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Provider · Netz-RatgeberBestes Handynetz 2026: Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 im Vergleich
Kurzantwort
Das beste Handynetz 2026 stellt die Telekom: 975 von 1000 Punkten und die Note „überragend“ im connect-Netztest, zum 15. Mal in Folge. Vodafone und o2 Telefónica liegen mit je 937 Punkten und „sehr gut“ erstmals exakt gleichauf. Für Sie persönlich zählt allerdings nicht der Testsieger, sondern die Netzabdeckung an Ihrem Wohnort.
Die Frage nach dem besten Handynetz hat 2026 eine erstaunlich klare und gleichzeitig erstaunlich unbrauchbare Antwort. Klar, weil die Telekom seit fünfzehn Jahren jeden großen Netztest gewinnt. Unbrauchbar, weil ein bundesweiter Durchschnittswert nichts darüber aussagt, ob Sie im Homeoffice telefonieren können oder im Zug zwischen zwei Regionalbahnhöfen aus jedem Videocall fliegen. Dieser Vergleich zeigt beides: das belastbare Gesamtbild aus den Netztests – und die Kriterien, mit denen Sie daraus eine Entscheidung für Ihren Standort ableiten.
Wer hat 2026 das beste Handynetz?
Drei Fachmagazine prüfen die deutschen Mobilfunknetze regelmäßig: connect, CHIP und ComputerBILD. Die Stiftung Warentest testet nur unregelmäßig. Der connect-Netztest gilt als der umfassendste, weil er klassische Messfahrten mit Crowdsourcing-Daten aus realer Nutzung kombiniert. Alle drei Tests kommen 2026 zum selben Ergebnis in der Rangfolge – die Abstände fallen allerdings unterschiedlich aus.
Der connect-Netztest 2026 im Detail
Der connect-Netztest 2026 wurde am 26. November 2025 veröffentlicht. Gemessen wurde in Großstädten, Kleinstädten, auf Verbindungsstraßen und in der Bahn – per Drivetest, Walktest und über Crowdsourcing-Daten aus realer Nutzung. Die Telekom holt 975 Punkte und verteidigt die Note „überragend“. Bemerkenswert ist weniger der Sieg als der Rückstand der Verfolger: o2 legte in der Gesamtwertung 28 Punkte zu, Vodafone 13 Punkte. Beide landen bei exakt 937 Punkten – ein Gleichstand, den es in dieser Form noch nicht gab.
Die Zugewinne entstanden vor allem dort, wo es früher haperte: in Kleinstädten, auf Verbindungsstraßen und in der Bahn. In den Ballungsräumen sind die drei etablierten Netze inzwischen praktisch gleichwertig. Der Vorsprung der Telekom stammt fast vollständig aus der Fläche. Ein Detail hat connect ausdrücklich erwähnt: Im Testzeitraum wurden rund zehn Millionen 1&1-Kunden aus dem Netz von Telefónica in das von Vodafone überführt – eine Verschiebung, die die Lastverteilung in beiden Netzen verändert hat.
CHIP, ComputerBILD und Stiftung Warentest
Der CHIP-Netztest 2026 bestätigt die Telekom an der Spitze. Bei ComputerBILD steht seit einigen Jahren die durchschnittliche Geschwindigkeit im Mittelpunkt: Das sogenannte „Deutschlandtempo“ aus LTE- und 5G-Messungen lag zuletzt bei rund 131 Mbit/s. Die Telekom erhält dort die Note „sehr gut“, Vodafone ebenfalls, o2 ein „gut“ – mit deutlichen Fortschritten beim 5G-Ausbau, aber weiterhin Rückstand bei den Spitzengeschwindigkeiten. Die Stiftung Warentest vergab bei ihren bisherigen Tests grundsätzlich kein „sehr gut“ an ein deutsches Mobilfunknetz.
| Netz | connect 2026 | ComputerBILD 2026 | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|---|
| Telekom (D1) | 975 · überragend | sehr gut | Fläche, Bahn, Zuverlässigkeit | höchster Preis |
| Vodafone (D2) | 937 · sehr gut | sehr gut | 5G-Tempo in Städten | Regionale Lücken |
| o2 Telefónica | 937 · sehr gut | gut | größter Fortschritt, Preis | ländliche Versorgung |
| 1&1 | sehr gut · außer Konkurrenz | nicht getestet | modernste Technik | Eigennetz erst im Aufbau |
Warum ein „Netztest 2026“ Daten aus 2025 misst
Ein Punkt, der regelmäßig für Verwirrung sorgt: Die Fachmagazine veröffentlichen ihre Netztests am Jahresende und geben ihnen die Jahreszahl des Folgejahres. Der connect-Netztest 2026 erschien im November 2025, die Crowdsourcing-Erfassung lief von Mai bis Oktober 2025, die Drive- und Walktests im dritten und vierten Quartal. Jeder Netztest ist damit eine Retrospektive. Standorte, die ein Netzbetreiber im Frühjahr 2026 in Betrieb genommen hat, tauchen erst im Test des kommenden Winters auf. Für Regionen im aktiven Ausbau kann die Realität heute besser sein, als der Test es abbildet.
Die vier Mobilfunknetze im Profil
Seit dem Netzstart von 1&1 im Dezember 2023 gibt es in Deutschland wieder vier Mobilfunknetze – zum ersten Mal seit dem Verschwinden von E-Plus. Praktisch relevant sind für die meisten Menschen aber weiterhin drei.
Telekom (D1)
Der Dauersieger. Stärkste Versorgung in der Fläche, auf Verbindungsstraßen und im Bahnverkehr. 5G erreicht nach Unternehmensangaben rund 99 Prozent der Bevölkerung, das 2G-Netz wird zum 30. Juni 2028 abgeschaltet.
Für wen: Landbewohner, Pendler, Vielreisende, alle mit beruflicher Abhängigkeit vom Netz.
Vodafone (D2)
Solide Nummer zwei mit starkem 5G-Tempo in Ballungsräumen. Trägt seit 2024 zusätzlich das National Roaming für 1&1 – rund zwölf Millionen zusätzliche Nutzer, die zeitweise im Vodafone-Netz funken.
Für wen: Stadt- und Vorstadtbewohner, Familien mit mehreren Karten.
o2 Telefónica
Das Netz mit dem größten Fortschritt der letzten Jahre. LTE erreicht über 99 Prozent der Bevölkerung, der 5G-Ausbau hat massiv aufgeholt. In der Daten-Disziplin liegt o2 2026 sogar knapp vor Vodafone.
Für wen: Preisbewusste Städter, Nutzer mit hohem Datenvolumen.
1&1
Das jüngste und technisch modernste Netz: vollständig virtualisiert, auf Open-RAN-Basis gebaut. Eigenabdeckung Anfang 2026 rund ein Viertel der Haushalte, überall sonst National Roaming über Vodafone.
Für wen: Kunden in ausgebauten Städten, Technik-Interessierte, Preissucher.
1&1 – wie weit ist das vierte Netz wirklich?
1&1 hat im November 2025 die Migration aller Bestandskunden ins eigene Kernnetz abgeschlossen und damit eine Auflage der Bundesnetzagentur vorzeitig erfüllt. Rund 12,5 Millionen Mobilfunkkunden funken seither im 1&1-Netz. Zum Jahreswechsel erreichte das Eigennetz 25 Prozent der deutschen Haushalte, nach Unternehmensangaben waren es im Frühjahr 2026 rund 27 Prozent bei über 2.000 eigenen Antennenstandorten. Zum Vergleich: o2 betreibt rund 28.000 Standorte.
Der Ausbau konzentriert sich auf etwa 300 Städte. Für Ende 2026 peilt 1&1 rund 35 Prozent Haushaltsabdeckung an, mit Zugang zu reichweitenstarken Low-Band-Frequenzen bis zu 40 Prozent. Der ländliche Raum steht erst nach 2030 auf dem Plan. Überall dort, wo keine eigene Antenne steht, wechselt das Smartphone automatisch ins Vodafone-Netz – das frühere National Roaming über Telefónica lief Ende 2025 aus.
Was das praktisch heißt
Als 1&1-Kunde erhalten Sie im Ausbaugebiet ein sehr modernes 5G-Netz und außerhalb die Vodafone-Abdeckung. Die Netzqualität schwankt damit stärker als bei einem klassischen Netzbetreiber. Wer maximale Gleichmäßigkeit braucht, ist woanders besser aufgehoben – wer in einer der 300 Ausbaustädte wohnt, bekommt viel Technik fürs Geld.
Netzabdeckung: die Kennzahl, die wirklich zählt
„99 Prozent Netzabdeckung“ steht auf jeder zweiten Anbieterseite. Der Satz ist technisch korrekt und trotzdem irreführend, weil er zwei völlig verschiedene Kennzahlen vermischt.
Bevölkerungsabdeckung und Flächenabdeckung sind nicht dasselbe
Die Bevölkerungsabdeckung misst, wie viel Prozent der Einwohner an ihrem Wohnort Empfang haben. Sie ist bei allen drei etablierten Netzen sehr hoch, weil die meisten Menschen in Städten leben. Die Flächenabdeckung misst dagegen, wie viel Prozent des Bundesgebiets versorgt sind – und dieser Wert liegt bei jedem Netzbetreiber deutlich niedriger. Wer 99 Prozent der Bevölkerung erreicht, lässt bei rund 83 Millionen Einwohnern rechnerisch immer noch mehrere hunderttausend Menschen ohne gute Versorgung. Und die leben genau dort, wo die Fläche dünn besiedelt ist.
5G, 5G Standalone und der Stand des Ausbaus
Beim 5G-Ausbau liegt die Telekom vorn und gibt für Ende 2025 eine Bevölkerungsabdeckung von rund 99 Prozent an. Vodafone bewirbt „Europas größtes 5G-Netz“, o2 Telefónica meldet ebenfalls eine nahezu flächendeckende 5G-Versorgung. Alle drei Angaben stimmen und sagen trotzdem wenig aus, weil sie unterschiedliche Bezugsgrößen und Mindestgeschwindigkeiten verwenden.
Technisch wichtiger ist der Schritt zu 5G Standalone: Erst ohne den darunter liegenden LTE-Anker liefert 5G die versprochenen niedrigen Latenzen und ermöglicht Funktionen wie Network Slicing. 2026 ist 5G Standalone bei allen großen Netzbetreibern in Betrieb, aber noch nicht überall. connect hat 2026 erstmals im Standalone-Modus gemessen – allerdings auf ausdrücklichen Wunsch eines österreichischen Anbieters, nicht flächendeckend für die deutschen Netze. Für den Alltag gilt: 3G ist seit 2021 abgeschaltet, 2G folgt 2028 bei allen drei etablierten Netzbetreibern.
Bahn, Land und Verbindungsstraßen
Die größte verbleibende Schwachstelle im deutschen Mobilfunk ist die Versorgung entlang der Schienenwege. Hier haben 2026 alle Netzbetreiber zugelegt, die Telekom am stärksten – der Bahnverkehr galt in früheren Auswertungen als ihr Schwachpunkt und ist es nicht mehr. Auf Verbindungsstraßen und in Kleinstädten bleibt der Vorsprung der Telekom am deutlichsten ausgeprägt, während Vodafone und o2 dort inzwischen nahezu gleich abschneiden. Das Weißfleckenprogramm des Bundes fördert zusätzliche Mobilfunkmasten in unterversorgten Gebieten; bis 2028 sollen rund 1.400 weitere Standorte entstehen.
Welches Netz passt zu Ihnen?
Der Testsieger ist nicht automatisch die richtige Wahl. Entscheidend ist, wo Sie sich tatsächlich aufhalten und wie viel Ihnen Zuverlässigkeit im Vergleich zum Preis wert ist.
Empfehlung nach Lebenssituation
- Ländliche Region oder kleiner Ort: Telekom-Netz. Der Abstand ist hier am größten und im Alltag spürbar.
- Tägliches Pendeln mit der Bahn: Telekom. Die Verbesserungen im Bahnverkehr fielen 2026 deutlich aus.
- Großstadt, normale Nutzung: Vodafone oder o2. Beide liefern in Ballungsräumen Leistung auf Telekom-Niveau zu geringeren Kosten.
- Hohes Datenvolumen, viel Streaming: o2 hat in der Daten-Disziplin am stärksten aufgeholt und bietet häufig die großzügigsten Tarife.
- Mehrere Karten in der Familie: Ein Anbieter mit günstigen Zusatzkarten schlägt jeden Netzvorteil – die Abdeckung sollte aber für alle Wohn- und Schulorte passen.
- Knappes Budget: Discounter im gewünschten Netz statt Originaltarif.
Discounter und Tochtermarken: gleiches Netz, halber Preis
Ein Punkt, der in Netzvergleichen oft untergeht: Sie müssen nicht beim Netzbetreiber buchen, um dessen Netz zu nutzen. congstar funkt im Telekom-Netz, otelo im Vodafone-Netz, Blau im o2-Netz – die Netzabdeckung ist identisch mit der des Netzbetreibers. Unterschiede gibt es an zwei Stellen: Viele Discounter drosseln die maximale Surfgeschwindigkeit auf 25, 50 oder 100 Mbit/s, und zur Hauptverkehrszeit können eigene Kunden des Netzbetreibers bevorzugt behandelt werden. Für die allermeisten Nutzungsprofile ist beides irrelevant.
Der günstigste Weg ins beste Netz
Wenn Sie das Telekom-Netz wollen, aber nicht den Telekom-Preis: Ein Tarif bei einer Tochtermarke kostet häufig weniger als die Hälfte und nutzt dieselben Funkmasten. Prüfen Sie nur, welche Maximalgeschwindigkeit im Tarif freigeschaltet ist.
Netz am Wohnort selbst prüfen
Kein bundesweiter Netztest ersetzt die Prüfung vor Ort. Vier Schritte genügen, um eine belastbare Entscheidung zu treffen.
- Netzabdeckungskarten vergleichen Rufen Sie die Ausbaukarten aller Netzbetreiber für Ihre Adresse auf – und zusätzlich für Arbeitsplatz, Schule und Pendelstrecke. Achten Sie auf die Unterscheidung zwischen LTE, 5G und 5G Standalone.
- Mit unabhängigen Daten abgleichen Der Breitbandatlas der Bundesnetzagentur zeigt die gemeldete Versorgung neutral und ohne Marketing-Färbung. Weichen Anbieterkarte und Breitbandatlas stark ab, ist Vorsicht angebracht.
- Im Umfeld nachfragen Nachbarn, Kollegen und lokale Foren liefern die ehrlichste Einschätzung – vor allem zu Innenraumversorgung, die auf keiner Karte auftaucht.
- Eine Woche mit einer Prepaid-Karte testen Der sicherste Test: Prepaid-Karte des Wunschnetzes für rund 10 Euro kaufen und sieben Tage im Alltag nutzen. Telefonieren, Videocall, Streaming, Navigation. Danach wissen Sie mehr als aus jedem Netztest.
Häufige Fehler bei der Netzwahl
So gehen Sie richtig vor
- Erst das Netz nach Abdeckung wählen, dann den Tarif nach Preis und Datenvolumen
- Alle regelmäßigen Aufenthaltsorte prüfen, nicht nur die Wohnadresse
- Discounter im selben Netz in die Auswahl nehmen
- Auf VoLTE, WLAN Call und eSIM-Unterstützung achten
- Bei Unsicherheit einen Tarif ohne lange Laufzeit wählen
Das kostet Sie Geld oder Nerven
- Den Testsieger buchen, ohne die eigene Region zu prüfen
- Werbeaussagen zur Netzabdeckung für bare Münze nehmen
- Zwei Jahre Laufzeit unterschreiben, ohne das Netz getestet zu haben
- Datenvolumen kaufen, das nie verbraucht wird
- Den Netzwechsel wegen weniger Punkte Unterschied im Test
Vorsicht bei „bestes Netz“-Werbung
Netzbetreiber werben mit selbst gewählten Kennzahlen: der eine mit Bevölkerungsabdeckung, der andere mit Antennenzahl, der dritte mit Spitzengeschwindigkeit. Alle Angaben können gleichzeitig stimmen und zu völlig unterschiedlichen Ranglisten führen. Verlässlich sind nur die unabhängigen Netztests – und Ihre eigene Messung vor Ort.
Ausblick: Was sich 2026 und danach ändert
Drei Entwicklungen prägen die kommenden Jahre. Erstens rückt das Feld weiter zusammen: Der Abstand zwischen Testsieger und Verfolgern ist 2026 so klein wie nie, und die Zuwächse von o2 und Vodafone kamen genau aus den Bereichen, in denen die Telekom bisher uneinholbar schien. Zweitens entscheidet der weitere Ausbau von 5G Standalone darüber, wer bei Latenz und Kapazität vorne liegt – klassische Sprachqualität rückt in den Netztests immer weiter in den Hintergrund.
Drittens bleibt 1&1 der Unsicherheitsfaktor. Ohne reichweitenstarke Low-Band-Frequenzen wird das vierte Netz die Fläche auf absehbare Zeit nicht selbst versorgen können und bleibt auf National Roaming angewiesen. Ob daraus mittelfristig echter Preisdruck entsteht oder eine dauerhafte Zwitterlösung, entscheidet sich bei den kommenden Frequenzvergaben. Für Ihre Entscheidung heute heißt das: Die Rangfolge der Netze wird sich kurzfristig nicht umkehren, die Preisunterschiede bei gleicher Netzqualität aber bleiben groß.
Fazit
Das beste Handynetz 2026 ist das der Telekom – mit 975 Punkten, der Note „überragend“ und dem fünfzehnten Testsieg in Folge. Der praktisch wichtigere Befund ist ein anderer: Vodafone und o2 Telefónica liegen mit je 937 Punkten erstmals gleichauf, und in Ballungsräumen ist der Unterschied zwischen allen drei Netzen im Alltag kaum noch zu spüren. Der Vorsprung der Telekom entsteht in der Fläche, auf Verbindungsstraßen und in der Bahn.
Daraus folgt eine einfache Regel: Wer ländlich wohnt, viel pendelt oder beruflich auf Erreichbarkeit angewiesen ist, wählt das Telekom-Netz – notfalls über eine günstigere Tochtermarke. Wer in der Stadt lebt, spart mit Vodafone, o2 oder einem Discounter erhebliche Beträge bei praktisch gleicher Netzqualität. Und in jedem Fall gilt: Eine Woche mit einer Prepaid-Karte am eigenen Wohnort ist aussagekräftiger als jede bundesweite Punktzahl.
Passenden Tarif im richtigen Netz finden
Sie wissen jetzt, welches Mobilfunknetz zu Ihnen passt. Im nächsten Schritt geht es um Datenvolumen, Laufzeit und Preis – unabhängig verglichen und ohne versteckte Provisionen.
Tarife vergleichen Netzabdeckung prüfenHäufige Fragen zum besten Handynetz
Welches ist das beste Handynetz 2026?
Das beste Handynetz 2026 stellt die Telekom. Im connect-Netztest 2026 erreicht sie 975 von 1000 Punkten und die Note „überragend“ – zum 15. Mal in Folge. Vodafone und o2 Telefónica liegen mit je 937 Punkten und der Note „sehr gut“ erstmals gleichauf auf Platz zwei. Entscheidend für Sie persönlich bleibt aber die Netzabdeckung an Ihrem Wohnort.
Ist Vodafone oder o2 besser?
Im connect-Netztest 2026 liegen Vodafone und o2 mit je 937 Punkten exakt gleichauf. o2 hat in der Gesamtwertung 28 Punkte zugelegt, Vodafone 13 Punkte. In der Daten-Disziplin und beim Crowdsourcing liegt o2 sogar knapp vor Vodafone. Welches der beiden Netze für Sie besser ist, hängt fast ausschließlich von der Abdeckung an Ihrem Wohnort und auf Ihrer Pendelstrecke ab.
Welches Netz ist auf dem Land am besten?
Auf dem Land, in Kleinstädten und auf Verbindungsstraßen bleibt der Vorsprung der Telekom am deutlichsten. Vodafone und o2 haben in diesen Bereichen 2026 spürbar aufgeholt und schneiden inzwischen nahezu gleich ab, liegen aber weiterhin hinter dem Telekom-Netz. Wer in dünn besiedelten Regionen wohnt, fährt mit dem D1-Netz am zuverlässigsten.
Wie finde ich das beste Netz für meinen Wohnort?
Prüfen Sie zuerst die Netzabdeckungskarten aller Anbieter für Ihre Adresse und gleichen Sie das mit dem Breitbandatlas der Bundesnetzagentur ab. Fragen Sie anschließend im Umfeld nach realen Erfahrungen. Der sicherste Test ist eine Prepaid-Karte des Wunschnetzes für rund 10 Euro, die Sie eine Woche lang zu Hause, am Arbeitsplatz und auf der Pendelstrecke nutzen.
Haben Discounter wie congstar oder Blau dieselbe Netzqualität?
Discounter und Tochtermarken funken technisch im selben Mobilfunknetz wie der Netzbetreiber – congstar im Telekom-Netz, otelo im Vodafone-Netz, Blau im o2-Netz. Die Abdeckung ist identisch. Unterschiede gibt es bei der maximalen Surfgeschwindigkeit: Viele Discounter drosseln auf 25, 50 oder 100 Mbit/s statt der vollen Netzgeschwindigkeit. Zur Hauptverkehrszeit können eigene Kunden des Netzbetreibers zudem bevorzugt behandelt werden.
Ist 1&1 inzwischen ein vollwertiges viertes Netz?
1&1 betreibt seit Dezember 2023 ein eigenes, vollständig virtualisiertes 5G-Netz auf Open-RAN-Basis. Die Migration aller rund 12,5 Millionen Mobilfunkkunden ins eigene Kernnetz wurde im November 2025 abgeschlossen. Das eigene Netz erreicht Anfang 2026 aber erst rund ein Viertel der Haushalte. Überall sonst funken 1&1-Kunden per National Roaming im Vodafone-Netz. Ein vollwertiges viertes Flächennetz ist 1&1 damit noch nicht.
Warum stützt sich ein Netztest 2026 auf Messdaten aus 2025?
Die Fachmagazine veröffentlichen ihre Netztests traditionell am Jahresende und geben ihnen die Jahreszahl des Folgejahres. Der connect-Netztest 2026 erschien am 26. November 2025; die Drive- und Walktests sowie die Crowdsourcing-Daten stammen aus dem Sommer und Herbst 2025. Jeder Netztest ist damit eine Momentaufnahme der Vergangenheit – neu gebaute Standorte tauchen erst im nächsten Test auf.
Was bedeutet 99 Prozent Netzabdeckung wirklich?
Die beworbenen 99 Prozent beziehen sich fast immer auf die Bevölkerungsabdeckung, nicht auf die Fläche. Bei rund 83 Millionen Einwohnern bleiben rechnerisch mehrere hunderttausend Menschen ohne gute Versorgung – und die leben genau dort, wo die Fläche dünn besiedelt ist. Die Flächenabdeckung liegt bei allen Netzbetreibern deutlich niedriger als die Bevölkerungsabdeckung.
Welches Netz ist in der Bahn am besten?
Die Bahn bleibt die größte Schwachstelle im deutschen Mobilfunk, alle Netzbetreiber haben 2026 aber zugelegt. Die Telekom hat sich im connect-Netztest 2026 gerade im Bahnverkehr am stärksten verbessert und liegt dort vorn. Auf den großen ICE-Strecken funktionieren alle drei etablierten Netze inzwischen ordentlich; im Regionalverkehr abseits der Hauptachsen sind die Unterschiede am größten.
Lohnt sich ein Netzwechsel wegen des Netztests?
Nur dann, wenn Sie an Ihren Hauptaufenthaltsorten tatsächlich Probleme haben. Der Punkteabstand zwischen Platz eins und Platz zwei beträgt 2026 weniger als vier Prozent der Gesamtwertung – im Alltag ist das in Städten kaum spürbar. Ein Wechsel lohnt sich eher, wenn Sie mit einem Discounter im selben Netz deutlich weniger zahlen oder wenn Sie regelmäßig in schlecht versorgten Regionen unterwegs sind.
Quellen und Stand: connect Mobilfunknetztest 2026 (veröffentlicht 26.11.2025, Messdaten 2025, Testpartner umlaut) · ComputerBILD-Netztest 2026 · Bundesnetzagentur, Breitbandatlas und Marktdaten · Unternehmensangaben von Telekom, Vodafone, o2 Telefónica und 1&1.
Für die Sonderbetrachtung von 1&1 hat connect keine Gesamtpunktzahl veröffentlicht; 1&1 selbst gibt an, das Netz erreiche nach derselben Benchmark-Metrik über 910 von 1.000 Punkten. Ausbau- und Abdeckungsangaben der Netzbetreiber sind Eigenangaben und je nach Bezugsgröße unterschiedlich definiert. Prozentwerte zur Abdeckung verstehen sich als Richtwerte. Stand dieser Seite: 22. Juli 2026.