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Smartphones · MarkePOCO: Leistung pro Euro – bei sehr ungleicher Versorgung
Kurzantwort
POCO ist eine Untermarke von Xiaomi und teilt sich mit Redmi die technische Basis. Die Update-Zusagen fallen extrem unterschiedlich aus: Aktuelle Modelle der F-Reihe sind mit Sicherheitspatches bis 2031 und Android-Versionen bis in die 19er- oder 20er-Nummerierung eingetragen, günstigere Modelle bekommen dagegen teils nur zwei große Android-Updates. Der Vorteil: Xiaomi veröffentlicht für jedes Gerät ein konkretes Enddatum. Der Preis ist dabei kein Indikator – die Zusage folgt der Hardware-Plattform, nicht der Preisklasse.
POCO wurde 2018 als Marke für „möglichst viel Leistung pro Euro“ gestartet und ist heute fester Teil des Xiaomi-Konzerns. Wer POCO kauft, kauft Xiaomi-Technik in anderem Gehäuse – mit einer Update-Politik, die dieselben Regeln befolgt, aber pro Modell sehr unterschiedlich ausfällt.
Die Update-Zusagen nach Reihe
| Reihe | Android-Versionen | Sicherheitsupdates |
|---|---|---|
| F-Reihe, aktuelle Modelle | bis 5 | bis 2031 |
| F-Reihe, ältere Modelle | 3 | 4 Jahre |
| M- und C-Reihe, aktuell | 2 | bis 2028/2029 |
| X-Reihe, ältere Modelle | 2–3 | 2026 ausgelaufen |
Der Abstand innerhalb einer einzigen Marke ist enorm: Zwischen einem aktuellen F-Modell und einem älteren X-Gerät liegen mehr als fünf Jahre Versorgung. Ältere X-Modelle sind im Juli 2026 endgültig aus dem Support gefallen – zusammen mit einer Reihe von Xiaomi- und Redmi-Geräten derselben Generation.
Der Preis sagt nichts über die Zusage
Es kommt vor, dass ein sehr günstiges Modell länger versorgt wird als ein teureres aus einer früheren Generation. Der Grund: Die Update-Dauer hängt an der Hardware-Plattform und daran, wie viele Geräte sich dieselbe Softwarebasis teilen – nicht am Verkaufspreis. Wer nach Preisklasse schätzt, liegt bei dieser Marke regelmäßig falsch.
Die zwei Zahlen, auf die es ankommt
Seit Juni 2025 stehen auf jedem neu verkauften Smartphone zwei Werte, die mehr über die tatsächliche Nutzungsdauer sagen als jedes Datenblatt: die Reparierbarkeitsklasse von A bis E und die Akku-Ladezyklen. Dazu kommt die Update-Zusage des Herstellers. Alle drei zusammen ergeben die Kosten pro Nutzungsjahr – die ehrlichere Vergleichsgröße als der Kaufpreis.
Der Vorteil: veröffentlichte Enddaten
Weil POCO zum Xiaomi-Konzern gehört, gilt hier dieselbe Transparenz wie bei der Muttermarke: In der offiziellen Support-Übersicht steht für jedes Gerät ein konkretes Datum, bis zu dem Sicherheitsupdates geliefert werden – teilweise auch die letzte vorgesehene Android-Version.
Das ist bei einer Marke mit derart großer Streuung nicht nur nützlich, sondern notwendig. Nutzen Sie die Liste vor jedem Kauf, besonders beim Gebrauchtkauf – die Modellnamen ähneln sich stark, die Zusagen unterscheiden sich um Jahre.
POCO, Redmi oder Xiaomi – was ist der Unterschied?
Alle drei Marken gehören zum selben Konzern und laufen auf derselben Systemoberfläche. Grob gilt: Xiaomi für Spitzenmodelle, Redmi für Preis-Leistungs-Geräte und POCO für leistungsorientierte Geräte, bei denen Prozessorleistung und Displayqualität Vorrang vor Kamera und Verarbeitung haben.
Praktisch sind viele POCO-Modelle technisch nah an einem Redmi-Gerät derselben Generation, teils mit anderem Gehäuse und anderer Kameraausstattung. Für die Update-Frage heißt das: Die Zusagen liegen häufig auf demselben Niveau wie beim technisch verwandten Redmi-Modell.
Reparierbarkeit und Alltag
Wie im gesamten Xiaomi-Konzern liegen die Geräte nach EU-Label überwiegend in der Reparierbarkeitsklasse C, einzelne günstige Modelle darunter. Bei Preisen im unteren Bereich wird ein Displaytausch damit schnell unwirtschaftlich – rechnen Sie das mit ein, bevor Sie auf Ausstattung optimieren.
Der bekannteste Kritikpunkt im Alltag bleibt die Menge an vorinstallierten Apps und Werbeeinblendungen in Systemanwendungen. Beides lässt sich weitgehend abschalten, ist aber Ausgangszustand.
Für wen sich POCO eignet
Dafür spricht die Marke
- Sehr viel Rechenleistung und Displayqualität pro Euro
- Aktuelle F-Modelle mit Sicherheitsupdates bis 2031
- Gerätegenaue Support-Enddaten öffentlich einsehbar
- Große Akkus und schnelles Laden
- Breites Angebot in jeder Preisklasse
Das spricht dagegen
- Update-Zusagen schwanken innerhalb der Marke um Jahre
- Günstige Modelle oft nur zwei Android-Versionen
- Reparierbarkeit meist Klasse C oder darunter
- Vorinstallierte Apps und Werbung im System
- Ähnliche Modellnamen erschweren den Vergleich
Vor dem Kauf prüfen
- Das Enddatum zum konkreten Modell – bei POCO wichtiger als bei fast jeder anderen Marke, weil die Streuung so groß ist.
- Nicht nach Preis schätzen – ein günstigeres Modell kann länger versorgt sein als ein teureres aus einer früheren Generation.
- Reihe beachten – F ist die Leistungsspitze, M und C sind Einstieg, X liegt dazwischen und wurde zuletzt am kürzesten versorgt.
- Reparaturkosten gegenrechnen – bei Klasse C und niedrigem Kaufpreis ist ein Displayschaden schnell ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Fazit
POCO liefert für den Preis mehr Leistung als fast jede andere Marke – das war der Gründungszweck und gilt weiterhin. Bei den aktuellen F-Modellen stimmt inzwischen auch die Versorgung: Patches bis 2031 sind ein anderes Angebot als noch vor zwei Jahren.
Bei allem darunter bleibt Vorsicht geboten. Zwei Android-Versionen sind 2026 zu wenig, und der niedrige Kaufpreis gleicht das über die Nutzungsdauer selten aus. Prüfen Sie das Enddatum – es steht öffentlich, und es ist die einzige Zahl, auf die bei dieser Marke Verlass ist.
Langlebigkeit vergleichen
Update-Dauer und Reparierbarkeit ergeben zusammen die Kosten pro Nutzungsjahr.
Update-Garantien vergleichen EU-Label lesen lernen Alle 26 Marken vergleichenHäufige Fragen zu POCO-Smartphones
Wie lange bekommt ein POCO-Handy Updates?
Das schwankt stark. Aktuelle Modelle der F-Reihe sind mit Sicherheitspatches bis 2031 und Android-Versionen bis in die 19er- oder 20er-Nummerierung eingetragen. Günstigere M- und C-Modelle bekommen teils nur zwei große Android-Updates bei Patches bis 2028 oder 2029.
Ist POCO dasselbe wie Xiaomi?
POCO ist eine Untermarke von Xiaomi und teilt sich mit Redmi die technische Basis und die Systemoberfläche. Die Ausrichtung unterscheidet sich: POCO priorisiert Prozessorleistung und Display, während Redmi eher auf ausgewogene Preis-Leistung setzt und Xiaomi die Spitzenmodelle führt.
Warum bekommt mein günstiges POCO länger Updates als ein teureres?
Weil die Update-Dauer an der Hardware-Plattform hängt und daran, wie viele Geräte sich dieselbe Softwarebasis teilen – nicht am Verkaufspreis. Deshalb kann ein sehr günstiges Modell länger versorgt werden als ein teureres aus einer früheren Generation.
Wo finde ich das Support-Ende meines POCO?
In der offiziellen Support-Übersicht des Xiaomi-Konzerns. Dort steht für jedes Gerät ein konkretes Datum für das Ende der Sicherheitsupdates, teilweise auch die letzte vorgesehene Android-Version. Bei dieser Marke ist das die einzige verlässliche Angabe.
Welche POCO-Modelle haben 2026 den Support verloren?
Betroffen sind vor allem ältere Modelle der X-Reihe, deren Versorgung im Juli 2026 endete – gemeinsam mit mehreren Xiaomi- und Redmi-Geräten derselben Generation. Prüfen Sie vor einem Gebrauchtkauf das Enddatum des konkreten Modells.
Wie gut lassen sich POCO-Geräte reparieren?
Wie im gesamten Xiaomi-Konzern liegen die Geräte nach EU-Label überwiegend in der Reparierbarkeitsklasse C, einzelne günstige Modelle darunter. Bei niedrigen Kaufpreisen wird ein Displaytausch damit schnell unwirtschaftlich.
Hat POCO Werbung im System?
In den Systemanwendungen und im Auslieferungszustand sind vorinstallierte Apps und Werbeeinblendungen üblich. Beides lässt sich in den Einstellungen weitgehend abschalten, ist aber der Ausgangszustand und ein häufiger Kritikpunkt.
Funktioniert ein POCO in allen deutschen Netzen?
Bei offiziell in Deutschland verkauften Geräten ja, inklusive LTE, 5G, VoLTE und WLAN Call. Bei Importgeräten aus China oder Indien sollten Sie Bandliste und VoLTE-Unterstützung vorher prüfen – POCO verkauft in vielen Regionen abweichende Varianten.
Quellen und Stand: Support-Zusagen des Herstellers auf den offiziellen Update-Seiten · EU-Energielabel nach Verordnung (EU) 2023/1669, verpflichtend seit 20.06.2025 · EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670 · Stichprobenerhebung von connect zu Reparaturkosten · eigene Einordnung.
Update-Zusagen und Label-Werte sind Herstellerangaben und beziehen sich auf einzelne Modellreihen, nicht auf das gesamte Sortiment. Wir nennen bewusst keine Gerätepreise und keine tagesaktuellen Modellstände, da beides schnell veraltet. Prüfen Sie vor dem Kauf die Angaben zum konkreten Modell. Stand dieser Seite: 22. Juli 2026.