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Asus: Pause im Smartphone-Geschäft

Von Alexander Müller Aktualisiert am 22. Juli 2026 Datenbasis: Herstellerangaben, EU-Label 6 Minuten Lesezeit

Kurzantwort

Asus bringt 2026 keine neuen Smartphones auf den Markt. Der Hersteller hat Mobilfunkpartnern mitgeteilt, dass weder ein neues Zenfone noch ein neues ROG Phone erscheint; intern ist von einer Pause die Rede, nicht von einem sofortigen Ausstieg. Für vorhandene Geräte gilt: Software-Updates, Garantie und Reparaturen laufen weiter. Die Update-Zusage war ohnehin nie eine Stärke der Marke – zuletzt zwei Android-Versionen und fünf Jahre Sicherheitsupdates, davor sogar nur zwei Jahre. Ob 2027 wieder Geräte kommen, ist offen.

Asus ist vor allem für Mainboards, Laptops und Grafikkarten bekannt; die Smartphone-Sparte lief seit Jahren nebenher. Anfang 2026 hat der Hersteller bestätigt, in diesem Jahr keine neuen Modelle vorzustellen – für die Kaufberatung ist das die wichtigste Information.

Was genau angekündigt wurde

Asus hat gegenüber Mobilfunkpartnern erklärt, dass 2026 keine neuen Android-Smartphones erscheinen. Ein Zenfone-Nachfolger und ein neues ROG Phone entfallen damit für dieses Jahr. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die Sparte organisatorisch bestehen bleibt und Wartung, Software-Updates und Garantieleistungen unverändert weiterlaufen.

Was sich für Bestandsgeräte ändert und was nicht. Nach Angaben des Herstellers, Stand Juli 2026.
BereichStatus
Software- und Sicherheitsupdateslaufen im zugesagten Rahmen weiter
Garantie und Reparaturunverändert
Neue Modelle 2026entfallen
Rückkehr 2027offen, nicht terminiert

Pause oder Ausstieg?

Offiziell ist von einer Auszeit die Rede. Branchenbeobachter weisen allerdings darauf hin, dass sich eine einmal gestoppte Smartphone-Sparte erfahrungsgemäß schwer wiederbeleben lässt – Lieferantenbeziehungen, Entwicklungsteams und Handelsplätze gehen in der Zwischenzeit verloren. Für Ihre Kaufentscheidung sollten Sie deshalb vom ungünstigeren Fall ausgehen.

Die zwei Zahlen, auf die es ankommt

Seit Juni 2025 stehen auf jedem neu verkauften Smartphone zwei Werte, die mehr über die tatsächliche Nutzungsdauer sagen als jedes Datenblatt: die Reparierbarkeitsklasse von A bis E und die Akku-Ladezyklen. Dazu kommt die Update-Zusage des Herstellers. Alle drei zusammen ergeben die Kosten pro Nutzungsjahr – die ehrlichere Vergleichsgröße als der Kaufpreis.

Die Update-Zusage war schon vorher die Schwachstelle

Asus hat bei der Softwarepflege jahrelang unterdurchschnittlich abgeschnitten. Lange gab es lediglich zwei Jahre Updates; erst spät wurde auf zwei Android-Versionen und fünf Jahre Sicherheitsupdates erhöht. Bei Geräten, die zuletzt weit über 1.000 Euro kosteten, ist das eine schwache Bilanz.

Zum Vergleich: Samsung und Google geben inzwischen sechs bis sieben Android-Versionen. Auf die Kosten pro Nutzungsjahr gerechnet war Asus damit schon vor der Pause eine der teuersten Optionen im Markt.

Kaufpreis und Update-Dauer ergeben die Kosten pro Nutzungsjahr Rechenbeispiel: Ein günstigeres Gerät mit nur zwei Jahren Update-Versorgung verursacht höhere Kosten pro Nutzungsjahr als ein teureres Gerät mit sieben Jahren Versorgung. Der Kaufpreis allein ist damit keine belastbare Vergleichsgröße. Die ehrlichere Vergleichsgröße Kaufpreis geteilt durch die Jahre zugesicherten Supports – schematisch günstiges Gerät niedriger Kaufpreis nur 2 Jahre Updates hohe Kosten pro Jahr teureres Gerät höherer Kaufpreis 7 Jahre Updates niedrige Kosten pro Jahr Dazu kommt die Reparierbarkeitsklasse: Ein Displaytausch kann je nach Modell das Doppelte bis Dreifache kosten.
Erst Kaufpreis, Update-Dauer und Reparaturkosten zusammen ergeben ein realistisches Bild.

Was die Marke ausgemacht hat

Zwei Linien haben das Angebot geprägt. Das Zenfone war jahrelang das einzige kompakte Spitzenmodell im Android-Markt – ein Alleinstellungsmerkmal, das mit dem Wechsel zu größeren Gehäusen verloren ging. Das ROG Phone war eines der ersten Spielesmartphones überhaupt: aktive Kühlung, Schultertasten, sehr hohe Bildwiederholraten.

Technisch waren die Geräte durchweg hochwertig. Das Problem lag nie im Datenblatt, sondern im Preis und in der Softwarepflege – und in einem Markt, in dem Nischenanbieter zunehmend zwischen den großen Herstellern zerrieben werden.

Lohnt sich jetzt noch ein Kauf?

  • Restlaufzeit prüfen. Die Frist läuft ab Marktstart des Modells. Ein Gerät aus dem Restbestand hat oft schon ein bis zwei Jahre der ohnehin knappen Zusage verbraucht.
  • Ersatzteile mitdenken. Solange die Sparte besteht, ist Service zugesagt. Bei einem Hersteller in der Pause ist das mittelfristig der unsicherste Punkt.
  • Wiederverkaufswert. Marken ohne Neugeschäft verlieren am Gebrauchtmarkt erfahrungsgemäß schneller an Wert.
  • Für Spielesmartphones gibt es kaum gleichwertigen Ersatz – am ehesten bei der Konzernmarke Red Magic, siehe ZTE.

Für wen Asus noch infrage kommt

Das bleibt

  • Zugesagte Updates und Garantie laufen weiter
  • Sehr hochwertige Hardware in beiden Reihen
  • Spielesmartphones mit Ausstattung, die es kaum sonst gibt
  • Restbestände teils deutlich reduziert

Das spricht gegen einen Neukauf

  • Keine neuen Modelle 2026, Rückkehr offen
  • Nur zwei Android-Versionen und fünf Jahre Patches
  • Hohe Preise bei kurzer Versorgung
  • Ersatzteilversorgung langfristig unklar
  • Schnellerer Wertverlust am Gebrauchtmarkt
Verbleibende Update-Dauer je nach Alter des Modells Darstellung der Restlaufzeit: Bei einer Zusage von sieben Jahren ab Marktstart hat ein neu erschienenes Modell die volle Dauer, ein ein Jahr altes Modell noch sechs Jahre, ein drei Jahre altes noch vier Jahre. Die Frist läuft ab Marktstart des Modells, nicht ab dem Kaufdatum. Restlaufzeit läuft ab Marktstart Beispiel bei sieben Jahren Zusage – nicht ab Ihrem Kaufdatum neu erschienen 7 Jahre 1 Jahr alt 6 Jahre 3 Jahre alt 4 Jahre
Ein Vorjahresmodell verliert oft mehr Preis als Restlaufzeit – deshalb ist es häufig der bessere Kauf.

Fazit

Für Bestandskunden ist die Lage überschaubar: Updates, Garantie und Reparaturen laufen im zugesagten Rahmen weiter. Notieren Sie sich, wann die Versorgung Ihres Modells endet, und planen Sie den Wechsel danach.

Für einen Neukauf spricht wenig. Zwei Android-Versionen bei Preisen im Flaggschiff-Bereich waren schon vor der Pause schwer zu rechtfertigen; mit der ungewissen Zukunft der Sparte kommt ein zweites Risiko dazu. Wer kompakte Spitzenmodelle sucht, wird bei Google und Samsung am ehesten fündig – mit deutlich längerer Versorgung.

Langlebigkeit vergleichen

Update-Dauer und Reparierbarkeit ergeben zusammen die Kosten pro Nutzungsjahr.

Update-Garantien vergleichen EU-Label lesen lernen Alle 26 Marken vergleichen

Häufige Fragen zu Asus-Smartphones

Baut Asus noch Smartphones?

2026 erscheinen keine neuen Modelle. Asus hat Mobilfunkpartnern mitgeteilt, dass weder ein neues Zenfone noch ein neues ROG Phone kommt. Offiziell ist von einer Pause die Rede, nicht von einem sofortigen Ausstieg – die Sparte bleibt organisatorisch bestehen.

Bekomme ich weiterhin Updates für mein Asus-Handy?

Ja. Der Hersteller betont, dass Software-Updates, Garantieleistungen und Reparaturen für vorhandene Geräte unverändert weiterlaufen. Maßgeblich bleibt die ursprüngliche Zusage für Ihr Modell – zuletzt zwei Android-Versionen und fünf Jahre Sicherheitsupdates.

Wie lange bekommt ein Asus-Smartphone Updates?

Zuletzt galten zwei große Android-Versionen und fünf Jahre Sicherheitsupdates. Davor waren es sogar nur zwei Jahre insgesamt. Gemessen an den Preisen der Geräte, die zuletzt weit über 1.000 Euro lagen, war das schon vor der Pause eine schwache Bilanz.

Kommt 2027 ein neues Zenfone oder ROG Phone?

Das ist offen und nicht terminiert. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass sich eine einmal gestoppte Smartphone-Sparte erfahrungsgemäß schwer wiederbeleben lässt. Für eine Kaufentscheidung sollten Sie vom ungünstigeren Fall ausgehen.

Lohnt sich ein Asus aus dem Abverkauf?

Nur nach Prüfung der Restlaufzeit. Die Update-Frist läuft ab Marktstart des Modells, nicht ab Ihrem Kaufdatum – bei einer ohnehin kurzen Zusage bleibt von zwei Android-Versionen wenig übrig, wenn das Gerät schon ein Jahr im Handel steht.

Was war das Besondere am Zenfone?

Es war jahrelang das einzige kompakte Spitzenmodell im Android-Markt: Flaggschiff-Technik in einem Gehäuse, das sich einhändig bedienen ließ. Mit dem Wechsel zu größeren Gehäusen ab der elften Generation ging dieses Alleinstellungsmerkmal verloren.

Gibt es Alternativen zum ROG Phone?

Nur wenige. Spielesmartphones mit aktiver Kühlung, Schultertasten und sehr hohen Bildwiederholraten sind eine kleine Nische. Am ehesten findet sich Vergleichbares bei der Marke Red Magic, die zum ZTE-Konzern gehört.

Funktioniert ein Asus in allen deutschen Netzen?

Bei offiziell in Deutschland verkauften Geräten ja, inklusive LTE, 5G, VoLTE und WLAN Call. Bei Importgeräten aus Taiwan oder den USA sollten Sie die Bandliste prüfen.

Quellen und Stand: Support-Zusagen des Herstellers auf den offiziellen Update-Seiten · EU-Energielabel nach Verordnung (EU) 2023/1669, verpflichtend seit 20.06.2025 · EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670 · Stichprobenerhebung von connect zu Reparaturkosten · eigene Einordnung.

Update-Zusagen und Label-Werte sind Herstellerangaben und beziehen sich auf einzelne Modellreihen, nicht auf das gesamte Sortiment. Wir nennen bewusst keine Gerätepreise und keine tagesaktuellen Modellstände, da beides schnell veraltet. Prüfen Sie vor dem Kauf die Angaben zum konkreten Modell. Stand dieser Seite: 22. Juli 2026.