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eSIM und IMEI: was die Nummern verraten und wofür Sie sie brauchen

Die IMEI ist die 15-stellige Kennung Ihres Geräts; die Telefon-App zeigt sie nach Eingabe von *#06# an, Dual-SIM-Geräte haben zwei. Sie besteht aus dem achtstelligen Typzulassungscode (TAC), einer sechsstelligen Seriennummer und einer Prüfziffer gegen Tippfehler. Die eSIM gehört dagegen zu Ihrem Vertrag und wird beim Gerätewechsel übertragen oder neu ausgestellt. Nach einem Diebstahl brauchen Sie die IMEI für die Anzeige – eine Sperre über alle Netze gibt es in Deutschland nicht.

Von Geprüft am 8 Min. Lesezeit

Zwei Hände halten zwei Smartphones mit dunklem Display nebeneinander über einen hellen Holztisch
KI-generiert

Im Handy stecken zwei Nummernwelten. Die IMEI, kurz für International Mobile Equipment Identity, gehört zum Gerät und bleibt, solange es existiert. Die eSIM gehört zum Vertrag: ein Profil des Anbieters, das beim Gerätewechsel umziehen muss. Wer beide auseinanderhält, versteht, was nach einem Diebstahl hilft und was beim Handywechsel schiefgehen kann.

IMEI-Prüfer

Ist meine IMEI gültig?

Prüft Länge und Prüfziffer. Die Nummer verlässt Ihr Gerät nicht – es gibt keine Abfrage im Netz.

Der IMEI-Prüfer rechnet vollständig in Ihrem Browser; die Nummer wird weder übertragen noch irgendwo abgefragt. Er prüft zwei Dinge: ob die Eingabe 15 Ziffern hat und ob die letzte Ziffer zur Prüfrechnung passt. Geben Sie nur 14 Ziffern ein, berechnet er die fehlende Prüfziffer. Außerdem zerlegt er die Nummer in ihre drei Teile.

So lesen Sie das Ergebnis des IMEI-Prüfers
MeldungBedeutungWas Sie tun
Die Prüfziffer stimmtDie Nummer ist formal gültig.Nichts – über Herkunft oder Sperrstatus sagt das nichts aus.
Die Prüfziffer stimmt nichtVermutlich ein Tipp- oder Ablesefehler.Nummer mit *#06# neu ablesen und erneut eingeben.
Falsche Anzahl ZiffernEine IMEI hat 15 Ziffern; Leerzeichen und Striche zählen nicht mit.Eingabe auf fehlende oder doppelte Ziffern prüfen.
Vollständige IMEI berechnetBei 14 Ziffern ergänzt der Prüfer die Prüfziffer.Mit der Nummer auf Karton oder Kaufbeleg vergleichen.

Was der Prüfer nicht sagen kann

  • Ob ein Gerät als gestohlen gemeldet ist – eine amtliche Abfrage dafür gibt es in Deutschland nicht.
  • Welches Modell hinter dem Typcode steckt: Die Zuordnung verwaltet der Branchenverband GSMA, sie ist nicht frei zugänglich.
  • Ob die IMEI echt ist: Auch eine manipulierte Nummer kann eine passende Prüfziffer haben.

So ist die IMEI aufgebaut

Den Aufbau legt die Mobilfunk-Normungsorganisation 3GPP in der Spezifikation TS 23.003 fest. Eine IMEI besteht nur aus Ziffern und hat drei Teile. Das Beispiel in der Tabelle stammt aus der Spezifikation selbst und gehört zu keinem echten Gerät.

Aufbau der IMEI nach 3GPP TS 23.003
TeilStellenBedeutungBeispiel
Typzulassungscode (TAC)8Gerätetyp; vergeben von einer zentralen Stelle an den Hersteller26053179
Seriennummer (SNR)6einzelnes Gerät innerhalb des Typcodes, vom Hersteller fortlaufend vergeben311383
Prüfziffer1erkennt Tippfehler, berechnet nach dem Luhn-Verfahren7

Ein Typcode reicht damit für eine Million Geräte, danach braucht der Hersteller einen neuen. Die Prüfziffer soll laut Spezifikation Fehler bei der Übertragung von Hand verhindern, etwa wenn jemand einen Diebstahl beim Kundendienst meldet. Im Funknetz selbst wird sie nicht mitgesendet. Daneben kennt der Standard die IMEISV mit 16 Stellen, bei der statt der Prüfziffer zwei Ziffern für die Softwareversion folgen.

Die Prüfziffer von Hand nachrechnen

Die Prüfziffer folgt dem Luhn-Verfahren, das auch Kreditkartennummern absichert. Gerechnet wird mit den ersten 14 Ziffern. Am Beispiel 26053179311383 aus der Spezifikation sieht das so aus:

  1. Jede zweite Ziffer verdoppeln Von links gezählt sind das die Ziffern an den Positionen 2, 4, 6 und so weiter bis 14: 6, 5, 1, 9, 1, 3 und 3. Verdoppelt ergeben sie 12, 10, 2, 18, 2, 6 und 6.
  2. Quersummen bilden und addieren Zweistellige Ergebnisse zählen mit ihrer Quersumme: 3, 1, 2, 9, 2, 6 und 6 ergeben zusammen 29. Die nicht verdoppelten Ziffern 2, 0, 3, 7, 3, 1 und 8 ergeben 24. Beides zusammen sind 53.
  3. Auf den nächsten Zehner ergänzen Bis 60 fehlen 7. Die Prüfziffer ist also 7, die vollständige IMEI lautet 260531793113837. Endet die Summe auf 0, ist die Prüfziffer 0.

Das Verfahren erkennt jede einzelne falsch abgelesene Ziffer und fast jeden Zahlendreher zweier benachbarter Ziffern; nur der Tausch von 0 und 9 rutscht durch. Mehr soll es nicht leisten. Für die Frage, ob ein Gerät gestohlen oder die Nummer gefälscht ist, taugt die Prüfziffer nicht.

Wofür Sie die IMEI wirklich brauchen

Notieren Sie die IMEI, solange Sie das Gerät haben. Sie steht auch auf dem Karton und in den Einstellungen unter „Info“ beziehungsweise „Über das Telefon“. Gebraucht wird sie in vier Lagen:

  • Anzeige nach einem Diebstahl: Die Verbraucherzentrale nennt die IMEI als nötige Angabe für die Anzeige bei der Polizei. Damit lässt sich ein sichergestelltes Gerät seinem Eigentümer zuordnen.
  • Garantie und Reparatur: Hersteller und Werkstätten identifizieren das Gerät über IMEI oder Seriennummer.
  • Versicherungsfall: Wer eine Handyversicherung abgeschlossen hat, muss das Gerät im Schadensfall meist mit der IMEI benennen.
  • Gebrauchtkauf: Lassen Sie sich die IMEI vorab nennen und vergleichen Sie sie beim Treffen mit der Anzeige von *#06#. Worauf sonst zu achten ist, steht im Ratgeber gebrauchtes Handy kaufen.

Wer die IMEI sonst zu sehen bekommt

Apps kommen an die IMEI heute kaum noch heran. Seit Android 10 brauchen sie dafür eine privilegierte Berechtigung, die Apps aus dem Play Store nicht anfordern können. Für Werbung und Statistik verweist Google Entwickler stattdessen auf die zurücksetzbare Werbe-ID; wie Sie diese löschen, steht im Ratgeber Datenschutz am Smartphone. Öffentlich ins Netz stellen müssen Sie die IMEI nicht, auch nicht in einem Verkaufsinserat.

Verbreiteter IrrtumNach einem Diebstahl sperrt der Anbieter das Handy über die IMEI, sodass es in keinem Netz mehr funktioniert.

Was stimmtEine netzübergreifende IMEI-Sperre gibt es in Deutschland nicht. Die Anbieter sperren die SIM-Karte; das Gerät selbst sichern Kontosperre und Fernsperre des Herstellers.

Der Rat, das Handy „über die IMEI sperren zu lassen“, hält sich hartnäckig. Einzelne Netzbetreiber haben gestohlene Geräte früher auf interne Sperrlisten gesetzt; in den anderen Netzen funktionierten sie weiter. Die Verbraucherzentrale empfiehlt heute andere Schritte: die SIM-Karte sperren lassen, Passwörter ändern, das Gerät aus der Ferne sperren oder löschen und Anzeige mit der IMEI erstatten.

Nach dem Diebstahl: was wirkt und was nichtGegenüberstellung: Das wirkt: Gerät orten und aus der Ferne als verloren markieren, SIM beim Anbieter sperren lassen – per 116 116 nur Telekom und congstar, Passwörter ändern, zuerst das Mailkonto, Anzeige bei der Polizei mit der IMEI erstatten – Hilft nicht oder kommt zu früh: Auf eine IMEI-Sperre in allen Netzen hoffen – die gibt es in Deutschland nicht, Ortung per IMEI über Internetdienste – Privatleute können das nicht, Sofort aus der Ferne löschen – danach endet auch die OrtungNach dem Diebstahl: was wirkt und was nichtStand Oktober 2026Das wirktGerät orten und aus der Ferne als verlorenmarkierenSIM beim Anbieter sperren lassen – per 116 116nur Telekom und congstarPasswörter ändern, zuerst das MailkontoAnzeige bei der Polizei mit der IMEI erstattenHilft nicht oder kommt zu frühAuf eine IMEI-Sperre in allen Netzen hoffen – diegibt es in Deutschland nichtOrtung per IMEI über Internetdienste –Privatleute können das nichtSofort aus der Ferne löschen – danach endet auchdie OrtungQuellen: Verbraucherzentrale, Sperr-Notruf 116 116, Google
Wirksam sind Sperren an SIM-Karte und Konto. Die IMEI dient der Anzeige – eine Sperre über alle Netze gibt es nicht.

Auch die bundesweite Sperrnummer 116 116 hilft beim Handy nur begrenzt. Sie ist vor allem für Bankkarten, Online-Banking und den Personalausweis da; als Mobilfunkkarten führt der Sperr-Notruf in seiner Teilnehmerliste nur SIM-Karten der Telekom und von congstar. Kunden anderer Anbieter wählen die Sperr-Hotline ihres Anbieters oder sperren die Karte in dessen App. Die Reihenfolge im Ernstfall steht im Ratgeber Handy orten.

Die IMEI zu verändern ist keine Grauzone

In Großbritannien steht das Verändern einer Gerätekennung ausdrücklich unter Strafe, mit bis zu fünf Jahren Haft. In Deutschland kann es als Fälschung beweiserheblicher Daten nach § 269 StGB verfolgt werden, wenn damit im Rechtsverkehr getäuscht wird – etwa beim Weiterverkauf eines gestohlenen Geräts. Anleitungen dazu gibt es auf Handy.Rocks nicht.

eSIM umziehen: erst übertragen, dann löschen

Eine eSIM ist kein Stück Plastik, sondern ein Profil, das der Anbieter auf einen fest verbauten Chip lädt. Das spart Versand und Wartezeit. Der Haken zeigt sich beim Gerätewechsel: Herausnehmen lässt sich nichts, das Profil muss übertragen oder neu ausgestellt werden.

eSIM auf ein neues Gerät bringen Ablauf in 6 Schritten: Vorab – Prüfen, ob das neue Gerät eSIM unterstützt: Nicht jedes Modell und nicht jede Marktvariante kann es; Vorab – Zugangsdaten zum Kundenkonto bereitlegen: Ohne sie lässt sich kein neues Profil ausstellen – das ist die häufigste Hürde; Schritt 1 – Übertragungsfunktion des Systems versuchen: Beide Systeme können Profile direkt vom alten aufs neue Gerät umziehen; Schritt 2 – Sonst neues Profil beim Anbieter anfordern: Über App oder Kundenbereich, meist als QR-Code; Schritt 3 – Altes Profil erst danach löschen: Vorher nicht – sonst stehen Sie ohne Verbindung da; Zum Schluss – Anrufe, SMS und mobile Daten testen: Erst wenn alle drei funktionieren, ist der Umzug abgeschlossen. eSIM auf ein neues Gerät bringen Der zweite Schritt ist der, an dem die meisten hängenbleiben 1 Vorab Prüfen, ob das neue Gerät eSIM unterstützt Nicht jedes Modell und nicht jede Marktvariante kann es 2 Vorab Zugangsdaten zum Kundenkonto bereitlegen Ohne sie lässt sich kein neues Profil ausstellen – das ist die häufigste Hürde 3 Schritt 1 Übertragungsfunktion des Systems versuchen Beide Systeme können Profile direkt vom alten aufs neue Gerät umziehen 4 Schritt 2 Sonst neues Profil beim Anbieter anfordern Über App oder Kundenbereich, meist als QR-Code 5 Schritt 3 Altes Profil erst danach löschen Vorher nicht – sonst stehen Sie ohne Verbindung da 6 Zum Schluss Anrufe, SMS und mobile Daten testen Erst wenn alle drei funktionieren, ist der Umzug abgeschlossen
Schritt 3 ist die eigentliche Falle: Wer das alte Profil zuerst löscht, braucht für die Neuausstellung genau die Verbindung, die gerade fehlt.

Von iPhone zu iPhone geht das oft ohne Anbieter: Apple beschreibt eine eSIM-Schnellübertragung, bei der beide Geräte nebeneinanderliegen, sofern Ihr Anbieter sie unterstützt. Kommt die eSIM von einem Android-Gerät, verweist Apple an den Mobilfunkanbieter. Auch zwischen Android-Geräten hängt eine direkte Übertragung von Hersteller und Anbieter ab. Der verlässliche Weg ist ein neues Profil über die App oder das Kundenkonto Ihres Anbieters.

Drei Details sparen Ärger. Für den Umzug fragen manche Anbieter nach der EID, der Kennung des eSIM-Chips, die ebenfalls in den Geräteinformationen steht. Mit eingeschaltetem „Schutz für gestohlene Geräte“ verlangt das iPhone zum Einrichten oder Übertragen einer eSIM fern von vertrauten Orten Face ID oder Touch ID. Und das alte Profil löschen Sie erst, wenn Anrufe, SMS und mobile Daten auf dem neuen Gerät funktionieren.

Vor einem Verkauf gehört das Löschen der eSIM zu den letzten Schritten, wie im Ratgeber altes Handy verkaufen beschrieben. Eine physische SIM-Karte nehmen Sie einfach heraus.

Zwei IMEI, zwei Profile: Dual-SIM und Reisen

Ein Dual-SIM-Gerät hat zwei IMEI, eine für jeden SIM-Platz; *#06# zeigt beide an. Viele Geräte verwalten mehrere eSIM-Profile und lassen zwei gleichzeitig aktiv sein, etwa eine private und eine dienstliche Nummer. Was beim Kauf zählt, erklärt die Kaufberatung Dual-SIM-Handys.

Auf Reisen spielt die eSIM ihre Stärke aus: Ein Datenprofil für das Reiseland ist in Minuten geladen, die eigene Nummer bleibt erreichbar. In der EU brauchen Sie das meist nicht, außerhalb lohnt der Blick auf Reise-eSIMs. Welche deutschen Anbieter eSIM zu welchen Bedingungen ausgeben, zeigt die Übersicht eSIM-Tarife; Vor- und Nachteile gegenüber der Plastikkarte stehen im Vergleich eSIM oder SIM-Karte.

Finger halten eine kleine Metallnadel neben das geöffnete, leere Kartenfach eines Smartphones
Ein leeres Kartenfach: Bei der eSIM zieht nichts physisch um – das Profil wird übertragen oder neu ausgestellt. KI-generiert

Nächster Schritt

Notieren Sie die IMEI jetzt, solange das Gerät in Ihrer Hand ist, und legen Sie sie getrennt vom Handy ab. Weitere Ratgeber zu Sicherheit und Technik sammelt die Übersicht Ratgeber.

Quellen und Stand

Geprüft am 4. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Kann man ein Handy über die IMEI orten?

Als Privatperson nicht. Ein Gerät im Mobilfunknetz zu lokalisieren, ist Sache der Netzbetreiber und in engen rechtlichen Grenzen der Ermittlungsbehörden. Internetdienste, die eine Ortung per IMEI versprechen, können das nicht leisten. Für das eigene Gerät nutzen Sie „Wo ist?“ oder „Mein Gerät finden“.

Ändert sich die IMEI, wenn ich die SIM-Karte wechsle?

Nein. Die IMEI gehört zum Gerät, nicht zur Karte, und bleibt bei jedem Karten- oder Anbieterwechsel gleich. Was sich ändert, sind die Kartennummer auf der SIM und gegebenenfalls die Rufnummer.

Bleibt die IMEI nach einer Reparatur gleich?

Solange die Hauptplatine erhalten bleibt, ja – dort ist die Kennung gespeichert. Wird die Hauptplatine getauscht, kann das Gerät eine neue IMEI erhalten. Heben Sie den Reparaturbeleg dann gut auf, weil die alte Nummer auf Karton und Kaufbeleg nicht mehr zum Gerät passt.

Wo finde ich die IMEI, wenn das Handy weg ist?

Auf der Originalverpackung und oft auf dem Kaufbeleg. Apple listet Ihre Geräte samt Seriennummer und IMEI in der Geräteübersicht des Apple Accounts, bei Android-Geräten zeigt „Mein Gerät finden“ die Gerätedaten an. Am einfachsten ist es, die Nummer schon jetzt zu notieren.

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