehen Sie einen Discounter im selben Netz als günstigere Variante in Betracht.
Wie prüfe ich die Vodafone-Abdeckung an meiner Adresse?
Über die Karte des Mobilfunk-Monitorings der Bundesnetzagentur, die die Versorgung im 100-Meter-Raster getrennt nach Netzbetreiber und Technologie zeigt. Gleichen Sie das mit der Ausbaukarte von Vodafone ab. Der belastbare Test ist danach eine Prepaid-Karte für rund 10 Euro über eine Woche.
Quellen und Stand: connect Mobilfunknetztest 2026 (veröffentlicht 26.11.2025, Messdaten 2025, Testpartner umlaut) · CHIP- und ComputerBILD-Netztest 2026 · Bundesnetzagentur, Mobilfunk-Monitoring im Gigabit-Grundbuch (Datenstand Dezember 2025) · Unternehmensangaben zu Ausbau, Standalone-Status und Kundenzahlen.
Abdeckungs- und Kundenzahlen der Netzbetreiber sind Eigenangaben mit unterschiedlichen Bezugsgrößen und als Richtwerte zu verstehen. Kundenzahlen enthalten je nach Ausweisung auch M2M-Karten und sind nicht mit Nutzerzahlen gleichzusetzen. Konkrete Tarifpreise nennen wir bewusst nicht, da sie sich wöchentlich ändern. Stand dieser Seite: 22. Juli 2026.