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SIM-PIN vergessen, Karte gesperrt: mit dem PUK zurück ins Netz

Sofort-Lösung

Raten Sie nicht weiter: Nach drei falschen PINs verlangt das Handy den achtstelligen PUK, nach zehn falschen PUK-Eingaben ist die Karte endgültig gesperrt. Den PUK finden Sie auf der Trägerkarte der SIM, im Brief zur Karte oder in App und Kundenkonto Ihres Anbieters. Mit **05*PUK*neue PIN*neue PIN# entsperren Sie die Karte und vergeben gleich eine neue PIN.

Von Geprüft am 6 Min. Lesezeit

Nahaufnahme eines herausgezogenen SIM-Schachts mit SIM-Karte, daneben ein kleines Auswurfwerkzeug auf Schiefer
KI-generiert

Die SIM-PIN schützt Ihre Karte davor, dass Fremde mit ihr telefonieren. Sie besteht meist aus vier Ziffern und sperrt sich nach drei falschen Eingaben. Dann verlangt das Handy den PUK, eine achtstellige Entsperrnummer, die Sie nicht ändern können. Wichtig ist die Reihenfolge: erst den PUK besorgen, dann eingeben – Raten kostet die Karte.

**05*PUK*neue PIN*neue PIN#Karte mit dem PUK entsperren und gleich eine neue PIN festlegen
Von der falschen PIN zur gesperrten KarteAblauf in 4 Schritten: Versuch 1 bis 3 – PIN eingeben: Nach der dritten falschen PIN sperrt sich die Karte, das Handy verlangt den PUK.; PUK besorgen – Trägerkarte, Brief, App oder Kundenkonto: Der PUK hat acht Ziffern und lässt sich nicht ändern. Nicht raten.; Versuch 1 bis 10 – PUK eingeben und neue PIN festlegen: Mit dem richtigen PUK ist die Karte sofort wieder frei, die neue PIN gilt ab dann.; Nach 10 Fehlversuchen – Karte endgültig gesperrt: Dann hilft nur eine neue Karte oder ein neues eSIM-Profil vom Anbieter.Von der falschen PIN zur gesperrten KarteZählerstände nach den Angaben von Vodafone, o2 und 1&11234Versuch 1 bis 3PIN eingebenNach der dritten falschen PIN sperrt sich die Karte, das Handy verlangt den PUK.PUK besorgenTrägerkarte, Brief, App oder KundenkontoDer PUK hat acht Ziffern und lässt sich nicht ändern. Nicht raten.Versuch 1 bis 10PUK eingeben und neue PIN festlegenMit dem richtigen PUK ist die Karte sofort wieder frei, die neue PIN gilt ab dann.Nach 10 FehlversuchenKarte endgültig gesperrtDann hilft nur eine neue Karte oder ein neues eSIM-Profil vom Anbieter.Quellen: Hilfeseiten von Telekom, Vodafone, o2 und 1&1, Stand Oktober 2026
Die PIN verzeiht drei Fehler, der PUK zehn. Danach hilft nur eine neue Karte oder ein neues eSIM-Profil.

Wo der PUK steht – je Netz

Der PUK steht auf der Trägerkarte, aus der Sie die SIM herausgebrochen haben, oder im Brief, der mit der Karte kam. Fehlt beides, zeigen ihn App und Kundenkonto des Anbieters an. Die vier Netzbetreiber nennen diese Wege:

PUK nachsehen bei den vier Netzbetreibern, Stand Oktober 2026
NetzWo der PUK stehtBesonderheit
TelekomSchreiben zur SIM-Karte, KundencenterBei einem eSIM-Profil kommen PIN und PUK in einem eigenen Brief oder stehen im Kundencenter.
VodafonePIN-Brief, Vertragsunterlagen, MeinVodafone-App und Online-KundenkontoVodafone nennt den PUK auch SuperPIN.
o2Kartenhalter; Mein-o2-App: „Vertrag“ > „SIM-Karte verwalten“ > Karte wählen > „PIN & PUK einsehen“Alternativ Hotline oder o2-Shop mit Ausweis.
1&1Faltblatt zur SIM-Karte oder eSIM, 1&1 Control-Center1&1 spricht von Super-PIN.

Kommen Sie nicht ins Kundenkonto, weil das gesperrte Handy keine SMS empfängt, melden Sie sich an einem anderen Gerät an oder nehmen Sie die Karte heraus – o2 empfiehlt genau das. Bleibt nur die Hotline, verlangt der Anbieter einen Nachweis, dass die Karte Ihnen gehört; o2 etwa fragt nach der vierstelligen Kundenkennzahl. Im Shop reicht meist der Ausweis. Bei Discountern steht der PUK im Kundenbereich der jeweiligen Marke.

Den PUK kennt nur Ihr Anbieter

Angebote, die einen PUK aus der Kartennummer „berechnen“ wollen, können nicht funktionieren: Der PUK wird für jede Karte einzeln vergeben und ist nur beim Anbieter hinterlegt. Wer dort Daten eingibt, verschenkt sie – und jeder falsche Versuch zählt gegen die zehn erlaubten Eingaben.

PIN ändern oder abschalten: iPhone und Android

Mit dem richtigen PUK entsperren Sie die Karte direkt in der Eingabemaske, die das Handy anzeigt. Danach können Sie die PIN in den Einstellungen ändern oder die Abfrage abschalten, etwa bei einem Zweithandy. Abschalten heißt allerdings: Wer das Handy findet, kann die Karte sofort nutzen.

iPhone

  • „Einstellungen“ > „Mobilfunk“ > „SIM-PIN“; bei Dual-SIM zuerst die Nummer antippen.
  • Eine gesperrte Karte zeigt in der Statusleiste „Gesperrte SIM“.
  • Erscheint „PUK-Eingabe fehlgeschlagen“, ist die Karte verbraucht. Apple rät dann, eine neue SIM-Karte oder eSIM anzufordern.

Android

  • Pixel: „Einstellungen“ > „Sicherheit“ > „Erweiterte Sicherheitseinstellungen“ > „SIM-Kartensperre“.
  • Samsung: im Bereich Sicherheit unter „Andere Sicherheitseinstellungen“ > „SIM-Sperre einrichten“; der Name wechselt je nach Version.
  • Überall gleich: **04*alte PIN*neue PIN*neue PIN# ändert die PIN direkt.

Die Menüs heißen je nach Hersteller und Systemversion anders. Der Code für die PIN-Änderung und der Code zum Entsperren mit dem PUK stammen dagegen aus dem Mobilfunkstandard und funktionieren auf jedem Gerät. Wer eine Karte zum ersten Mal einsetzt, findet die Start-PIN im Brief zur Karte – auch sie gilt es nicht zu erraten.

eSIM: gleiche Zähler, anderer Ersatz

Auch die eSIM, also die fest eingebaute digitale SIM, hat PIN und PUK – genauer: das eSIM-Profil, das der Anbieter auf das Handy lädt. Die Zähler sind dieselben, und 1&1 schreibt ausdrücklich, dass auch eine eSIM nach zehn falschen PUK-Eingaben dauerhaft gesperrt ist. Bei der Telekom ist die PIN eines neuen eSIM-Profils ab Werk ausgeschaltet und auf 0000 gesetzt. Wer sie einschaltet, sollte sie sofort ändern.

Der Unterschied liegt im Ersatz: Statt einer Plastikkarte stellt der Anbieter ein neues Profil aus, meist per QR-Code oder direkt in der App. Dafür brauchen Sie in der Regel den Zugang zum Kundenkonto und eine WLAN-Verbindung, denn mit der gesperrten eSIM hat das Handy kein mobiles Netz. Was beim Umzug einer eSIM sonst zu beachten ist, erklärt eSIM und IMEI; die Unterschiede zur Karte vergleicht eSIM oder SIM-Karte.

Karte endgültig gesperrt: so geht es weiter

Nach zehn falschen PUK-Eingaben lässt sich die Karte mit keinem Code mehr retten. Ihre Rufnummer ist dadurch aber nicht verloren, denn sie hängt am Vertrag, nicht an der Karte. Der Anbieter schickt eine Ersatzkarte oder stellt ein neues eSIM-Profil aus; je nach Anbieter kostet das eine Pauschale. Mit der neuen Karte kommen eine neue PIN und ein neuer PUK.

Prüfen Sie nach dem Tausch zwei Dinge. Neue Karten kommen mit der Voreinstellung des Anbieters, meist mit eingeschalteter Mailbox – eigene Umleitungen richten Sie unter Rufumleitung neu ein. Und ein Testanruf zeigt, ob die Nummer stimmt; wie das geht, steht unter Eigene Nummer herausfinden.

Gesperrt ist nicht gleich gesperrt

Meldungen rund um PIN und PUK: Ursache und Abhilfe
BeobachtungWahrscheinliche UrsacheWas hilft
„SIM gesperrt“ oder „PUK-Eingabe erforderlich – Nur Notrufe“Dreimal falsche PINPUK besorgen und mit **05* entsperren
„PUK-Eingabe fehlgeschlagen“Zehnmal falscher PUKErsatzkarte oder neues eSIM-Profil beim Anbieter anfordern
Handy fragt nach einer PIN, die Sie nie vergeben habenStart-PIN der Karte ist aktivIm Brief zur Karte nachsehen, nicht raten
Kein Netz trotz richtiger PINAnbieter hat die Karte gesperrt, etwa nach Verlustmeldung oder offener RechnungAnbieter anrufen; weitere Ursachen unter Kein Netz
Handy meldet „Keine SIM“Karte nicht erkannt, Kontakt oder FachSiehe SIM-Karte nicht erkannt
Handy verlangt einen Code zum Entsperren des NetzesNetzsperre des Geräts, nicht der KarteBeim Verkäufer des Geräts nachfragen

Zwei Fälle gehören sofort zum Anbieter. Ist das Handy weg, lassen Sie die Karte sperren – die Reihenfolge im Ernstfall steht unter Handy orten. Verliert eine Karte plötzlich das Netz, ohne dass jemand eine PIN eingegeben hat, rufen Sie ebenfalls sofort an. Dahinter kann eine Ersatzkarte stecken, die sich ein Betrüger erschlichen hat; wie das abläuft, erklärt SIM-Swapping. Alle weiteren Probleme rund um Karte und Netz finden Sie in der Übersicht Hilfe.

Quellen und Stand

Geprüft am 4. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Kann ich den PUK selbst ändern?

Nein. Der PUK gehört fest zur Karte; o2 weist ausdrücklich darauf hin, dass er sich anders als die PIN nicht ändern lässt. Ändern können Sie nur die PIN, in den Einstellungen oder mit dem Code **04*.

Was ist der Unterschied zwischen SIM-PIN und Displaysperre?

Die SIM-PIN schützt die Karte und wird nur nach einem Neustart oder Kartenwechsel abgefragt. Die Displaysperre schützt das Gerät und seine Daten bei jedem Entsperren. Beide sind voneinander unabhängig – einen vergessenen Gerätecode setzt der PUK nicht zurück.

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