Smartphones
CMF by Nothing: Was das günstige Phone 2 Pro an Updates bietet
CMF ist die günstige Marke von Nothing, und ihr einziges Smartphone im deutschen Nothing-Shop ist das CMF Phone 2 Pro. Es bekommt sechs Jahre Sicherheitsupdates bis April 2031, aber nur drei Jahre neue Android-Versionen bis April 2028. Im EU-Label steht Reparierbarkeitsklasse C. Wer heute kauft, hat noch rund viereinhalb Jahre Sicherheitsupdates vor sich.

CMF ist die günstigere Marke von Nothing. Unter dem Namen verkauft Nothing vor allem Kopfhörer und Smartwatches, etwa die CMF Buds 2 und die CMF Watch 3 Pro. Smartphones gibt es im deutschen Nothing-Shop genau eines: das CMF Phone 2 Pro, seit dem Frühjahr 2025 im Handel. Es übernimmt die Update-Logik der Mutter. Drei Jahre neue Android-Versionen, sechs Jahre Sicherheitsupdates, gezählt ab dem Verkaufsstart.
Zwei Fristen, drei Jahre auseinander
Nothing nennt für das CMF Phone 2 Pro drei Jahre Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches. Laut unserer Datenliste endet die erste Frist im April 2028, die zweite im April 2031. Ab 2028 kommen also keine neuen Android-Versionen mehr, aber weiterhin Patches gegen Sicherheitslücken.
Für den Alltag ist das zweite Datum wichtiger. Die sichere Nutzung hängt an den Sicherheitspatches; neue Android-Versionen bringen vor allem neue Funktionen und Bedienoberflächen. Ausgeliefert wurde das Gerät mit Nothing OS 3.2 auf Basis von Android 15. Wichtig ist der Startpunkt der Zählung: Beide Fristen laufen ab dem Verkaufsstart im Frühjahr 2025, nicht ab dem Tag, an dem Sie kaufen. Ein Gerät, das heute über den Ladentisch geht, hat also schon anderthalb Jahre seiner Zusage verbraucht.
| Modell | Marktstart | Updates bis | Art der Angabe |
|---|---|---|---|
| CMF Phone 2 Pro | April 2025 | April 2031 | Jahre ab Marktstart |
Warum die EU-Frist hier einen Monat länger läuft
In der EU-Produktdatenbank EPREL, wo das Gerät unter der Modellkennung A001 eingetragen ist, steht für das CMF Phone 2 Pro ein Verkaufsende am 31. Mai 2026. Nach der Ökodesign-Verordnung müssen Sicherheitsupdates ab diesem Tag noch mindestens fünf Jahre lang kommen, also bis Ende Mai 2031. Das liegt einen Monat hinter der Herstellerzusage. Für Sie gilt das spätere Datum.
Das Verkaufsende passt zum Shop: Beim Abruf am 4. Oktober 2026 war das Gerät im deutschen Nothing-Shop als ausverkauft gekennzeichnet. Wer es jetzt noch im Handel findet, kauft Lagerware. Die Update-Uhr läuft trotzdem ab dem Verkaufsstart im Jahr 2025.
Speicherkarte ja, eSIM nein
Das CMF Phone 2 Pro nimmt microSD-Karten mit bis zu 2 TB auf und hat zwei Steckplätze für Nano-SIM-Karten. Eine eSIM gibt es laut Datenblatt nur in Japan, nicht in Deutschland. Wer seinen Tarif auf eine eSIM umstellen will, braucht ein anderes Gerät; die Unterschiede erklärt der Vergleich eSIM oder SIM-Karte. Für zwei Rufnummern reichen die beiden Nano-SIM-Plätze, mehr dazu unter Dual-SIM.
NFC zum kontaktlosen Bezahlen ist an Bord, wie es der Ratgeber Mit dem Handy bezahlen beschreibt. Im Inneren arbeitet ein MediaTek Dimensity 7300 Pro, der Bildschirm zeigt bis zu 120 Bilder pro Sekunde, und Nothing nennt ein Vier-Kamera-System mit einem Teleobjektiv mit 50 Megapixeln. Der Akku hat 5.000 mAh und lädt mit bis zu 33 Watt. Laut Nothing bleiben nach 1.200 Ladezyklen über 90 Prozent der Kapazität; das EU-Label nennt 1.400 Zyklen bis 80 Prozent. Tipps für einen langlebigen Akku stehen im Ratgeber zur Akkulaufzeit. Gegen Staub und Spritzwasser schützt die Schutzart IP54.
Typisch für CMF sind die sichtbaren Edelstahlschrauben auf der Rückseite und ein Befestigungspunkt für Zubehör. Im Karton liegen laut Nothing eine Hülle, ein USB-C-Kabel und eine bereits aufgebrachte Displayschutzfolie; ein Netzteil führt Nothing im Lieferumfang nicht auf. Für die volle Ladeleistung nennt das EU-Datenblatt ein Netzteil mit 33 Watt, mehr dazu in der Kaufberatung Ladegerät und Netzteil. Im EU-Label erreicht das Gerät Energieeffizienzklasse A und eine genormte Laufzeit von rund 54 Stunden je Ladung. Welche anderen Geräte noch einen Kartenplatz haben, zeigt die Übersicht Handys mit Speicherkarte.
Das CMF Phone 2 Pro neben den günstigen Nothing-Modellen
Wer beim CMF landet, schaut meist auch auf die günstigen Modelle der Mutter. Wir haben die belegten Angaben nebeneinandergestellt. Bei Schutzart und Reparierbarkeit liegen die Geräte nah beieinander, bei der Update-Dauer nicht.
| Modell | Android-Updates bis | Sicherheitsupdates bis | eSIM in Deutschland | Schutzart | Reparierbarkeit | Energieklasse |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CMF Phone 2 Pro | April 2028 | April 2031 | nein | IP54 | C (2,81 Punkte) | A |
| Nothing Phone (3a) Lite | Oktober 2028 | Oktober 2031 | nein | IP54 | C (2,83 Punkte) | A |
| Nothing Phone (4a) | März 2029 | März 2032 | nein | IP64 | C (3,14 Punkte) | B |
| Nothing Phone (4b) | Juli 2029 | Juli 2032 | nein | IP64 | C (2,94 Punkte) | A |
Das Phone (3a) Lite kam ein halbes Jahr nach dem CMF auf den Markt und ist entsprechend länger versorgt. Phone (4a) und (4b) sind ein knappes bzw. ein gutes Jahr länger im Support und mit IP64 staubdicht statt nur staubgeschützt; gegen Wasser schützen alle vier Geräte gleich, nämlich gegen Spritzwasser. Einen Speicherkartenplatz nennt Nothing in den Datenblättern nur beim CMF.
Lagerware und Gebrauchtkauf: vier Punkte vor dem Kauf
- Restlaufzeit ausrechnen Sicherheitsupdates gibt es bis April 2031, neue Android-Versionen bis April 2028 – egal, wann Sie kaufen.
- Herkunft prüfen Laut Nothing fehlt NFC bei Geräten für den indischen Markt. Achten Sie bei Importware darauf, dass Sie die europäische Ausführung bekommen.
- SIM-Bedarf klären Brauchen Sie eine eSIM, etwa für einen Tarif, der nur als eSIM angeboten wird, ist das CMF die falsche Wahl.
- Rechnung aufheben Garantie und Gewährleistung laufen ab dem Kaufdatum. Bei gebrauchten Geräten hilft die Rechnung des Erstkäufers, eine noch laufende Herstellergarantie nachzuweisen.
Weitere Prüfpunkte für gebrauchte Geräte stehen im Ratgeber Gebrauchtes Handy kaufen.
Reparierbarkeit: Klasse C, ähnlich wie bei Nothing
Im EU-Label erreicht das CMF Phone 2 Pro 2,81 Punkte und damit Klasse C, die ab 2,55 Punkten beginnt. Die Werte ähneln denen des Nothing Phone (3a) Lite mit 2,83 Punkten. Schwachpunkt ist auch hier die Zerlegungstiefe mit 2,4 von 5 Punkten, also die Zahl der Arbeitsschritte bis zu den wichtigen Teilen. Bei den Befestigungen kommt das Gerät auf 4,1, bei den Werkzeugen auf 3,65 Punkte.
Im Datenblatt ist der Akku als vom Nutzer austauschbar eingetragen. Nach den EU-Regeln heißt das: Der Tausch muss mit einfachem oder handelsüblichem Werkzeug möglich sein, nicht unbedingt ohne Werkzeug. In der Sturzprüfung erreicht das Gerät Klasse C. Wie Sie das Label lesen, erklärt der Ratgeber zum EU-Energielabel.
Rechenbeispiel: viereinhalb Jahre für wenig Geld
Angenommen, das CMF Phone 2 Pro kostet 230 Euro und das Nothing Phone (4b) 330 Euro. Ab Oktober 2026 bleiben beim CMF 54 Monate Sicherheitsupdates bis April 2031, beim Phone (4b) 69 Monate bis Juli 2032. Pro Jahr sind das rund 51 Euro beim CMF und rund 57 Euro beim Phone (4b).
Mit der EU-Frist bis Mai 2031 kommt das CMF auf 55 Monate und rund 50 Euro pro Jahr. Das günstige Gerät bleibt also auch auf die Jahre gerechnet vorn. Der Vorsprung schmilzt, sobald Ihnen neue Android-Versionen wichtig sind: Sie enden beim CMF im April 2028, beim Phone (4b) erst im Juli 2029. Mit eigenen Preisen rechnet der Rechner für die Update-Restlaufzeit.
Service und Alternativen
Für Reparaturen und Garantiefälle ist der Kundenservice von Nothing zuständig; die Serviceanfrage stellen Sie online im Support-Center und verfolgen dort den Stand. Die Herstellergarantie beträgt laut EU-Datenblatt zwei Jahre. Weil das Modell nach dem 20. Juni 2025 noch verkauft wurde, gilt auch die EU-Pflicht für Ersatzteile: Akku, Display und weitere Teile muss Nothing bis sieben Jahre nach dem Verkaufsende bereithalten, also bis Mai 2033. Mehr zur Mutter steht auf der Seite über Nothing.
Wer etwas mehr ausgeben kann, findet bei Google sieben Jahre Updates auch für die günstigere a-Reihe; Samsung gibt der Galaxy-A-Reihe sechs Jahre. Die Details stehen auf den Seiten zu Google und Samsung, alle Marken vergleicht die Smartphone-Übersicht.
Quellen und Stand
- Nothing: CMF Phone 2 Pro – Update-Zusage, Speicher, eSIM, NFC, Akku, Schutzart
- Nothing: Smartphones – Sortiment im deutschen Shop
- Nothing: Phone (4b), Phone (4a) und Phone (3a) Lite – Vergleichsmodelle
- Nothing: CMF – Produkte der Marke im deutschen Shop
- Nothing: Kundenservice – Serviceanfrage und Reparatur
- EU-Produktdatenbank EPREL: CMF Phone 2 Pro (A001) – Reparierbarkeit, Verkaufsende 31. Mai 2026
- EU-Produktdatenbank EPREL: Nothing Phone (3a) Lite (A001T), Phone (4a) und Phone (4b) – Vergleichswerte
- EU: Verordnung (EU) 2023/1670 – Updates mindestens fünf Jahre nach Verkaufsende, Regeln zum Akkutausch
Geprüft am 4. Oktober 2026.
Häufige Fragen
Gehört CMF zu Nothing?
Ja. CMF ist eine Marke von Nothing; die Smartphones laufen mit Nothing OS und werden im Nothing-Shop verkauft. Service, Garantie und Updates kommen ebenfalls von Nothing.
Welche Android-Version hat das CMF Phone 2 Pro?
Ausgeliefert wurde es mit Nothing OS 3.2 auf Basis von Android 15. Neue Android-Versionen sind bis April 2028 zugesagt. Welche Version das Gerät dann erreicht, hängt von Nothings Zeitplan ab.
Kann ich mit dem CMF Phone 2 Pro mit Google Pay bezahlen?
Ja. Das Datenblatt nennt NFC und die Unterstützung für Google Pay. Ausgenommen sind Geräte für den indischen Markt, denen NFC fehlt; achten Sie bei Importware darauf.
Ist das CMF Phone 2 Pro wasserdicht?
Nein. Die Schutzart IP54 steht für Schutz gegen Staub und Spritzwasser aus allen Richtungen, nicht gegen Untertauchen. Flüssigkeitsschäden außerhalb dieser Prüfbedingungen deckt die Garantie laut Nothing nicht ab.
Passt dazu
-
Smartphones Doogee100 EU-Datenblätter ausgewertet: 79 Modelle mit IP68, 70 mit Sturzklasse A, keins mit Wechselakku.
-
Smartphones EmporiaSieben Jahre gelten nur für Ersatzteile: Software laut EU-Datenblatt fünf Jahre ab Verkaufsende.
-
Smartphones FairphoneUpdates bis 2033, Reparierbarkeitsklasse A – fünf Jahre Garantie gibt es seit 2026 nur beim Gen. 6+.
-
Hilfe WasserschadenKabel ab, nicht laden, kein Reis: was Apple, Samsung und Google raten – und wo sie sich widersprechen.