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Smartphones · MarkeZTE: viel Gerät fürs Geld, wenig Software-Verlässlichkeit
Kurzantwort
ZTE veröffentlicht keine verbindliche Update-Zusage und keine Übersicht mit Support-Enddaten – anders als fast alle größeren Wettbewerber. Die Praxis fällt entsprechend aus: meist ein bis zwei große Android-Versionen, unregelmäßige Sicherheitspatches, und einzelne Geräte kamen mit einer Android-Version auf den Markt, die zum Verkaufsstart bereits ein bis zwei Jahre alt war. Die Stärke liegt beim Preis: In der Einstiegsklasse bekommt man viel Ausstattung fürs Geld. Zum Konzern gehören außerdem die Untermarken nubia und Red Magic.
Bei ZTE ist die wichtigste Information eine Fehlanzeige: Es gibt keine öffentlich zugängliche Update-Politik. Für eine Kaufberatung, die Langlebigkeit zum Maßstab macht, ist das kein Nebenaspekt, sondern die zentrale Aussage.
Was sich über die Update-Versorgung sagen lässt
| Reihe | Android-Versionen in der Praxis | Sicherheitsupdates |
|---|---|---|
| Axon, Spitzenmodelle | 1–2 | unregelmäßig |
| Blade, Einstieg | 0–1 | unregelmäßig |
| nubia und Red Magic | 1–2 | unregelmäßig |
Zum Vergleich: Samsung gibt in der Einstiegsklasse inzwischen sechs Jahre, Google sieben. Selbst Marken, die als schwach gelten, veröffentlichen wenigstens gerätegenaue Enddaten – etwa Motorola und Xiaomi.
Prüfen Sie den Auslieferungsstand
Ein wiederkehrendes Muster bei dieser Marke: Geräte kommen mit einer Android-Version auf den Markt, die zum Verkaufsstart bereits ein bis zwei Jahre alt ist. Das verkürzt die nutzbare Lebensdauer von Anfang an – noch bevor die Frage nach Updates überhaupt gestellt wird. Prüfen Sie im Datenblatt, welche Android-Version installiert ist, und vergleichen Sie sie mit der aktuellen.
Die zwei Zahlen, auf die es ankommt
Seit Juni 2025 stehen auf jedem neu verkauften Smartphone zwei Werte, die mehr über die tatsächliche Nutzungsdauer sagen als jedes Datenblatt: die Reparierbarkeitsklasse von A bis E und die Akku-Ladezyklen. Dazu kommt die Update-Zusage des Herstellers. Alle drei zusammen ergeben die Kosten pro Nutzungsjahr – die ehrlichere Vergleichsgröße als der Kaufpreis.
Was die EU-Vorgabe daran ändert
Seit dem 20. Juni 2025 verlangt die EU-Ökodesign-Verordnung für neu verkaufte Smartphones Software-Support über mindestens fünf Jahre. Formal gilt das auch für ZTE. Wie belastbar diese Vorgabe in der Praxis ist, wird derzeit allerdings von mehreren Herstellern getestet – die Auseinandersetzung um die Auslegung ist auf unserer Motorola-Seite beschrieben.
Für Ihre Kaufentscheidung heißt das: Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Regel Ihnen automatisch fünf Jahre garantiert. Maßgeblich ist, was der Hersteller im Datenblatt einträgt – und bei ZTE ist das die schwächste Informationslage im gesamten Vergleich.
Die Marken unter einem Dach
Neben der Hauptmarke führt der Konzern zwei weitere Linien: nubia für design- und kameraorientierte Geräte und Red Magic für Spielesmartphones mit aktiver Kühlung und hohen Bildwiederholraten. Technisch überschneiden sich die Modelle stark; ein Gerät wird gelegentlich unter zwei Namen in verschiedenen Regionen verkauft.
Für die Update-Frage macht das keinen Unterschied – die Informationslage ist bei allen drei Marken gleich dünn.
Wofür die Geräte trotzdem taugen
Es gibt Fälle, in denen ZTE eine vernünftige Wahl ist. Als Zweitgerät, als Telefon für unterwegs, als günstiger Ersatz nach einem Defekt oder als Gerät für jemanden, der vor allem telefonieren und Nachrichten schreiben will. In diesen Rollen zählt der Kaufpreis mehr als die Versorgung über sechs Jahre.
Auch die Spielesmartphones der Konzernmarke haben ihre Berechtigung: aktive Kühlung, hohe Bildwiederholraten und Schultertasten gibt es in dieser Form kaum anderswo. Wer danach sucht, weiß in der Regel, worauf er sich einlässt.
Für wen sich ZTE eignet
Dafür spricht die Marke
- Sehr niedrige Einstiegspreise
- Ordentliche Ausstattung im Verhältnis zum Preis
- Spielesmartphones mit Ausstattung, die es kaum sonst gibt
- Große Akkus in der Einstiegsklasse
- Als Zweit- oder Ersatzgerät gut brauchbar
Das spricht dagegen
- Keine verbindliche Update-Zusage, keine Enddaten
- Meist nur ein bis zwei große Android-Versionen
- Sicherheitspatches unregelmäßig
- Geräte starten teils mit veralteter Android-Version
- Dünnes Servicenetz und geringer Wiederverkaufswert
Vor dem Kauf prüfen
- Welche Android-Version installiert ist – bei dieser Marke der wichtigste Punkt, weil Geräte häufig veraltet ausgeliefert werden.
- Wann der letzte Sicherheitspatch stammt – lässt sich im Handel am Ausstellungsgerät in den Einstellungen nachsehen.
- Realistische Nutzungsdauer – planen Sie mit zwei bis drei Jahren, nicht mit sechs.
- Reparierbarkeitsklasse auf dem Label – bei niedrigen Preisen entscheidet sie darüber, ob sich eine Reparatur lohnt oder ein Neukauf günstiger ist.
Fazit
ZTE baut brauchbare Geräte zu niedrigen Preisen – aber die Software-Versorgung ist die schwächste in diesem Vergleich, und zwar nicht wegen kurzer Fristen, sondern weil es gar keine veröffentlichten Fristen gibt. Wer nicht weiß, wie lange ein Gerät versorgt wird, kann die Kosten pro Nutzungsjahr nicht ausrechnen.
Als Zweit- oder Übergangsgerät ist das vertretbar. Als Hauptgerät für die nächsten Jahre nicht: In derselben Preisklasse bieten Samsung und CMF inzwischen sechs Jahre Sicherheitsupdates – bei überschaubarem Aufpreis.
Langlebigkeit vergleichen
Update-Dauer und Reparierbarkeit ergeben zusammen die Kosten pro Nutzungsjahr.
Update-Garantien vergleichen EU-Label lesen lernen Alle 26 Marken vergleichenHäufige Fragen zu ZTE-Smartphones
Wie lange bekommt ein ZTE-Handy Updates?
Der Hersteller veröffentlicht dazu keine verbindliche Zusage und keine Übersicht mit Support-Enddaten. In der Praxis erhalten die Geräte meist ein bis zwei große Android-Versionen, Sicherheitspatches erscheinen unregelmäßig. Das ist die schwächste Informationslage unter den größeren Marken.
Warum läuft auf neuen ZTE-Geräten eine alte Android-Version?
Das ist ein wiederkehrendes Muster bei dieser Marke: Geräte kommen mit einer Android-Version auf den Markt, die zum Verkaufsstart bereits ein bis zwei Jahre alt ist. Das verkürzt die nutzbare Lebensdauer von Anfang an. Prüfen Sie den Auslieferungsstand vor dem Kauf.
Gilt die EU-Update-Pflicht nicht auch für ZTE?
Formal ja – die Ökodesign-Verordnung gilt seit Juni 2025 für alle in der EU verkauften Smartphones. Wie belastbar sie ist, wird derzeit allerdings von mehreren Herstellern getestet. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf die Regel, sondern auf das, was im Datenblatt zum konkreten Gerät steht.
Was ist der Unterschied zwischen ZTE, nubia und Red Magic?
Alle drei gehören zum selben Konzern. ZTE führt die Hauptmarke mit Blade und Axon, nubia steht für design- und kameraorientierte Geräte, Red Magic für Spielesmartphones mit aktiver Kühlung. Technisch überschneiden sich die Modelle stark, teils wird ein Gerät regional unter zwei Namen verkauft.
Sind ZTE-Handys sicher?
Solange aktuelle Sicherheitspatches installiert sind, ja. Das Problem ist die Regelmäßigkeit: Ohne veröffentlichte Zusage lässt sich nicht planen, wie lange ein Gerät versorgt wird. Prüfen Sie den Stand des letzten Patches – am Ausstellungsgerät im Handel geht das in den Einstellungen.
Wann lohnt sich ein ZTE-Smartphone?
Als Zweitgerät, als Telefon für unterwegs, als günstiger Ersatz nach einem Defekt oder für jemanden, der vor allem telefonieren und Nachrichten schreiben will. In diesen Rollen zählt der Kaufpreis mehr als eine Versorgung über sechs Jahre.
Was ist die bessere Alternative in derselben Preisklasse?
Samsung bietet in der Einstiegsklasse inzwischen sechs Jahre Sicherheitsupdates, CMF by Nothing ebenfalls sechs Jahre bei Preisen unter 300 Euro. Der Aufpreis ist überschaubar und rechnet sich über die Nutzungsdauer meist schon im dritten Jahr.
Funktioniert ein ZTE in allen deutschen Netzen?
Bei offiziell in Deutschland verkauften Geräten ja. Bei sehr günstigen Modellen lohnt der Blick darauf, ob 5G überhaupt unterstützt wird – einzelne Einsteigergeräte sind weiterhin reine LTE-Geräte. Bei Importware sollten Sie zusätzlich die Bandliste prüfen.
Quellen und Stand: Support-Zusagen des Herstellers auf den offiziellen Update-Seiten · EU-Energielabel nach Verordnung (EU) 2023/1669, verpflichtend seit 20.06.2025 · EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670 · Stichprobenerhebung von connect zu Reparaturkosten · eigene Einordnung.
Update-Zusagen und Label-Werte sind Herstellerangaben und beziehen sich auf einzelne Modellreihen, nicht auf das gesamte Sortiment. Wir nennen bewusst keine Gerätepreise und keine tagesaktuellen Modellstände, da beides schnell veraltet. Prüfen Sie vor dem Kauf die Angaben zum konkreten Modell. Stand dieser Seite: 22. Juli 2026.