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Datenvolumen-Rechner: Wie viel GB brauchen Sie wirklich?

Am meisten Datenvolumen kosten Videos: Eine Stunde Netflix mit der Handy-Automatik verbraucht etwa 0,25 GB, in HD bis zu 3 GB, eine Stunde Musik in hoher Qualität dagegen rund 0,07 GB. Der Rechner zählt Ihre Nutzung zusammen, rechnet sie auf einen Monat hoch und zieht ab, was im WLAN läuft. Auf das Ergebnis legt er 20 Prozent Reserve und nennt die nächste übliche Tarifgröße.

Von Geprüft am 6 Min. Lesezeit

Fensterplatz im Zug mit Smartphone und Kopfhörern auf dem Tisch, draußen zieht unscharf eine Landschaft vorbei
KI-generiert

Datenvolumen-Rechner

Wie viel Datenvolumen brauche ich im Monat?

Tragen Sie ein, wie Sie Ihr Handy unterwegs nutzen. Gerechnet wird im Browser, nichts wird übertragen.

Mit den Vorgaben des Rechners – unter anderem drei Stunden Serien pro Woche, eine halbe Stunde Kurzvideos am Tag und 40 Prozent im WLAN – kommen rund 12 GB im Monat heraus. Die Empfehlung lautet dann 20 GB. Den größten Posten bilden mit 6,4 GB die Kurzvideos, nicht die Serien mit knapp 2 GB.

So rechnet der Rechner

Der Rechner arbeitet in fünf Schritten, die Werte je Stunde stehen in der Tabelle darunter.

  1. Auf einen Monat hochrechnen Stunden pro Woche mal 4,35; Minuten pro Tag geteilt durch 60, mal 30,4; Stück pro Tag mal 30,4. So viele Wochen und Tage hat ein Monat im Durchschnitt.
  2. Mit dem Verbrauch multiplizieren Jede Monatsmenge mal Megabyte je Stunde oder je Stück. Bei Video, Musik und Videotelefonie zählt die gewählte Qualität.
  3. WLAN abziehen Die Summe aller Posten mal (1 minus WLAN-Anteil). Der Schieber reicht von 0 bis 90 Prozent, denn was im WLAN läuft, zählt nicht zum Datenvolumen.
  4. In Gigabyte umrechnen Geteilt durch 1.000. Unter 10 GB zeigt der Rechner eine Nachkommastelle, darüber ganze Gigabyte.
  5. Reserve und Tarifgröße Ergebnis mal 1,2, dann die nächste Stufe aus 3, 5, 10, 20, 30, 50, 75 und 100 GB. Liegt der Wert mit Reserve über 100 GB, rät der Rechner zu unbegrenztem Datenvolumen.

Ein Posten zum Nachrechnen: Drei Stunden Serien pro Woche mit der Handy-Automatik ergeben 3 × 4,35 × 250 MB = 3.262,5 MB im Monat. Bei 40 Prozent WLAN bleiben 1.957,5 MB für das Mobilfunknetz, knapp 2 GB.

Verbrauch je Stunde: die Werte und ihre Herkunft

Werte des Datenvolumen-Rechners, Stand 4. Oktober 2026
NutzungWert im RechnerGrundlage
Video, sparsam (Handy-Automatik)250 MB/Std.Netflix: Einstellung „Automatisch“ etwa 4 Stunden je GB
Video, Standardauflösung1.000 MB/Std.Netflix: Standardauflösung bis 1 GB je Stunde
Video, HD3.000 MB/Std.Netflix: HD bis 3 GB je Stunde
Video, Ultra-HD7.000 MB/Std.Netflix: Ultra-HD bis 7 GB je Stunde
Musik normal, hoch, sehr hoch43 / 72 / 144 MB/Std.Spotify: 96, 160 und 320 kbit/s; 96 kbit/s × 3.600 Sekunden ÷ 8 = 43.200 Kilobyte
Videotelefonie normal, HD540 / 1.080 MB/Std.Zoom: 0,6 und 1,2 Mbit/s je Richtung; Senden und Empfangen zählen beide
Surfen, Nachrichten, E-Mail70 MB/Std.HTTP Archive: mittlere mobile Seite 2.311 KB (Oktober 2024), angenommen 30 Seiten je Stunde
Kurzvideos, soziale Netze700 MB/Std.Annahme: Video in mittlerer Qualität, entspricht der Netflix-Stufe „Mittel“ mit bis zu 0,7 GB je Stunde
Navigation10 MB/Std.Annahme: Kartenansicht ohne vorab geladene Karten
Fotos und Videos im Messenger1 MB/StückAnnahme: Mischung aus komprimierten Fotos und kurzen Clips
Hotspot für Laptop oder Tablet1.000 MB/Std.Annahme: Surfen mit Videoanteil und Hintergrund-Updates

Die ersten sieben Zeilen stützen sich auf Angaben der Dienste und des HTTP Archive; beim Surfen kommt die Annahme von 30 Seiten je Stunde hinzu. Die Ausgabe 2025 des Web Almanac kommt mit 2.164 KB je mobiler Seite auf einen ähnlichen Wert. Die letzten vier Zeilen sind Annahmen der Redaktion und schwanken am stärksten. Netflix nennt außerdem „Daten sparen“ mit etwa 6 Stunden je GB und „Maximaler Datenverbrauch“ mit 1 GB pro 20 Minuten oder mehr; diese Stufen hat der Rechner nicht, wählen Sie die nächstliegende.

Datenvolumen für eine Stunde NutzungBalkendiagramm: Musik, hohe Qualität: 0,07 GB; Surfen: 0,07 GB; Video mit Handy-Automatik: 0,25 GB; Videotelefonie: 0,54 GB; Kurzvideos: 0,7 GB; Video in Standardauflösung: 1 GB; Video in HD: 3 GB; Video in Ultra-HD: 7 GBDatenvolumen für eine Stunde NutzungWerte des Datenvolumen-Rechners in GigabyteMusik, hohe Qualität0,07 GBSurfen0,07 GBVideo mit Handy-Automatik0,25 GBVideotelefonie0,54 GBKurzvideos0,7 GBVideo in Standardauflösung1 GBVideo in HD3 GBVideo in Ultra-HD7 GBQuellen: Netflix, Spotify, Zoom, HTTP Archive; Kurzvideos als Annahme der Redaktion
Eine Stunde HD-Video verbraucht so viel Datenvolumen wie gut 40 Stunden Musik in hoher Qualität.

Drei Profile nachgerechnet

Drei Profile zeigen, wie weit der Bedarf auseinandergeht, gerechnet mit den Einstellungen in Klammern:

  • Wenig unterwegs online: eine Stunde Videotelefonie pro Woche (normal), 20 Minuten Surfen am Tag, eine Stunde Navigation pro Woche, fünf Fotos am Tag im Messenger; 70 Prozent laufen im WLAN.
  • Pendler mit der Bahn: drei Stunden Serien pro Woche (sparsam), 20 Minuten Kurzvideos und 40 Minuten Surfen am Tag, zehn Stunden Musik und Podcasts pro Woche (hoch), eine Stunde Navigation, zehn Fotos am Tag; 30 Prozent im WLAN.
  • Streamerin ohne Internet zu Hause: zehn Stunden Serien pro Woche (Standardauflösung), eine Stunde Kurzvideos und 45 Minuten Surfen am Tag, fünf Stunden Musik (sehr hoch), je zwei Stunden Videotelefonie (HD) und Hotspot pro Woche, eine Stunde Navigation, 20 Fotos am Tag; 20 Prozent im WLAN.
Drei Profile im Datenvolumen-Rechner, Megabyte im Monat vor Abzug des WLAN-Anteils, gerundet
PostenWenig onlinePendlerStreamerin
Serien und Filme03.26343.500
Kurzvideos07.09321.280
Musik und Podcasts03.1323.132
Videotelefonie2.34909.396
Surfen7091.4191.596
Navigation444444
Messenger-Fotos152304608
Hotspot008.700
Summe3.25415.25488.256
nach WLAN-Abzug97610.67870.604
Anzeige im Rechner1,0 GB11 GB71 GB
Empfehlung mit 20 % Reserve3 GB20 GB100 GB

Der Vergleich zeigt den größten Hebel, die Videoqualität. Schaut die Streamerin dieselben zehn Stunden pro Woche in HD statt in Standardauflösung, steigt ihr Videoposten von 43,5 auf 130,5 GB im Monat. Mit rund 140 GB nach WLAN-Abzug liegt sie dann über jeder Stufe, und der Rechner rät zu einer Unlimited-Datenflat. Beim Pendler wiederum machen die 20 Minuten Kurzvideos am Tag fast die Hälfte des Verbrauchs aus.

Den eigenen Verbrauch ablesen

Genauer als jede Schätzung ist der Blick zurück. Das iPhone zeigt den Verbrauch in den Einstellungen unter „Mobile Daten“, auch je App; die Statistik läuft, bis Sie sie zurücksetzen. Android zeigt ihn je nach Hersteller unter „Netzwerk & Internet“ oder „Verbindungen“ bei der Datennutzung. Am genauesten für Ihren Abrechnungszeitraum ist die App oder das Kundenkonto Ihres Anbieters, darauf verweist auch Apple.

Nehmen Sie den stärksten der letzten drei Monate als Ausgangswert und vergleichen Sie ihn mit dem Ergebnis des Rechners. Liegt der Rechner deutlich darüber, sind meist Kurzvideos oder der WLAN-Anteil zu vorsichtig eingetragen.

Vier Hebel gegen hohen Verbrauch

  • Videoqualität für mobile Daten festlegen: Video-Apps haben eine eigene Einstellung für das Mobilfunknetz. Mit „Automatisch“ braucht Netflix nur ein Viertel dessen, was die Standardauflösung verbraucht, mit „Daten sparen“ noch weniger.
  • Im WLAN vorladen: Serien, Musik und Podcasts lassen sich zu Hause herunterladen und unterwegs ohne Datenverbrauch abspielen. Dafür braucht es freien Speicher; wie viel, zeigt der Speicherplatz-Rechner.
  • Karten offline speichern: Navigations-Apps können Kartengebiete vorab laden, unterwegs fließen dann kaum Daten.
  • Hintergrund bremsen: Automatisch startende Videos in sozialen Netzen abschalten. Der Datensparmodus des iPhone hält automatische Updates und Hintergrundaktionen außerhalb des WLAN an. Wer oft Laptop oder Tablet anbindet, sollte den Hotspot nur bei Bedarf einschalten.

Wo die Rechnung an Grenzen stößt

  • Apps wählen die Qualität selbst. Video-Apps passen die Auflösung an die Verbindung an; die Werte des Rechners gelten für die gewählte Stufe.
  • Verlustfreie Musik fehlt. Die Spotify-Stufe „Verlustfrei“ mit bis zu 24 Bit und 44,1 kHz braucht deutlich mehr als „Sehr hoch“ und ist im Rechner nicht hinterlegt.
  • Volumen ist nicht Tempo. Ist das Volumen aufgebraucht, drosselt der Anbieter das Tempo oder bucht weiteres Volumen dazu, die sogenannte Datenautomatik. Ab welcher Menge das geschieht, auf welches Tempo und ob nachgebucht wird, muss im Produktinformationsblatt stehen. Was gedrosselt noch geht, zeigt der Tempo-Rechner auf der Seite Drosselung.
  • Im Ausland gelten eigene Grenzen. In der EU dürfen Anbieter das Volumen bei günstigen oder unbegrenzten Tarifen begrenzen. Die Untergrenze rechnet der Fair-Use-Rechner aus.

Nächster Schritt

Kennen Sie Ihren Bedarf, vergleichen Sie Tarife dieser Größe über die ganze Laufzeit und prüfen Sie, welche Marken im gewünschten Netz funken.

Quellen und Stand

Geprüft am 4. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Reichen 10 GB im Monat?

Für Messenger, Surfen, Navigation und Musik in aller Regel ja. Knapp wird es, sobald Sie unterwegs regelmäßig Videos schauen: Zehn Stunden in Standardauflösung verbrauchen allein schon bis zu 10 GB. Mit Serien in der sparsamen Handy-Automatik reichen 10 GB dagegen für rund 40 Stunden.

Verbraucht 5G mehr Datenvolumen als LTE?

Das Netz selbst nicht: Ein Video derselben Qualität ist über 5G genauso groß wie über LTE. Weil 5G schneller ist, wählen Video-Apps aber oft eine höhere Qualität. Beim iPhone gibt die Einstellung „Mehr Daten auf 5G erlauben“ ausdrücklich Videos in höherer Qualität und FaceTime in HD frei.

Zählt der Hotspot zum Datenvolumen?

Ja. Was Laptop oder Tablet über den Hotspot des Handys laden, geht vom Datenvolumen des Handytarifs ab. Laptops laden zudem oft Updates und Cloud-Daten im Hintergrund, deshalb verbraucht eine Stunde am Laptop meist mehr als eine Stunde Surfen am Handy.

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