Rechner
Speicherplatz-Rechner: Wie viele Fotos und Videos passen aufs Handy?
Der Rechner geht als Vorgabe von 35 GB aus, die System, Apps und Chats belegen. Dann bleiben auf einem 128-GB-Handy 93 GB frei: Platz für rund 51.600 platzsparende Fotos oder knapp 26 Stunden Video in Full HD, in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde aber nur knapp 4 Stunden. Tragen Sie Ihren tatsächlich belegten Speicher ein, Android und iPhone zeigen ihn in den Einstellungen.

Speicherplatz-Rechner
Wie viele Fotos und Videos passen auf mein Handy?
Richtwerte nach typischen Dateigrößen. Gerechnet wird im Browser.
Gerechnet mit 1 GB = 1.000 MB und typischen Dateigrößen je Kamera-Einstellung (Richtwerte); Motive mit vielen Details brauchen mehr.
Mit den Vorgaben des Rechners – 128 GB, davon 35 GB belegt, Fotos im platzsparenden Format HEIF, Videos in Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde, 30 Prozent des freien Platzes für Videos – passen rund 36.160 Fotos und zusätzlich 7,8 Stunden Video auf das Handy. Wer nur fotografiert, bringt etwa 51.600 Bilder unter, wer nur filmt, 25,8 Stunden.
So rechnet der Rechner
- Freien Platz bestimmen Speichergröße minus schon belegter Speicher, mal 1.000. Aus 128 GB minus 35 GB werden 93.000 MB.
- Platz aufteilen Der Schieber legt in Schritten von 10 Prozent fest, welcher Anteil an Videos geht. Der Rest steht für Fotos bereit.
- Fotos zählen Fotoplatz geteilt durch die Größe eines Fotos, abgerundet auf volle Zehner: 93.000 × 0,7 ÷ 1,8 = 36.166, also 36.160 Fotos.
- Videominuten zählen Videoplatz geteilt durch Megabyte je Minute: 93.000 × 0,3 ÷ 60 = 465 Minuten. Unter 120 Minuten nennt der Rechner Minuten, darüber Stunden mit einer Nachkommastelle, hier also 7,8 Stunden.
- Zum Vergleich Dieselbe Rechnung für nur Fotos, abgerundet auf volle Hunderter, und für nur Videos.
Der Rechner nutzt 1 GB = 1.000 MB und rechnet damit wie die Hersteller bei der Speichergröße. Den belegten Speicher zeigt das iPhone unter „Einstellungen“, „Allgemein“, „iPhone-Speicher“, Android unter „Einstellungen“, „Speicher“.
Dateigrößen: womit der Rechner arbeitet
| Kamera-Einstellung | Wert im Rechner | Einordnung |
|---|---|---|
| Foto, 12 Megapixel, platzsparend (HEIF) | 1,8 MB | Richtwert; HEIF komprimiert laut Apple besser als JPEG |
| Foto, 12 Megapixel, JPEG | 3,5 MB | Richtwert für das kompatible Format |
| Foto, 24 Megapixel | 6 MB | Richtwert; neuere iPhones speichern im Standardformat bis zu 24 Megapixel |
| Foto, 48 oder 50 Megapixel | 12 MB | Richtwert für die volle Auflösung |
| Foto, Rohformat (RAW) | 25 MB | Apple: ProRAW mit 12 Megapixeln etwa 25 MB |
| Video, Full HD, 30 Bilder/s | 60 MB/Min. | Richtwert, entspricht 8 Mbit/s |
| Video, Full HD, 60 Bilder/s | 90 MB/Min. | Richtwert, entspricht 12 Mbit/s |
| Video, 4K, 30 Bilder/s | 170 MB/Min. | Richtwert, entspricht 22,7 Mbit/s |
| Video, 4K, 60 Bilder/s | 400 MB/Min. | Richtwert, entspricht 53,3 Mbit/s |
Für normale Fotos nennen die Hersteller keine festen Größen, denn sie hängen vom Motiv ab. Apple liefert aber einen Anhaltspunkt: ProRAW-Dateien seien 10- bis 12-mal größer als HEIF- oder JPEG-Dateien. Bei etwa 25 MB je ProRAW-Bild mit 12 Megapixeln ergibt das gut 2 MB für ein normales Foto, die Werte des Rechners liegen in dieser Größenordnung. ProRAW mit 48 Megapixeln bringt es laut Apple auf etwa 75 MB; diese Stufe kennt der Rechner nicht.
Die Videowerte gelten für das platzsparende Format HEVC. Wer in den Kamera-Einstellungen „Maximale Kompatibilität“ wählt, nimmt in JPEG und H.264 auf, und diese Dateien sind bei gleicher Qualität größer. Noch weit mehr Platz braucht Apple ProRes: Solche Dateien sind laut Apple bis zu 30-mal größer als HEVC. Auf Modellen mit 128 GB ist ProRes auf Full HD mit 30 oder 25 Bildern pro Sekunde beschränkt.
Warum von 128 GB nie 128 GB frei sind
Zwei Effekte schrumpfen den Speicher, und nur einer kostet echten Platz. Der erste ist eine Frage der Einheit: Hersteller messen dezimal, ein Gigabyte sind bei ihnen eine Milliarde Byte. Manche Programme am Computer rechnen dagegen binär mit 1.073.741.824 Byte je Einheit; korrekt hieße diese Einheit Gibibyte (GiB). Ein Handy mit 128 GB erscheint dort mit rund 119 „GB“, ohne dass ein Byte fehlt.
| Angabe des Herstellers | Byte | binär angezeigt |
|---|---|---|
| 64 GB | 64 Milliarden | 59,6 GiB |
| 128 GB | 128 Milliarden | 119,2 GiB |
| 256 GB | 256 Milliarden | 238,4 GiB |
| 512 GB | 512 Milliarden | 476,8 GiB |
| 1 TB | 1 Billion | 931,3 GiB |
Der zweite Effekt kostet tatsächlich Platz: Formatierung, Betriebssystem und vorinstallierte Apps. Apple schreibt dazu, die tatsächlich formatierte Kapazität sei geringer als die Angabe auf der Verpackung: Die Formatierung belegt einen Teil, weiteren Platz verwendet zum Beispiel das Betriebssystem. Wie viel, hängt von Modell und Softwareversion ab; die Speicherübersicht in den Einstellungen weist es eigens aus. Dazu kommen Apps, Chats mit ihren Medien und zwischengespeicherte Daten. Der Rechner setzt dafür 35 GB als Vorgabe an – ersetzen Sie den Wert durch Ihren eigenen.
Drei Rechnungen aus dem Alltag
Ein älteres Handy mit 64 GB
Sind 30 GB belegt, bleiben 34 GB. Das reicht für rund 18.800 platzsparende Fotos oder, bei 30 Prozent Videoanteil, für rund 13.220 Fotos und 2,8 Stunden Full-HD-Video. Mit JPEG statt HEIF wären es nur etwa 9.700 Fotos ohne Video.
Zwei Wochen Urlaub in 4K
Eine Minute 4K-Video mit 60 Bildern pro Sekunde belegt nach den Werten des Rechners 400 MB, eine Stunde also 24 GB. Wer zwei Wochen lang täglich zehn Minuten filmt, kommt auf 140 Minuten und 56 GB. Das ist mehr als die Hälfte der 93 GB, die auf einem 128-GB-Handy mit den Vorgaben frei sind. In 4K mit 30 Bildern pro Sekunde wären es 23,8 GB, in Full HD 8,4 GB.
256 GB mit hoher Auflösung
Sind 50 GB belegt, bleiben 206 GB. Mit 24-Megapixel-Fotos, 4K-Video mit 30 Bildern pro Sekunde und 40 Prozent Videoanteil passen rund 20.600 Fotos und 8,1 Stunden Video darauf. Mit platzsparenden 12-Megapixel-Fotos und Full HD wären es auf demselben Platz rund 68.660 Fotos und 22,9 Stunden Video – die Einstellung entscheidet so viel wie der Speicher.
Wenn der Platz knapp wird
- Cloud nutzen: Apple gibt zu jedem Konto 5 GB iCloud-Speicher kostenlos, Google bis zu 15 GB, die sich Gmail, Google Drive und Google Fotos teilen. Für große Fotosammlungen reicht das selten. Synchronisieren ersetzt zudem keine Sicherung; warum, erklärt der Ratgeber Backup.
- Automatisch aufräumen lassen: Das iPhone kann nicht verwendete Apps auslagern, ohne ihre Daten zu löschen. Android bietet je nach Version und Gerät die Option „Intelligenter Speicher“, die gesicherte Fotos und Videos löscht, wenn der Speicher fast voll ist.
- Papierkorb leeren: Gelöschte Fotos landen zunächst im Album „Zuletzt gelöscht“ oder im Papierkorb der Fotos-App. Erst wenn sie auch dort entfernt sind, ist der Platz frei.
- Format prüfen: HEIF und HEVC brauchen bei gleicher Qualität weniger Platz als JPEG und H.264. 4K mit 60 Bildern pro Sekunde lohnt sich nur, wo Sie es wirklich brauchen.
- Speicherkarte: Nur manche Android-Handys haben einen Kartenschacht. Welche Modelle es gibt, zeigt die Seite Handy mit Speicherkarte, worauf es bei der Karte ankommt, die Seite microSD-Karte.
Meldet das Handy bereits, dass der Speicher voll ist, helfen die Schritte unter Speicher voll. Nicht verwechseln sollten Sie Speicher und Arbeitsspeicher: Der Speicher bewahrt Fotos und Apps dauerhaft auf, der Arbeitsspeicher hält laufende Apps nur vorübergehend bereit. Mehr dazu steht im Ratgeber Arbeitsspeicher.
Wo der Rechner ungenau wird
Die Dateigrößen sind Durchschnittswerte, Motive mit vielen Details brauchen mehr Platz. Fotos aus dem Messenger, Sprachnachrichten und heruntergeladene Serien rechnet der Rechner nicht eigens; sie gehören zum belegten Speicher, den Sie eintragen. Wer Serien für unterwegs im WLAN lädt, spart Datenvolumen, braucht aber Speicher – wie viel Volumen Streaming sonst kostet, zeigt der Datenvolumen-Rechner. Weil Apps und Chats mit der Zeit wachsen, lohnt beim Handykauf etwas Reserve, ein Prüfpunkt der Checkliste Handy kaufen.
Nächster Schritt
Was mehr Megapixel tatsächlich bringen und wann sie nur Speicher kosten, erklärt der Ratgeber zur Kamera. Alle Werkzeuge finden Sie in der Übersicht.
Quellen und Stand
- Apple Support: Wie die Speicherkapazität auf Apple-Geräten gemessen wird – 1 GB = 1 Milliarde Byte, formatierte Kapazität geringer, binär 1.073.741.824 Byte
- National Institute of Standards and Technology: Definitions of the SI units: The binary prefixes – Gibibyte und Gigabyte
- Apple Support: HEIF- oder HEVC-Medien auf Apple-Geräten verwenden – bessere Kompression als JPEG und H.264, Einstellung „Maximale Kompatibilität“
- Apple Support: Informationen zu Apple ProRAW – etwa 25 MB bei 12 und 75 MB bei 48 Megapixeln, 10- bis 12-mal größer als HEIF oder JPEG
- Apple Support: Informationen zu Apple ProRes auf dem iPhone – bis zu 30-mal größer als HEVC, bei 128 GB nur Full HD
- Apple: Speicher auf dem iPhone verwalten – Speicher prüfen, nicht verwendete Apps auslagern
- Google: Speicherplatz auf einem Android-Gerät freigeben – Intelligenter Speicher, Speicher und Arbeitsspeicher
- Google One-Hilfe: So funktioniert der Google-Speicherplatz – bis zu 15 GB für Gmail, Drive und Fotos
- Apple: iCloud+ – 5 GB kostenloser iCloud-Speicher
Geprüft am 4. Oktober 2026.
Häufige Fragen
Wie viele Fotos passen auf 256 GB?
Sind 40 GB durch System, Apps und Chats belegt, bleiben 216 GB. Das reicht für rund 120.000 platzsparende Fotos mit 12 Megapixeln oder rund 18.000 Fotos mit 48 Megapixeln in voller Auflösung. Wer daneben viel filmt, kommt auf deutlich weniger Fotos.
Lohnt sich 256 GB statt 128 GB?
Wer vor allem fotografiert, Videos in Full HD aufnimmt und regelmäßig in die Cloud sichert, kommt mit 128 GB meist aus. Wer viel in 4K filmt oder das Handy fünf Jahre und länger nutzen will, ist mit 256 GB besser bedient: Schon eine Stunde 4K mit 60 Bildern pro Sekunde belegt rund 24 GB.
Passt dazu
-
Rechner Rechner15 Werkzeuge, die im Browser rechnen – jedes mit Rechenweg und Quelle für seine festen Werte.
-
Rechner Datenvolumen-RechnerEine Stunde HD-Video kostet so viel Datenvolumen wie gut 40 Stunden Musik in hoher Qualität.
-
Ausland Reise-eSIMLohnt sich vor allem außerhalb der EU – mit Rechenweg gegen die Roaming-Option des eigenen Anbieters.