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ZTE: günstige Handys, Updates nur im EU-Mindestmaß

ZTE veröffentlicht keine eigene Update-Zusage, weder Jahre noch Enddaten je Modell. Für Geräte, die seit dem 20. Juni 2025 in der EU verkauft werden, gilt das EU-Mindestmaß: Updates bis mindestens fünf Jahre nach dem Verkaufsende des Modells. Genau diese fünf Jahre trägt ZTE in allen acht Smartphone-Datenblättern der EU-Datenbank ein. Wie viele neue Android-Versionen ein Gerät bekommt, bleibt offen.

Von Geprüft am 6 Min. Lesezeit

Zwei günstige Smartphones liegen mit der Rückseite nach oben auf einem hellen Regal, daneben Schlüssel und Sonnenbrille
Bild: KI-generiert

ZTE verkauft in Deutschland vor allem günstige Smartphones: die Blade-Modelle und seit März 2026 die V80-Reihe. Wer bei dieser Marke nach einer Update-Zusage sucht, findet auf den Produktseiten nichts – keine Zahl an Android-Versionen, kein Enddatum, keine Übersicht je Modell. Eine belastbare Zahl gibt es trotzdem. Sie steht im EU-Datenblatt, das seit Juni 2025 zu jedem neu in Verkehr gebrachten Smartphone gehört.

Keine eigene Frist, aber fünf Jahre im EU-Datenblatt

Die Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670 gilt für Smartphones, die seit dem 20. Juni 2025 in der EU in Verkehr gebracht werden. Die EU-Kommission fasst die Update-Regel so zusammen: Updates des Betriebssystems müssen mindestens fünf Jahre ab dem Verkaufsende des letzten Geräts eines Modells verfügbar sein. Gezählt wird also weder ab Marktstart noch ab Ihrem Kaufdatum.

Zusätzlich muss jeder Hersteller im Produktdatenblatt angeben, wie lange er Sicherheits-, Korrektur- und Funktionsupdates mindestens garantiert. Wir haben am 4. Oktober 2026 alle ZTE-Einträge der EU-Produktdatenbank EPREL ausgewertet. Bei allen acht Smartphones steht derselbe Wert: fünf Jahre – genau das gesetzliche Minimum.

ZTE verspricht damit nichts über das Pflichtmaß hinaus, unterschreitet es aber auch nicht. Offen bleibt, wie viele neue Android-Versionen ein Gerät erhält: Die Verordnung regelt, wie lange Updates verfügbar sein müssen, nicht ihre Zahl. Wie andere Marken ihre Zusagen zählen, vergleicht der Ratgeber zur Update-Politik der Hersteller; dort rechnet ein Werkzeug auch die Restlaufzeit einzelner Modelle aus.

Welche ZTE-Smartphones in der EU-Datenbank stehen

Die Tabelle fasst die acht Datenblätter zusammen. Die Sturzklasse gibt an, wie viele Stürze aus einem Meter Höhe ein Gerät im genormten Test ohne Defekt übersteht: A ab 270, B ab 180, C ab 90, D ab 45.

ZTE-Smartphones im EU-Produktdatenblatt (EPREL), eigene Auswertung, Stand 4. Oktober 2026
Modell (Kennung)in Verkehr seitUpdates mindestensReparierbarkeitAkku selbst tauschbarSturzklasseSchutzart
A57 (Z2581)Juli 20265 JahreBjaCIP64
V80 Max (Z2577)März 20265 JahreBjaAIP64
V80 Pro (Z2576)März 20265 JahreBjaDIP64
V80 Vita (Z2575)März 20265 JahreBjaDIP64
Blade A36 (Z2472)August 20255 JahreBjaDIP54
Blade A56 (Z2473)Juni 20255 JahreBneinDIP54
Blade A76 5G (Z2469N)Juni 20255 JahreBjaDIP54
Blade V70 (Z2459)Januar 20255 JahreBjaDIP54

Auffällig ist der Akku. Bei sieben der acht Modelle steht im Datenblatt, dass Nutzer ihn selbst wechseln können. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Bei Doogee und Ulefone trifft das laut EU-Datenbank auf kein einziges Smartphone zu. Wie ein Tausch abläuft und was er kostet, erklärt der Ratgeber Akku tauschen.

Bei den 2026 eingeführten Modellen ist die Schutzart auf IP64 gestiegen: staubdicht und gegen Spritzwasser geschützt, aber nicht zum Untertauchen gedacht. Auf der deutschen ZTE-Website stehen teils noch ältere Modelle wie das Blade V70 Vita, die in der Datenbank fehlen. Dafür gibt es zwei Erklärungen: Das Gerät kam vor dem Stichtag in den Handel, oder der Eintrag fehlt. In beiden Fällen haben Sie keine Grundlage, um ein Enddatum zu berechnen.

So rechnen Sie das Update-Ende aus

Weil die Frist erst mit dem Verkaufsende beginnt, steht das genaue Datum beim Kauf noch nicht fest. Einen Anhaltspunkt liefert die Datenbank: Dort können Hersteller eintragen, bis wann sie ein Modell in Verkehr bringen. Für die drei V80-Modelle steht dort der 28. Februar 2027, für das Blade V70 der 31. Dezember 2026.

Bleibt es dabei, müssen Updates für die V80-Reihe mindestens bis Februar 2032 verfügbar sein, für das Blade V70 bis Ende 2031. Verkauft ZTE ein Modell länger, verschiebt sich das Ende nach hinten. Die Einträge sind Herstellerangaben und können sich ändern.

Wann die Update-Pflicht für die V80-Reihe endetZeitleiste: 20. Juni 2025 – EU-Regel gilt: für alle neu in Verkehr gebrachten Smartphones; 1. März 2026 – Marktstart V80: Datenblatt: fünf Jahre Updates ab Verkaufsende; Oktober 2026 – Kauf: das Kaufdatum spielt für die Frist keine Rolle; 28. Februar 2027 – Verkaufsende laut Eintrag: ab hier laufen die fünf Jahre; Februar 2032 – Ende der Pflicht: frühestes Ende, wenn der Eintrag giltWann die Update-Pflicht für die V80-Reihe endetRechnung nach EU-Regel und Datenbank-Eintrag, Stand 4. Oktober 202620. Juni 2025EU-Regel giltfür alle neu inVerkehr gebrachtenSmartphones1. März 2026Marktstart V80Datenblatt: fünfJahre Updates abVerkaufsendeOktober 2026Kaufdas Kaufdatum spieltfür die Frist keineRolle28. Februar 2027Verkaufsende lautEintragab hier laufen diefünf JahreFebruar 2032Ende der Pflichtfrühestes Ende, wennder Eintrag giltQuellen: EU-Kommission, EPREL-Einträge Z2575, Z2576 und Z2577
Gezählt wird ab dem Verkaufsende – verkauft ZTE ein Modell länger, verschiebt sich das Ende nach hinten.

Für den Kauf im Laden hilft eine Faustregel: Solange ein Modell noch neu ausgeliefert wird, reicht die Pflicht mindestens fünf Jahre über den heutigen Tag hinaus. Vorsicht ist bei Restposten geboten, deren Modell schon länger nicht mehr in den Handel kommt – dort läuft die Frist womöglich bereits.

Reparatur: Klasse B und Ersatzteile über Servicepartner

Alle acht Modelle tragen auf dem EU-Label die Reparierbarkeitsklasse B, auf einer Skala von A bis E. Der Index dahinter bewertet sechs Kriterien, darunter Zerlegung, Werkzeug, Ersatzteile und Update-Dauer. Beim V80 Max etwa erreicht ZTE die Höchstwertung bei Ersatzteilen und Reparaturinformationen. Bei den Updates gibt es dagegen nur einen von fünf Punkten, weil fünf Jahre das Minimum sind. Wie der Index entsteht, erklärt der Ratgeber zum EU-Energielabel.

Ersatzteile muss ZTE nach der Ökodesign-Verordnung bis sieben Jahre nach dem Verkaufsende eines Modells liefern können. Richtpreise ohne Mehrwertsteuer veröffentlicht ZTE auf einer Abfrageseite; den verbindlichen Preis nennt erst ein autorisiertes Servicezentrum, nachdem es das Gerät geprüft hat. In der Garantiezeit sind Reparaturen kostenlos, danach zahlen Sie Teile und Arbeitszeit.

Als Herstellergarantie stehen im Datenblatt 24 Monate. Unabhängig davon haftet der Händler zwei Jahre für Mängel, die schon bei der Übergabe bestanden; die Unterschiede erklärt der Ratgeber Garantie und Gewährleistung. Als Kundenbetreuung nennt das Datenblatt eine E-Mail-Adresse mit chinesischer Endung und eine britische Telefonnummer – erster Ansprechpartner ist deshalb meist der Händler.

Rechenbeispiel: Was ein Jahr mit Updates kostet

Angenommen, ein V80-Modell kostet 180 Euro und Sie kaufen es im Oktober 2026. Gilt der Eintrag zum Verkaufsende, reicht die Update-Pflicht bis Februar 2032, also rund fünf Jahre und vier Monate. Geteilt durch 5,3 Jahre ergibt das knapp 34 Euro pro Jahr mit Updates. Ein Ersatzakku für angenommen 30 Euro hebt den Wert nur auf gut 39 Euro.

Zum Vergleich ein angenommener Restposten für 120 Euro, der vor Juni 2025 in Verkehr kam und kein Datenblatt hat. Hier gibt es keine Frist, mit der sich rechnen ließe. Planen Sie vorsichtig mit zwei Jahren, sind es 60 Euro pro Jahr – der niedrigere Kaufpreis führt zum teureren Jahr.

Mit eigenen Preisen rechnen Sie das im Ratgeber Handy-Preise pro Nutzungsjahr vergleichen nach. Im unteren Preisbereich lohnt der Blick auf Marken, die mehr zusagen: Samsung nennt für die A-Reihe sechs Jahre ab Marktstart, CMF sechs Jahre Sicherheitsupdates für das Phone 2 Pro.

Wofür ein ZTE-Handy passt

Die Stärke der Marke ist der niedrige Preis bei solider Grundausstattung. Die Akkus haben rund 5.000 mAh, beim V80 Max fast 6.000 mAh, und bei den meisten Modellen lässt sich der Akku selbst ersetzen. Sinnvoll ist ein ZTE als Zweitgerät, als Ersatz nach einem Defekt oder für Menschen, die vor allem telefonieren, schreiben und navigieren.

Weniger geeignet ist ein ZTE, wenn Sie ein Gerät sieben Jahre oder länger nutzen wollen. Das EU-Mindestmaß deckt rechnerisch fünf bis sechs Jahre ab, und ob große Android-Versionssprünge kommen, sagt ZTE nicht. Wer ein einfaches Gerät mit veröffentlichten Enddaten je Modell sucht, findet eine solche Tabelle zum Beispiel bei Doro.

Eng mit ZTE verbunden ist die Marke nubia mit den RedMagic-Spielehandys; deren EU-Datenblätter hat ebenfalls ZTE España eingetragen. Für RedMagic gibt es inzwischen eine eigene Update-Richtlinie – ein Schritt, den ZTE für die Blade- und V80-Modelle bisher nicht gegangen ist.

Drei Prüfungen vor dem Kauf

  1. Datenblatt aufrufen Der QR-Code auf dem EU-Label führt direkt zum Eintrag in der EPREL-Datenbank. Steht das Modell dort nicht, fehlt die Grundlage für die Fünf-Jahres-Rechnung.
  2. Patch-Stand ansehen Unter „Einstellungen“ und „Über das Telefon“ steht das Datum des letzten Sicherheitsupdates. Ist es beim Kauf schon viele Monate alt, kommen Updates offenbar nur selten.
  3. Akku und Schutzart vergleichen Ein selbst tauschbarer Akku verlängert die Nutzung. IP54 und IP64 schützen bei Regen; zum Untertauchen ist keines der ZTE-Modelle gedacht.

Restlaufzeit ausrechnen

Mit dem Enddatum aus dem Datenblatt lässt sich jedes Angebot in Kosten pro Jahr umrechnen – auch bei anderen Marken.

Quellen und Stand

  • EU-Kommission: Smartphones and Tablets – Updates mindestens fünf Jahre ab Verkaufsende, Ersatzteile sieben Jahre, Geltung ab 20. Juni 2025
  • EPREL-Produktdatenbank der EU: Produktdatenblatt ZTE Z2577 – fünf Jahre Updates, Reparierbarkeitsklasse B, Garantie 24 Monate; ausgewertet wurden alle acht ZTE-Smartphone-Einträge
  • EPREL: Smartphones und Slate-Tablets – öffentliche Suche nach Marke und Modellkennung
  • ZTE: ZTE Blade V70 Vita – Produktseite ohne Angabe zur Update-Dauer
  • ZTE: Spare Parts Price – Richtpreise ohne Mehrwertsteuer, Abwicklung über autorisierte Servicezentren

Geprüft am 4. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Funktioniert ein ZTE-Handy in allen deutschen Netzen?

Geräte, die offiziell in Deutschland verkauft werden, unterstützen in der Regel alle hier genutzten LTE-Frequenzen. Bei Importware sollten Sie im Datenblatt die Bänder 1, 3, 7, 8, 20 und 28 sowie VoLTE prüfen, also Telefonieren über das LTE-Netz. Ohne VoLTE weicht ein Gerät beim Telefonieren auf 2G aus, und auch dieses Netz soll in den kommenden Jahren enden.

Wo finde ich das EU-Datenblatt meines ZTE-Handys?

Das EU-Label auf der Verpackung und im Handel trägt einen QR-Code, der direkt zum Eintrag führt. Ohne Label hilft die öffentliche EPREL-Suche: Dort geben Sie die Marke und die Modellkennung ein, die bei ZTE mit einem „Z“ beginnt, etwa Z2577. Für Modelle, die nur vor dem 20. Juni 2025 in den Handel kamen, gibt es keinen Eintrag.

Ist ein ZTE-Handy für Online-Banking sicher genug?

Solange regelmäßig Sicherheitsupdates ankommen, spricht nichts dagegen. Entscheidend ist das Datum des letzten Patches: Liegt es trotz Suche nach Updates mehr als ein halbes Jahr zurück, sollten Sie Banking-Apps auf dem Gerät nicht mehr nutzen. Manche Apps verweigern auf veralteten Systemen ohnehin den Start.

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  • Smartphones Doro

    Enddatum für jedes Modell: Aurora bis 1. Januar 2031, Leva-Tastenhandys bis Ende 2030 oder März 2031.

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    Freie Android-Varianten schützen Daten, doch Google Wallet und manche Bank-Apps streiken dort.

  • Smartphones Seniorenhandy

    M4/T4 heißt hörgerätetauglich; im EU-Label fallen Doros Aurora-Modelle robuster aus als Emporias 7er.

  • Ausland Fair Use

    Je Euro Monatspreis stehen 2026 mindestens 1,53 GB im EU-Ausland zu, gerechnet ohne Mehrwertsteuer.