Netze
Vier Mobilfunknetze in Deutschland: Abdeckung, Ausbau und Marken
In Deutschland funken vier Mobilfunknetze: Telekom, Vodafone, o2 Telefónica und 1&1. Alle übrigen Anbieter sind Marken in einem dieser Netze. Laut Bundesnetzagentur (Datenstand Juni 2026) versorgt die Telekom 92,6 Prozent der Fläche mit 4G, Vodafone 92,2 und o2 88,3 Prozent; das eigene 1&1-Netz kommt auf 3,0 Prozent, außerhalb funken 1&1-Kunden über Vodafone. Welches Netz passt, entscheidet die Versorgung an Ihren Orten – erst danach die Marke.

Wer einen Handytarif sucht, hat die Wahl zwischen Dutzenden Marken, aber nur zwischen vier Netzen. Telekom, Vodafone, o2 Telefónica und 1&1 betreiben eigene Antennen, alle anderen Anbieter nutzen deren Netze mit. Für den Empfang zählt deshalb allein das Netz. Diese Übersicht stellt die vier nebeneinander, erklärt, wie man Abdeckungsangaben richtig liest, und führt Schritt für Schritt zum passenden Netz.
Grundlage sind die Versorgungsdaten der Bundesnetzagentur, die die Netzbetreiber zweimal im Jahr für jedes Quadrat von 100 mal 100 Metern melden, dazu die Angaben der Betreiber selbst. Ranglisten aus Netztests verwenden wir nicht: Sie beschreiben einen bundesweiten Durchschnitt, nicht Ihre Adresse.
Die vier Netze nebeneinander
Die Tabelle zeigt, was die Netze unterscheidet. Die Flächenwerte stammen aus dem Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur mit Datenstand Juni 2026. Die übrigen Zeilen beruhen auf Angaben der Betreiber und auf der Frequenzübersicht der Behörde.
| Merkmal | Telekom | Vodafone | o2 Telefónica | 1&1 |
|---|---|---|---|---|
| Fläche mit 4G | 92,6 % | 92,2 % | 88,3 % | 3,0 % (eigenes Netz) |
| Fläche mit 5G | 89,9 % | 77,2 % | 80,2 % | 2,1 % (eigenes Netz) |
| davon 5G Standalone | 89,9 % | 76,8 % | 80,2 % | nicht ausgewiesen |
| 5G nach Angabe des Betreibers | rund 99 % der Haushalte | mehr als 94 % der Bevölkerung | mehr als 99 % der Bevölkerung | eigenes Netz: mehr als 34 % der Haushalte |
| Frequenzen unter 1 GHz | 2 × 35 MHz | 2 × 30 MHz | 2 × 30 MHz | keine |
| Abschaltung von 2G | 30. Juni 2028 | Ende September 2028, kritische IoT-Anwendungen bis Ende 2030 | zweite Jahreshälfte 2028 | kein eigenes 2G-Netz |
| Ausbau zuletzt | 115 neue Standorte im August 2026 | über 300 neue Stationen im Sommer 2026 | rund 4.500 Ausbauprojekte im ersten Halbjahr 2026 | 4G-Fläche von 1,3 % (Oktober 2025) auf 3,0 % (Juni 2026) |
| Marken im Netz (Datenliste) | 10 | 7 | 14 | 9 |
Telekom
TelekomDas Telekom-Netz hat die größte 5G-Fläche und meldet sie vollständig auch als 5G Standalone, also 5G mit eigenem Kernnetz. Bei 4G liegt es im Bundesschnitt knapp vor Vodafone; in den am dünnsten besiedelten Gemeinden ist es umgekehrt, wie unsere Auswertung auf der Seite Telekom-Netz zeigt. Im Netz funken neben der Telekom selbst congstar, fraenk, HIGH Mobile und fünf Supermarkt-Marken.
Vodafone
VodafoneVodafone deckt fast so viel Fläche mit 4G ab wie die Telekom, im Norden und Osten oft mehr. Mit 5G reicht das Netz dagegen nur über 77,2 Prozent der Fläche, obwohl Vodafone nach eigenen Angaben mehr als 94 Prozent der Bevölkerung erreicht. Seit August 2024 funken neue 1&1-Kunden außerhalb des 1&1-Netzes über Vodafone, seit Ende 2025 alle. Mehr dazu unter Vodafone-Netz.
o2 Telefónica
o2 TelefónicaDas o2-Netz versorgt dicht besiedelte Städte praktisch vollständig, auf dem Land weniger als die beiden anderen großen Netze: Insgesamt erreicht o2 mit 4G 88,3 Prozent der Fläche. Bei 5G liegt o2 dagegen vor Vodafone. Im o2-Netz funken mit 14 die meisten Marken, darunter Aldi Talk, Blau und Tchibo Mobil. Einzelheiten stehen unter o2-Netz.
1&1
1&11&1 betreibt seit Dezember 2023 ein eigenes Netz, das nach Unternehmensangaben mehr als 34 Prozent der Haushalte erreicht, aber nur 3,0 Prozent der Fläche. Überall sonst funken Kundinnen und Kunden automatisch im Vodafone-Netz; wie das geregelt ist, erklärt National Roaming. Zum 1&1-Netz gehören auch die acht Drillisch-Marken wie winSIM. Mehr unter 1&1-Netz.
Was die Marken aus dem Netz machen
Die Marke bestimmt, wie viel vom Netz bei Ihnen ankommt. Unsere Datenliste mit 43 Marken, zusammengestellt aus Produktinformationsblättern, Preislisten und Hilfeseiten, zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Netzen.
| Netz | Marken | bis 300 Mbit/s | höchstens 50 Mbit/s | mit Prepaid | WLAN Call belegt | 5G in allen Tarifen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Telekom | 10 | 3 | 1 | 7 | 10 | 4 |
| Vodafone | 7 | 2 | 2 | 4 | 6 | 6 |
| o2 Telefónica | 14 | 2 | 5 | 11 | 11 | 11 |
| 1&1 | 9 | 1 | 0 | 0 | 9 | 9 |
Drei Befunde fallen auf. Im 1&1-Netz gibt es keine einzige Prepaid-Marke. Im o2-Netz ist mehr als jede dritte Marke auf 50 Mbit/s begrenzt. Und volle 300 Mbit/s bieten fast nur die Netzbetreiber selbst; unter den Marken mit festem Netz ist EDEKA smart mit einem LTE-Tarif die einzige Ausnahme.
Drei Händler – freenet, klarmobil und crash-tarife – verkaufen Tarife in mehreren Netzen; dort steht das Netz im Produktinformationsblatt des einzelnen Tarifs. Alle 43 Marken lassen sich im Marken-Finder nach Netz, Tempo, eSIM und WLAN Call filtern.

Abdeckung richtig lesen: fünf Fragen an jede Prozentzahl
„5G für mehr als 94 Prozent“ und „5G auf 77,2 Prozent der Fläche“ beschreiben dasselbe Netz, nämlich das von Vodafone. Beide Zahlen stimmen, sie messen nur Verschiedenes. Wer Abdeckungsangaben vergleicht, sollte deshalb fünf Fragen stellen.
- Fläche, Haushalte oder Bevölkerung? Die Betreiber nennen meist Haushalte oder Einwohner, die Bundesnetzagentur in ihrer Statistik vor allem die Fläche. Weil die meisten Menschen dicht beieinander wohnen, liegen Haushaltswerte immer höher: 4G erreicht über alle Netze 99,9 Prozent der Haushalte, aber 97,8 Prozent der Fläche.
- Ein Netz oder mindestens eines? Viele Zahlen in Berichten gelten für alle Netze zusammen. 97,8 Prozent der Fläche mit 4G heißt: Irgendein Netz funkt dort. Im einzelnen Netz sind es 88,3 bis 92,6 Prozent – den Unterschied machen die grauen Flecken aus.
- Draußen oder drinnen? Die Karte der Bundesnetzagentur beruht auf Prognosen der Netzbetreiber für den Empfang im Freien, gerechnet in 1,5 Metern Höhe. In Gebäuden kann das Signal deutlich schwächer sein; auch Vodafone weist auf seiner Netzkarte darauf hin, dass dicke Wände den Empfang mindern.
- Eigenes Netz oder Roaming? Bei 1&1 gehören zwei Netze zum Tarif. Die amtliche Statistik zählt nur das eigene Netz; die Karte zeigt seit März 2025 zusätzlich das Vodafone-Netz, über das 1&1-Kunden außerhalb funken, schraffiert und heller.
- Welche Technik, welcher Stand? „5G“ umfasst auch Antennen, die sich die Frequenzen mit LTE teilen; Ende 2025 liefen rund 82 Prozent der 5G-fähigen Basisstationen so. Und jede Zahl braucht ein Datum: Die Bundesnetzagentur erhebt die Daten halbjährlich, zuletzt mit Stand Juni 2026.
Was das in der Praxis bedeutet, zeigt der Vergleich bei 5G. Wir haben die amtlichen Flächenanteile zusätzlich in Quadratkilometer umgerechnet, bei einer Gesamtfläche von 358.138 km².
| Netz | Angabe des Betreibers | Bezugsgröße | 5G-Fläche laut Bundesnetzagentur | Fläche ohne 5G im Netz |
|---|---|---|---|---|
| Telekom | rund 99 % | Haushalte | 89,9 % | rund 36.100 km² |
| Vodafone | mehr als 94 % | Bevölkerung | 77,2 % | rund 81.500 km² |
| o2 Telefónica | mehr als 99 % | Bevölkerung | 80,2 % | rund 71.000 km² |
| 1&1, eigenes Netz | mehr als 34 % (4G und 5G) | Haushalte | 2,1 % | außerhalb funkt Vodafone |
Auf rund 81.500 km² ohne Vodafone-5G passen Bayern und das Saarland zusammen. Trotzdem ist die Angabe von Vodafone nicht falsch: Fast alle Menschen wohnen dort, wo 5G funkt. Selbst Flächenangaben weichen voneinander ab, wenn die Kriterien andere sind. Die Telekom nennt auf ihrer Netzausbau-Seite für April 2024 etwa 92 Prozent der Fläche mit 5G, die Bundesnetzagentur weist für Juni 2026 im Telekom-Netz 89,9 Prozent aus. Die Betreiber legen eigene Schwellen fest, die Behörde gibt allen Netzen dieselben Mindestwerte für das Signal vor. Für Vergleiche zwischen den Netzen taugt deshalb nur die amtliche Statistik; wie die Karte im Detail funktioniert, erklärt Netzabdeckung prüfen.
In fünf Schritten zum passenden Netz
Die meisten Menschen wählen zuerst einen Tarif und hoffen dann auf guten Empfang. Andersherum geht es zuverlässiger: erst das Netz, dann die Marke, dann der Tarif.
- Orte aufschreiben Wohnung, Arbeitsplatz, Pendelstrecke und Orte, an denen Sie regelmäßig sind, etwa bei Familie auf dem Land. Jede Adresse zählt einzeln, nicht der Bundesschnitt.
- Amtliche Karte prüfen In der Mobilfunk-Monitoring-Karte der Bundesnetzagentur jeden Ort für jedes Netz ansehen, zuerst 4G, dann 5G. Liegt ein Ort in einem grauen Fleck, entscheidet die Wahl des Netzes über den Empfang.
- Vorauswahl treffen Der Netz-Finder gewichtet Wohnort, Wege, Datenbedarf und Preis und nennt ein oder zwei passende Netze, samt nachvollziehbarer Rechnung.
- Vor Ort testen Die Karte rechnet für draußen. Ob es in der Wohnung reicht, zeigt eine Prepaid-Karte einer Marke im Wunschnetz, die Sie eine Woche lang nutzen; mit einem Dual-SIM-Handy vergleichen Sie zwei Netze auf denselben Wegen.
- Marke wählen Erst wenn das Netz feststeht, geht es um Tempo, Vertrag, eSIM und WLAN Call. Der Marken-Finder zeigt alle Marken eines Netzes mit ihren Tempo-Grenzen.
Ein Sonderfall ist 1&1: Außerhalb der großen Städte prüfen Sie dort das Vodafone-Netz, denn darüber funken Sie. Und wer zu Hause schlechten Empfang hat, aber Internet über DSL, Kabel oder Glasfaser, telefoniert mit WLAN Call über das eigene WLAN – ganz ohne Netzwechsel.
Was sich bis 2030 ändern muss
Die Netze werden in den nächsten Jahren vor allem dort besser, wo sie heute am schwächsten sind. Zwei Termine treiben den Ausbau: die Abschaltung von 2G im Jahr 2028 und neue Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur für 2029 und 2030.
Die Auflagen: 99,5 Prozent der Fläche je Netz
Im März 2025 hat die Bundesnetzagentur die Frequenzen bei 800, 1.800 und 2.600 MHz bis Ende 2030 verlängert, statt sie neu zu versteigern, und die Verlängerung an Auflagen geknüpft. Sie gelten für Telekom, Vodafone und Telefónica jeweils einzeln. Ab 2029 müssen in jedem Bundesland 99 Prozent der Haushalte in dünn besiedelten Gemeinden mindestens 100 Mbit/s bekommen, dazu alle Bundesstraßen. Ab 2030 müssen 99,5 Prozent der Fläche mit mindestens 50 Mbit/s versorgt sein, ebenso alle Kreisstraßen.
Wie weit der Weg ist, zeigt unsere Rechnung. Wir haben die heutige 4G-Fläche jedes Netzes mit der Zielmarke verglichen und den Abstand in Quadratkilometer umgerechnet. Für die Telekom fehlen 6,9 Prozentpunkte oder rund 24.700 km², für Vodafone 7,3 Punkte oder rund 26.300 km². Bei o2 sind es 11,2 Punkte oder rund 39.900 km² – mehr als die Fläche Nordrhein-Westfalens.
Diese Werte sind eine Untergrenze. Die Statistik zählt eine Fläche als versorgt, wenn dort ein Mindestsignal ankommt, die Auflage verlangt dagegen 50 Mbit/s. Wie die Netzbetreiber die Lücken schließen, ob mit neuen Masten oder zusätzlichen Antennen an bestehenden Standorten, bleibt ihnen überlassen.
2G-Ende 2028: Flächen, die umgerüstet werden müssen
Die Telekom schaltet ihr 2G-Netz am 30. Juni 2028 ab, Vodafone stellt den Dienst Ende September 2028 ein, o2 Telefónica folgt in der zweiten Jahreshälfte 2028. Wo ein Netz heute nur 2G liefert, muss es bis dahin 4G bauen, sonst entsteht dort im eigenen Netz eine Lücke. Wie groß diese Flächen sind, lässt sich aus der Statistik ablesen: Die 2G-Fläche liegt bei der Telekom 6,2 Prozentpunkte über der 4G-Fläche, bei Vodafone ebenfalls 6,2 und bei o2 10,1 Punkte. Das sind mindestens rund 22.300, 22.100 und 36.100 km².
Vodafone kündigt an, ländliche Gebiete mit reiner 2G-Versorgung vor der Abschaltung mit LTE oder 5G zu versorgen. Für Handys ohne LTE endet das Telefonieren im Mobilfunknetz trotzdem; wer betroffen ist und was zu tun ist, steht unter 2G-Abschaltung.
Förderung, Frequenzen, Verbraucherrechte
- Förderung: Die Mobilfunkförderung des Bundes ist Ende 2024 ausgelaufen. Mit ihr wurden 267 Projekte gegen Versorgungslücken gefördert; die bundeseigene Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft bleibt als „Kümmerer vor Ort“ Ansprechpartnerin für Kommunen, Bürgerinnen und Bürger.
- Frequenzen für 1&1: Weil 1&1 keine Frequenzen unter 1 GHz hat, prüft die Bundesnetzagentur seit Februar 2026, ob die drei anderen Netzbetreiber eine gemeinsame Nutzung gewähren müssen. Die Anhörung endete am 18. März 2026, eine Entscheidung war bei unserer Prüfung am 4. Oktober 2026 nicht veröffentlicht.
- Zu langsames Netz: Seit dem 20. April 2026 gibt es auch im Mobilfunk ein amtliches Nachweisverfahren nach der Allgemeinverfügung Nr. 35/2026. Wird das vertraglich geschätzte Höchsttempo erheblich verfehlt, dürfen Sie das Entgelt mindern oder außerordentlich kündigen; wie die Messung abläuft, steht unter Netzstörung.
Von Funkloch bis Satellit: wo die Antworten stehen
Die meisten Fragen zum Netz lassen sich einer von acht Situationen zuordnen. Hier die kurze Einordnung und der Weg zur ausführlichen Seite.
Kein Empfang an einer bestimmten Stelle
Gab es dort nie Netz, ist es eine Versorgungslücke. In der amtlichen Statistik sind 0,19 Prozent der Fläche Funklöcher ganz ohne Netz und 1,7 Prozent weiße Flecken ohne mobiles Breitband. Wie man solche Stellen findet, belegt und meldet, steht unter Funkloch.
Plötzlich kein Netz, obwohl es gestern noch ging
Dann steckt eher eine Störung dahinter. Das Telekommunikationsgesetz verpflichtet den Anbieter zur schnellen Entstörung und sieht bei längeren Ausfällen eine Entschädigung vor. Wie Sie eine Störung erkennen und richtig melden, erklärt Netzstörung.
Draußen Empfang, drinnen kaum
Wände und beschichtetes Glas dämpfen das Signal, niedrige Frequenzen kommen besser hindurch. Welche Bänder Ihr Handy kennen sollte und warum Importgeräte manchmal Lücken haben, zeigt Frequenzen. Zu Hause hilft oft WLAN Call, sofern Tarif und Handy ihn unterstützen.
5G im Vertrag, aber LTE im Display
5G reicht in jedem Netz weniger weit als 4G. LTE bleibt deshalb das Rückgrat, auch für Telefonate, wie LTE und 4G zeigt. Den Ausbau je Netz und was 5G Standalone ändert, erklärt 5G-Netz.
Abbrüche im Zug
Die Wagenhülle dämpft das Signal, bei hohem Tempo wechselt das Handy ständig die Funkzelle, und alle Fahrgäste teilen sich dieselbe Zelle. Was trotzdem hilft, steht unter Netz im Zug.
Unterwegs ganz ohne Netz
Neuere iPhones und Pixel-Smartphones können in Deutschland einen Notruf über Satellit absetzen. Was sonst schon geht und was die Netzbetreiber planen, steht unter Handy über Satellit.
Sorge wegen eines neuen Masts
Für Sendeanlagen gelten gesetzliche Grenzwerte. Was das Bundesamt für Strahlenschutz zu Masten, Handys und 5G sagt, fasst Mobilfunk und Gesundheit zusammen.
Ein Tarif, zwei Netze
Wer einen Tarif von 1&1 oder einer Drillisch-Marke nutzt, funkt in der Stadt oft im eigenen 1&1-Netz und auf dem Land über Vodafone. Wie dieser Wechsel funktioniert und was die Bundesnetzagentur dazu vorgibt, beschreibt National Roaming.
Nächster Schritt
Erst die eigenen Orte in der Karte prüfen, dann das Netz wählen, dann die Marke. Der Netz-Finder hilft bei der Vorauswahl, die Netzseiten zeigen die Marken in jedem Netz.
Quellen und Stand
- Bundesnetzagentur / Gigabit-Grundbuch: Mobilfunk-Monitoring – 4G und 5G auf der Fläche, Datenstand Juni 2026
- Bundesnetzagentur / Gigabit-Grundbuch: Mobilfunkstatistik nach Netzbetreiber – Fläche mit 2G, 4G und 5G je Netz, Stand Juni 2026
- Bundesnetzagentur / Gigabit-Grundbuch: Mobilfunkstatistik (bis Gemeinde) – 5G Standalone je Netz, Haushalte; Grundlage unserer Umrechnungen
- Bundesnetzagentur / Gigabit-Grundbuch: Monitoring Mobilfunk – Flächenversorgung nach Bundesland – weiße und graue Flecken, Funklöcher, Flächen in km²
- Bundesnetzagentur: Jahresbericht Telekommunikation 2025 – Datenbasis der Karte, DSS-Anteil, 2G-Abschaltung, Darstellung des 1&1-Roamings, Ausbauvorschau, Werte Oktober 2025
- Bundesnetzagentur: Bundesnetzagentur verlängert Mobilfunkfrequenzen unter Auflagen (24. März 2025)
- Bundesnetzagentur: Drahtloser Netzzugang in den Bereichen von 700 MHz bis 3,8 GHz – Frequenzen je Netzbetreiber, Stand 29. Januar 2026
- Bundesnetzagentur: Mobiles Breitband – Anhörung zur gemeinsamen Nutzung von Frequenzen, Frist 18. März 2026
- Bundesnetzagentur: Internetgeschwindigkeit – Allgemeinverfügung Nr. 35/2026, wirksam seit 20. April 2026
- Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung: Frequenzen und Mobilfunk – Ende der Mobilfunkförderung, 267 Projekte
- Telekom: Telekom nimmt 115 neue Mobilfunkstandorte in Betrieb (30. September 2026), Mehr Speed auf alten Frequenzen: 2G-Abschaltung sorgt für besseres Netz (22. Oktober 2024) und 5G Netzabdeckung: Stand des Netzausbaus – Flächenangabe Stand April 2024
- Vodafone: Vodafone hat sein Mobilfunk-Netz mit 2.400 Baumaßnahmen verstärkt (2. Oktober 2026), 2G-Abschaltung macht LTE- und 5G-Netz noch besser (22. September 2025), 2G-Abschaltung und Netzabdeckung: So gut ist unser Netz
- Telefónica Deutschland: Mobile network – 5G-Abdeckung Juni 2026, Ausbau im ersten Halbjahr 2026, 2G-Ende
- 1&1 AG: Halbjahresfinanzbericht 2026 – Haushaltsabdeckung des eigenen Netzes
- Datenliste Tarifmarken von Handy.Rocks mit 43 Marken, Belege aus Produktinformationsblättern und Preislisten, Stand 4. Oktober 2026
Geprüft am 4. Oktober 2026. Quadratkilometer und Prozentpunkte sind eigene Umrechnungen der Anteile, die die Bundesnetzagentur veröffentlicht.
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VergleichAuf 85,7 % der Fläche funken alle drei großen Netze. Die Netzwahl zählt vor allem unterwegs.
1&1Eigenes Netz in Großstädten, 3 Prozent der Fläche: Leipzig 82 Prozent, Umland fast nur Vodafone.
5G-Netz5G Standalone reicht über 96,1 Prozent der Fläche, fast so weit wie 5G insgesamt.
Bestes NetzBei der 4G-Fläche trennen die Netze 4,3 Prozentpunkte, je Bundesland in anderer Reihenfolge.
Mobilfunkmarken43 Marken, vier Netze: Das o2-Netz trägt 14 Marken, das Vodafone-Netz sieben.
National RoamingDas eigene 1&1-Netz erreicht 34 Prozent der Haushalte, aber erst 3 Prozent der Fläche.
Netzabdeckung"Versorgt" heißt in der amtlichen Karte: draußen mindestens 2 Mbit/s am Rand der Funkzelle.
o2 TelefónicaIn Städten 99,3 Prozent 4G-Fläche, in Landgemeinden 83,1; bis 2028 steht die größte Umrüstung an.
TelekomGrößte 5G-Fläche, aber bei 4G auf dem Land gleichauf mit Vodafone. Im Netz funken zehn Marken.
Vodafone92,2 Prozent der Fläche mit 4G, 77,2 mit 5G: viel LTE im Norden, 5G+ und Roaming für 1&1.
1&1 oder o21&1 erreicht über 34 % der Haushalte, aber nur 3 % der Fläche. Sonst funkt Vodafone.
congstar oder TelekomDieselben Masten, aber 50 statt 300 Mbit/s: wann der Originaltarif der Telekom passt.
Telekom oder o2An Bahn und Autobahn gleichauf, in der Fläche hat die Telekom rund 15.200 km² mehr LTE.
Telekom oder VodafoneBeim LTE fast gleichauf (92,6 zu 92,2 % der Fläche), bei 5G liegt die Telekom 12,7 Punkte vorn.
Vodafone oder o2Vodafone hat mehr LTE-Fläche, o2 mehr 5G; an Bahnstrecken liegen beide gleichauf.
FunklochEinzelne Meldungen bauen keinen Mast, Auflagen schon: 99,5 Prozent der Fläche je Netz ab 2030.
LTE (4G)90,1 Millionen SIM-Profile funken über LTE. Auch das meiste 5G hängt am LTE-Kernnetz.
VoLTE und WLAN CallWLAN Call ist bei 36 von 43 Marken belegt. Im Ausland kostet der Anruf ins Urlaubsland wie aus Deutschland.
FrequenzenAlle Ländervarianten des iPhone 18 Pro können Band 20. Lücken liegen eher bei VoLTE und Einmarkt-Geräten.
Handy über SatellitPer Satellit geht in Deutschland nur der Notruf, mit iPhone ab Modell 14 und Pixel ab 9 (ohne 9a).
Netz im ZugBahn-Auflagen gelten am Mast, nicht am Sitzplatz: Wagenhülle und volle Züge bleiben außen vor.
Mobilfunk und GesundheitDas Handy am Ohr wirkt stärker als der Mast nebenan, so das Bundesamt für Strahlenschutz.
NetzstörungEntschädigung ab Tag 3 nach der Meldung, seit April 2026 auch Minderung per amtlicher Mobilfunk-Messung.
iPhone oder AndroidApple garantiert nur das EU-Minimum, Samsung und Google sieben Jahre. Nachgerechnet pro Nutzungsjahr.
Prepaid oder VertragIm Vier-Wochen-Takt wird 13-mal im Jahr abgebucht; Verträge ohne Laufzeit sind oft der Mittelweg.
eSIM oder SIM-KarteDie eSIM spart nach einem Verlust den Postweg, bei kaputtem Handy ist die Plastikkarte im Vorteil.
Aldi Talk oder Lidl ConnectGleiche Stufen mit 50, 100 und 150 Mbit/s. Den Ausschlag geben das Netz und fünf Detailregeln.
congstar oder fraenkGleiche Firma, gleiches Netz, gleiche 50 Mbit/s: congstar verkauft Auswahl, fraenk einen Tarif per App.
Häufige Fragen
Welches Netz nutzt mein Mobilfunkanbieter?
Die meisten Marken nennen ihr Netz auf der Website, verbindlich steht es im Produktinformationsblatt, das vor dem Vertragsschluss vorliegen muss. Bei Händlern wie freenet oder klarmobil hängt das Netz am einzelnen Tarif. Steckt die Karte schon im Handy, zeigen die Mobilfunk-Einstellungen, in welchem Netz sie gerade eingebucht ist.
Warum werben alle Netzbetreiber mit rund 99 Prozent?
Weil sie Haushalte oder Einwohner zählen, und die leben dicht beieinander. Auf die Fläche gerechnet liegen die Werte deutlich niedriger, bei 5G je nach Netz zwischen 77,2 und 89,9 Prozent. Für Ihre Wohnung zählt keine der beiden Zahlen, sondern das Rasterquadrat, in dem sie liegt.
Kann ich erfahren, wo als Nächstes ausgebaut wird?
Seit Juli 2025 erfasst die Bundesnetzagentur, an welchen Standorten die Netzbetreiber in den nächsten zwölf Monaten ausbauen wollen. Öffentlich sind diese Pläne nicht. Einsicht beantragen können Gemeinden, Kreise und Länder für Planungs- und Förderzwecke – fragen Sie deshalb bei Ihrer Gemeinde nach.
Passt dazu
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Netze VergleichAuf 85,7 % der Fläche funken alle drei großen Netze. Die Netzwahl zählt vor allem unterwegs.
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Netze 1&1Eigenes Netz in Großstädten, 3 Prozent der Fläche: Leipzig 82 Prozent, Umland fast nur Vodafone.
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Hilfe WasserschadenKabel ab, nicht laden, kein Reis: was Apple, Samsung und Google raten und wo sie sich widersprechen.