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Asus: nur noch Zenfone 12 Ultra und ROG Phone 9 im Angebot

Asus bietet derzeit nur zwei Smartphones an: das Zenfone 12 Ultra vom Februar 2025 und die ROG-Phone-9-Reihe vom November 2024. Für 2026 sind nach Angaben von Asus gegenüber Medien keine neuen Modelle geplant, Updates und Garantie sollen weiterlaufen. Für das ROG Phone 9 sagt Asus zwei Android-Updates und fünf Jahre Sicherheitsupdates zu; ein EU-Datenblatt mit Update-Mindestdauer gibt es für keines der beiden Geräte.

Von Geprüft am 6 Min. Lesezeit

Großes Smartphone mit Kameramodul liegt neben einem aufsteckbaren Lüfter auf einer schwarzen Schieferplatte
Bild: KI-generiert

Asus ist vor allem für Laptops, Mainboards und Grafikkarten bekannt. Smartphones liefen nebenher, zuletzt in zwei Linien: das Zenfone für den Alltag und das ROG Phone für Spieler. Im Herbst 2026 ist das Angebot auf zwei Modelle geschrumpft, und neue sind nicht angekündigt. Für Käufer und Besitzer zählt deshalb vor allem eine Frage: Wie lange werden die vorhandenen Geräte noch versorgt?

Was Asus noch anbietet

Auf der weltweiten Übersichtsseite führt Asus zwei Smartphones: das Zenfone 12 Ultra und die ROG-Phone-9-Reihe, dazu Zubehör wie Hüllen und Displayschutz. Die ROG-Phone-9-Reihe hat Asus am 19. November 2024 vorgestellt, das Zenfone 12 Ultra am 6. Februar 2025. Beide arbeiten mit dem Snapdragon 8 Elite von Qualcomm und starteten mit Android 15.

Das Zenfone 12 Ultra wiegt 220 Gramm und hat einen Akku mit 5.500 mAh, das ROG Phone 9 Pro wiegt 227 Gramm bei 5.800 mAh. Beide sind nach Herstellerangabe nach IP68 geschützt. Das ROG Phone hat außerdem Sensortasten am Rahmen, die Asus AirTrigger nennt und die beim Spielen im Querformat als Schultertasten dienen. Kompakte Spitzenmodelle wie frühere Zenfone-Generationen hat Asus nicht mehr im Programm.

Für 2026 keine neuen Modelle geplant

Anfang Januar 2026 berichteten heise online und Android Authority übereinstimmend, dass Asus in diesem Jahr keine neuen Smartphones plant. Auslöser war ein Bericht des Branchendienstes Digitimes, wonach die Smartphone-Sparte nur bis Ende 2025 arbeite. Asus widersprach dem Aus für die Sparte, bestätigte aber, dass keine neuen Modelle geplant sind. Wartung, Software-Updates und Garantieleistungen für vorhandene Geräte sollen unverändert weiterlaufen.

Ob danach wieder Geräte erscheinen, ist offen. Für die Kaufentscheidung heißt das: Sie kaufen ein Modell ohne absehbaren Nachfolger. An bereits zugesagten Updates ändert das nach Angaben von Asus nichts; beim Zubehör und beim Wiederverkaufswert kann es sich auf Dauer bemerkbar machen.

Updates: was für die beiden Modelle gilt

Update-Angaben von Asus, Stand 4. Oktober 2026
ModellvorgestelltAndroid-UpdatesSicherheitsupdates
ROG-Phone-9-Reihe19. November 20242 Versionen5 Jahre, Zählweise nicht angegeben
Zenfone 12 Ultra6. Februar 2025keine Angabe gefundenkeine Angabe gefunden

Für die ROG-Phone-9-Reihe nennt Asus auf der Produktseite zwei Betriebssystem-Updates und fünf Jahre Sicherheitsupdates. Bei einem Start mit Android 15 heißt das: Android 16 und 17. Ab wann die fünf Jahre zählen, schreibt Asus nicht; gerechnet ab der Vorstellung reichen sie bis November 2029.

Für das Zenfone 12 Ultra haben wir auf den deutschen Produkt- und Datenseiten keine Update-Zusage gefunden. Dort steht nur, dass das Gerät mit Android 15 ausgeliefert wird. Wer es kauft, sollte deshalb vom ungünstigen Fall ausgehen und das Datum des letzten Sicherheitspatches im Blick behalten. Ob ein Update bereitsteht, zeigen die Systemeinstellungen unter „Software-Update“. Zum Vergleich: Google und Samsung sagen für ihre Spitzenmodelle sieben Jahre zu.

Warum es für Asus-Smartphones kein EU-Datenblatt gibt

Seit dem 20. Juni 2025 braucht jedes Smartphone, das neu in der EU in Verkehr gebracht wird, ein Energielabel mit Datenblatt – samt garantierter Update-Dauer und Reparierbarkeitsklasse. In der EU-Produktdatenbank EPREL findet sich für Asus kein einziges Smartphone, nur zwei Tablets. Das spricht dafür, dass die Geräte im Handel vor dem Stichtag in Verkehr gebracht wurden. Ein Blick in die Datenbank lohnt trotzdem: Taucht dort später ein Asus-Smartphone auf, gelten für dieses Modell Label und Fünf-Jahres-Regel.

Für Käufer hat das zwei Folgen. Es gibt kein Label mit Reparierbarkeitsklasse, Sturzklasse und Akkuzyklen, mit dem sich die Asus-Geräte vergleichen ließen. Und die EU-Regel, nach der Updates bis fünf Jahre nach Verkaufsende verfügbar sein müssen, greift für Geräte vor dem Stichtag nicht. Es zählt allein, was Asus selbst zusagt. Was das Label sonst zeigt, erklärt der Ratgeber zum EU-Energielabel.

Restlaufzeit und Kosten pro Jahr im Abverkauf

Rechnen wir mit der vorsichtigen Lesart für das ROG Phone 9: fünf Jahre ab der Vorstellung, also bis November 2029. Wer im Oktober 2026 kauft, hat damit noch gut drei Jahre Sicherheitsupdates vor sich, bei einem Kauf im Frühjahr 2027 nur noch gut zweieinhalb. Die Restlaufzeit anderer Modelle rechnet das Werkzeug im Ratgeber zur Update-Politik der Hersteller aus.

Asus-Smartphones: vom jüngsten Modell bis zum Update-EndeZeitleiste: 19. Nov. 2024 – ROG Phone 9: Vorstellung, Start mit Android 15; 6. Feb. 2025 – Zenfone 12 Ultra: jüngstes Modell im Sortiment; 20. Juni 2025 – EU-Regeln: Label und Update-Pflicht für neu in Verkehr gebrachte Geräte; Januar 2026 – Keine neuen Modelle: Asus plant für 2026 kein neues Smartphone; Nov. 2029 – Ende ROG Phone 9: fünf Jahre Sicherheitsupdates, ab Vorstellung gerechnetAsus-Smartphones: vom jüngsten Modell bis zum Update-EndeDaten laut Asus und Medienberichten, Stand 4. Oktober 202619. Nov. 2024ROG Phone 9Vorstellung, Startmit Android 156. Feb. 2025Zenfone 12 Ultrajüngstes Modell imSortiment20. Juni 2025EU-RegelnLabel undUpdate-Pflicht fürneu in Verkehrgebrachte GeräteJanuar 2026Keine neuen ModelleAsus plant für 2026kein neues SmartphoneNov. 2029Ende ROG Phone 9fünf JahreSicherheitsupdates,ab VorstellunggerechnetQuellen: Asus, ROG, GSMArena, heise online, EU-Kommission
Wie Asus die fünf Jahre beim ROG Phone 9 zählt, sagt der Hersteller nicht – ab Vorstellung gerechnet bis November 2029.

Angenommen, das Gerät kostet im Abverkauf 650 Euro. Geteilt durch gut drei Jahre ergibt das rund 210 Euro pro Jahr mit Updates. Ein neues Spitzenmodell mit sieben Jahren Zusage für angenommen 900 Euro kommt auf knapp 130 Euro pro Jahr. Der Rabatt im Abverkauf gleicht die kürzere Restlaufzeit also nicht aus. Für das Zenfone 12 Ultra lässt sich die Rechnung gar nicht anstellen, weil kein Enddatum bekannt ist.

Gebraucht oder im Abverkauf kaufen: vier Prüfpunkte

  • Restlaufzeit: Beim ROG Phone 9 enden die zugesagten Sicherheitsupdates nach vorsichtiger Lesart im November 2029. Das Datum steht fest – je später Sie kaufen, desto weniger Update-Zeit bleibt Ihnen.
  • Patch-Datum: Lassen Sie sich vor dem Kauf das Datum des letzten Sicherheitspatches zeigen. Liegt es Monate zurück, wurde das Gerät lange nicht aktualisiert.
  • Akku: Bei Spielehandys ist der Akku oft stark beansprucht. Fragen Sie nach seinem Zustand oder planen Sie einen Tausch ein.
  • Kaufbeleg und Gewährleistung: Bei Händlern gilt auch für gebrauchte Ware eine Gewährleistung, die auf ein Jahr verkürzt werden darf. Beim Kauf von Privat ist sie meist ausgeschlossen.

Weitere Prüfpunkte, etwa zur Aktivierungssperre, sammelt der Ratgeber Gebrauchtes Handy kaufen. Wie sich generalüberholte Geräte rechnen, zeigt der Ratgeber Refurbished oder neu.

Garantie, Reparatur und Ersatzteile

Asus hat zugesichert, dass Garantie und Reparaturen für vorhandene Geräte weiterlaufen. In Deutschland ist Asus mit einer eigenen Gesellschaft vertreten, die auch die beiden Tablets in der EU-Datenbank registriert hat. Unabhängig von der Herstellergarantie haftet der Händler zwei Jahre für Mängel, die bei der Übergabe bestanden. Außerdem schuldet er Updates für den Zeitraum, den Sie bei einem solchen Gerät erwarten dürfen; mehr dazu im Ratgeber Garantie und Gewährleistung.

Wie lange Ersatzteile verfügbar bleiben, sagt Asus nicht. Die EU-Pflicht, wichtige Teile bis sieben Jahre nach Verkaufsende vorzuhalten, gilt nur für Geräte, die seit Juni 2025 in Verkehr gebracht wurden. Wer ein ROG Phone oder Zenfone lange nutzen will, sollte einen Displayschaden deshalb nicht auf die lange Bank schieben.

Wer ein Spielehandy oder ein langlebiges Spitzenmodell sucht

Spielehandys mit aktiver Kühlung sind eine kleine Nische. Die naheliegende Alternative ist RedMagic von nubia: Ab dem RedMagic 11 Pro gibt es dort eine feste Zusage über zwei Android-Versionen und fünf Jahre Sicherheitsupdates, dazu ein EU-Datenblatt. Wer kein Spielehandy braucht, bekommt bei Herstellern mit sieben Jahren Zusage deutlich mehr Versorgung pro Euro.

Wenn Sie ein Asus-Gerät besitzen, notieren Sie sich das voraussichtliche Ende der Sicherheitsupdates und prüfen Sie regelmäßig das Patch-Datum. Danach bleibt das Gerät nutzbar, für Banking und andere sensible Apps sollten Sie es aber nicht mehr einsetzen.

Langlebigkeit vergleichen

Welche Marken wie lange Updates zusagen und wie sie die Frist zählen:

Quellen und Stand

Geprüft am 4. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Was passiert mit meiner Garantie, wenn Asus keine neuen Handys baut?

Laut Asus laufen Garantie, Reparaturen und Updates für vorhandene Geräte weiter. Unabhängig davon gilt die zweijährige Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer. Bewahren Sie den Kaufbeleg auf, denn ohne ihn lassen sich beide Ansprüche schwer durchsetzen.

Gibt es noch Zubehör für das ROG Phone 9?

Ja, Asus führt auf seiner Übersichtsseite unter anderem den aufsteckbaren Lüfter AeroActive Cooler X Pro, die Kühlhülle ROG Chill Case und Schutzhüllen. Wie lange das Angebot bleibt, sagt Asus nicht. Wer Zubehör braucht, sollte deshalb nicht zu lange warten.

Ist das Zenfone 12 Ultra wasserdicht?

Asus gibt für das Zenfone 12 Ultra die Schutzart IP68 an. Wie tief und wie lange geprüft wurde, steht auf der Datenseite nicht, und ein EU-Datenblatt mit Eintauchtiefe gibt es nicht. Behandeln Sie die Angabe deshalb als Schutz bei Missgeschicken, nicht als Freigabe fürs Schwimmen.

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