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Wann ein Handy am günstigsten ist: Preisverfall und Rabatttage

Am günstigsten wird ein Smartphone meist einige Monate nach dem Marktstart. Für die Galaxy-S26-Reihe erwartete idealo nach drei Monaten 20 bis 28 Prozent unter der Preisempfehlung, iPhones fallen deutlich langsamer. Rabatttage bringen bei Smartphones weniger als erhofft: Am Black Friday 2024 lagen sie im Schnitt 5 Prozent unter dem Oktoberpreis. Warten lohnt sich, solange der Preis schneller fällt, als die Update-Zeit schrumpft.

Von Geprüft am 9 Min. Lesezeit

Mann im Wintermantel von hinten vor einem beleuchteten Schaufenster mit gestapelten Smartphone-Schachteln in der Abenddämmerung
KI-generiert

Wer ein neues Smartphone sofort zum Marktstart kauft, zahlt in der Regel den höchsten Preis seines ersten Jahres. Wer zu lange wartet, verschenkt Update-Jahre.

Dazwischen liegt der beste Zeitpunkt, und der hängt vom Hersteller, von der Nachfrage und 2026 auch vom Speichermarkt ab. Diese Kaufberatung stützt sich auf veröffentlichte Auswertungen der Preisvergleichsplattform idealo und auf die Regeln für Rabattangaben. Modelle nennt sie nur als Beispiele, Stand Oktober 2026.

Wie schnell Smartphone-Preise nach dem Marktstart fallen

idealo veröffentlicht zu großen Neuvorstellungen Preisprognosen, die auf den tatsächlichen Preisverläufen der Vorgängermodelle beruhen. Sie zeigen ein deutliches Muster: Die Galaxy-S-Reihe von Samsung verliert in den ersten Monaten viel schneller an Preis als die iPhones von Apple. Gemessen wird dabei der Abstand zur unverbindlichen Preisempfehlung (UVP), jeweils für die kleinste Speichervariante.

Preisprognosen von idealo zum Marktstart, Abstand zur UVP (Prognosen vom 26. Februar und 2. September 2026)
Modellnach 1 Monatnach 3 Monatennach 5 MonatenTiefstwert im ersten Jahr
Galaxy S26−7 %−25 %–−37 % (Monat 7)
Galaxy S26+–−20 %–−36 % (Monat 8)
Galaxy S26 Ultra–−28 %–−41 % (Monat 11)
iPhone 18 Pro−2 %–−14 %−18 % (Monat 11)
iPhone 18 Pro Maxkaum Bewegung–−14 %−19 % (Monat 9)
Prognose: so schnell fallen Smartphone-Preise nach dem MarktstartBalkendiagramm: Galaxy S26 Ultra, nach 3 Monaten: −28 %; Galaxy S26, nach 3 Monaten: −25 %; Galaxy S26+, nach 3 Monaten: −20 %; iPhone 17, nach 5 Monaten: −20 %; iPhone 17 Pro Max, nach 5 Monaten: −17 %; iPhone 18 Pro, nach 5 Monaten: −14 %Prognose: so schnell fallen Smartphone-Preise nach dem MarktstartAbstand zur Preisempfehlung laut idealo, Galaxy nach drei, iPhone nach fünf MonatenGalaxy S26 Ultra, nach 3Monaten−28 %Galaxy S26, nach 3 Monaten−25 %Galaxy S26+, nach 3 Monaten−20 %iPhone 17, nach 5 Monaten−20 %iPhone 17 Pro Max, nach 5Monaten−17 %iPhone 18 Pro, nach 5 Monaten−14 %Quelle: idealo-Preisprognosen (Galaxy S26: 26.02.2026, iPhone 17: 10.09.2025, iPhone 18 Pro: 02.09.2026)
Galaxy-Modelle verlieren in drei Monaten so viel oder mehr als iPhones in fünf – gemessene Preise können von der Prognose abweichen.

Prognosen sind Durchschnitte aus Vorjahren, und die Wirklichkeit weicht ab. Für das iPhone 17 hatte idealo im September 2025 nach einem Monat rund 10 Prozent Ersparnis vorhergesagt. Gemessen waren nach zwei Monaten gerade 1 Prozent, beim iPhone 17 Pro 4 und beim Pro Max 3 Prozent.

Das neue iPhone Air kostete dagegen nach zwei Monaten schon 20 Prozent weniger, weil die Nachfrage ausblieb. Preissenkungen von 20 Prozent und mehr beobachtet idealo bei Apple-Geräten sonst frühestens fünf Monate nach dem Verkaufsstart.

Für Ihren Kauf heißt das: Bei Galaxy-S-Modellen lohnt sich ein Blick auf den Preis schon wenige Wochen nach dem Start. Bei einem gefragten iPhone dauert es mehrere Monate, bis der Preis spürbar fällt, und eine Garantie dafür gibt es nicht. Je beliebter ein Modell, desto stabiler bleibt sein Preis.

2026: Speicherknappheit statt Preisverfall

Die Regel, dass Technik mit der Zeit billiger wird, gilt 2026 nur eingeschränkt. Der Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz beansprucht große Mengen Arbeits- und Datenspeicher. idealo stellte im August 2026 fest, dass die Durchschnittspreise im Juli in allen untersuchten Kategorien über dem Vorjahresmonat lagen, auch bei Smartphones und Tablets. Arbeitsspeicher kostete im Schnitt mehr als doppelt so viel, und Hersteller wie Apple und Sony hatten ihre Preisempfehlungen für einzelne Produkte angehoben.

Ob die Speicherknappheit die Ursache ist, lässt idealo ausdrücklich offen. Für den Kauf heißt es trotzdem: Ein Modell, das heute im Angebot ist, wird nicht zwangsläufig in drei Monaten billiger. Auch Startpreise steigen; die Galaxy-S26-Reihe startete beim Standard- und beim Plus-Modell teurer als die Vorgänger, das Standardmodell dafür mit mehr Speicher. Wer ein bestimmtes Modell braucht, beobachtet dessen Preisverlauf, statt auf einen allgemeinen Trend zu setzen.

Black Friday und Prime Days: was Aktionstage bei Smartphones bringen

Für den Black Friday 2024 hat idealo die Preise von mehr als 10.000 Produkten aus den 100 beliebtesten Kategorien mit dem Durchschnitt des Vormonats verglichen. 73 Prozent der Produkte waren am Aktionstag günstiger, im Schnitt um 7 Prozent. Smartphones, die beliebteste Warengruppe, lagen mit 5 Prozent darunter, Tablets und Smartwatches mit je 6 Prozent ebenfalls. Fernseher waren dagegen 17 Prozent günstiger.

Zwei weitere Befunde relativieren den Aktionstag selbst. 59 Prozent der untersuchten Produkte waren an einem anderen Tag im November günstiger als am Black Friday. Und nach dem Aktionstag stiegen die Preise im Schnitt wieder etwas, blieben aber meist unter dem Niveau vom Oktober. Wer ein bestimmtes Gerät sucht, stellt sich deshalb besser einen Preisalarm, als auf einen einzelnen Tag zu warten.

Verbreiteter IrrtumVor dem Black Friday erhöhen Händler die Preise, damit der Rabatt größer wirkt.

Was stimmtidealo fand in seiner Preisstudie für die 100 beliebtesten Kategorien keine systematischen Preiserhöhungen vor dem Aktionstag. Das Preisniveau sank vielmehr schon Anfang November.

Aktionstage 2026 und was Auswertungen für Smartphones zeigen
AktionTermin 2026Befund aus Auswertungen
Prime Day23. bis 26. JuniNachlässe oft nur für einzelne Varianten: Galaxy S24 Ultra mit 256 GB 2024 rund 7 Prozent unter dem Vormonat, mit 512 GB etwas teurer
Prime Deal Days6. und 7. Oktobernur für Prime-Mitglieder; hohe Nachlässe auf die neuesten Geräte sind laut idealo selten, ältere Modelle fallen eher
Black Friday27. NovemberSmartphones am Black Friday 2024 im Schnitt 5 Prozent unter dem Oktoberpreis
Black Week bis Cyber Mondaybis 30. NovemberTiefstwerte laut idealo oft in der Black Week, nicht nur am Freitag

Bei den Prime-Aktionen von Amazon zeigt idealo vor allem, wie ungleich Nachlässe verteilt sind. 2021 fiel das ältere iPhone 11 am Prime Day um gut 6 Prozent gegenüber dem Vormonat, das neuere iPhone 12 nur um 1 Prozent. Wer bei Farbe, Speicher und Generation flexibel ist, spart an solchen Tagen mehr. Die Verbraucherzentrale warnt rund um die Aktionstage zudem vor Druck durch Countdowns und Hinweise auf knappe Ware.

Echte und scheinbare Rabatte erkennen

Für Preisnachlässe auf Waren gilt seit 2022 eine klare Regel: Wer einen ermäßigten Preis bewirbt, muss den niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage angeben (§ 11 Preisangabenverordnung). Der Europäische Gerichtshof hat im September 2024 klargestellt, dass auch eine Prozentangabe auf diesem 30-Tage-Tiefstpreis beruhen muss. Ein „Minus 30 Prozent“ muss sich also auf den günstigsten Preis des Händlers im vergangenen Monat beziehen, nicht auf einen kurz vorher angehobenen.

Etwas anderes ist der Vergleich mit der UVP des Herstellers. Er fällt nicht unter die 30-Tage-Regel, sagt aber wenig, denn laut Verbraucherzentrale verlangt kaum ein Händler tatsächlich die UVP. Aussagekräftiger ist der Preisverlauf der letzten drei bis zwölf Monate, den Preissuchmaschinen für die meisten Modelle anzeigen. Die Verbraucherzentrale rät, vor dem Kauf mindestens zwei Preissuchmaschinen zu nutzen.

Die 30-Tage-Regel gilt nur für Waren. Für Handytarife greift sie nicht; dort zeigt erst der Effektivpreis über die Laufzeit, ob ein Aktionspreis günstig ist. Beim Online-Kauf eines Geräts haben Sie 14 Tage Widerrufsrecht.

Die Rechnung: Wann sich Warten pro Nutzungsjahr lohnt

Ein Preisrückgang ist nur die halbe Rechnung, denn die Update-Zeit läuft ab dem Marktstart. Warten lohnt sich pro Nutzungsjahr, wenn der Preis prozentual stärker gefallen ist, als die Wartezeit an der gesamten Update-Zeit ausmacht. Die Grafik zeigt die Schwellen für drei typische Zusagen.

Später kaufen: ab welchem Preisrückgang es sich pro Jahr lohntBalkendiagramm: 7 Jahre Updates, 1 Jahr später gekauft: mehr als 14,3 %; 7 Jahre Updates, 2 Jahre später gekauft: mehr als 28,6 %; 5 Jahre Updates, 1 Jahr später gekauft: mehr als 20 %; 5 Jahre Updates, 2 Jahre später gekauft: mehr als 40 %; 3 Jahre Updates, 1 Jahr später gekauft: mehr als 33,3 %; 3 Jahre Updates, 2 Jahre später gekauft: mehr als 66,7 %Später kaufen: ab welchem Preisrückgang es sich pro Jahr lohntNötiger Preisrückgang seit Marktstart, wenn das Gerät bis zum Update-Ende genutzt wird7 Jahre Updates, 1 Jahr spätergekauftmehr als 14,3 %7 Jahre Updates, 2 Jahrespäter gekauftmehr als 28,6 %5 Jahre Updates, 1 Jahr spätergekauftmehr als 20 %5 Jahre Updates, 2 Jahrespäter gekauftmehr als 40 %3 Jahre Updates, 1 Jahr spätergekauftmehr als 33,3 %3 Jahre Updates, 2 Jahrespäter gekauftmehr als 66,7 %Rechnung: nötiger Rückgang = Wartezeit geteilt durch die gesamte Update-Zeit ab Marktstart, ohne Restwert
Je kürzer die Update-Zusage, desto stärker muss der Preis fallen, damit sich das Warten rechnet.

Ein Beispiel ist die Galaxy-S26-Reihe, für die Samsung sieben Jahre Sicherheitsupdates ab dem Marktstart im März 2026 zusagt. Wer drei Monate wartet, verliert 3 von 84 Monaten, also 3,6 Prozent der Update-Zeit. Die Prognose von idealo sieht in dieser Zeit 20 bis 28 Prozent Preisrückgang.

Selbst nach sieben Monaten, wenn idealo für das Standardmodell den Tiefstwert erwartet, ist erst ein Zwölftel der Update-Zeit verbraucht. Warten lohnt sich hier deutlich, vorausgesetzt, die Prognose trifft ein.

Bei kurzen Zusagen kippt die Rechnung schneller. Bekommt ein Modell nur drei Jahre Updates, kostet ein Jahr Warten ein Drittel der Update-Zeit; der Preis müsste also um mehr als ein Drittel fallen. Bei Modellen, für die nur das EU-Mindestmaß gilt, zählt die Frist dagegen erst ab dem Verkaufsende des Modells. Solange es im Handel ist, schrumpft die garantierte Restzeit nicht, und der spätere Kauf gewinnt, sofern der Preis nicht steigt.

Vorgänger oder neues Modell?

Nach dem Erscheinen eines Nachfolgers stellt sich dieselbe Frage anders. Der Vorgänger lohnt sich pro Nutzungsjahr, wenn sein Preis unter dem Preis des neuen Modells mal dem Verhältnis der Restjahre liegt. Ein Galaxy S25 bekommt laut Samsung Updates bis Februar 2032, ein Galaxy S26 bis März 2033.

Im Oktober 2026 sind das 5,3 gegen 6,4 Restjahre, ein Verhältnis von 83 Prozent. Das S25 ist also pro Jahr günstiger, wenn es weniger als 83 Prozent des S26-Preises kostet. Mit eigenen Zahlen rechnet der Rechner auf der Seite Handy-Preise vergleichen.

Kaufkriterien mit Gewicht

Worauf es beim Kaufzeitpunkt ankommt, Gewichtung von handy.rocks
KriteriumGewichtWarum
Restlaufzeit der Updateshochbestimmt, wie viele Jahre der Preis tragen muss
Preis gegenüber 30-Tage-Tiefstpreis und Preisverlaufhochzeigt, ob ein Angebot wirklich günstig ist
Variante nach Speicher und FarbemittelNachlässe gelten oft nur für einzelne Varianten
Abstand zum Marktstartmittelbei Galaxy-S-Modellen früh spürbar, bei iPhones später
Aktionstagniedrigbei Smartphones im Schnitt nur wenige Prozent

Ausschlussgründe: Verzichten Sie auf ein Angebot, wenn die Restlaufzeit der Updates kürzer ist als Ihre geplante Nutzung. Ebenso, wenn ein Rabatt nur gegenüber der UVP ausgewiesen ist und der Preisverlauf ihn nicht bestätigt. Und wenn ein unbekannter Shop mit auffällig niedrigen Preisen nur Vorkasse anbietet; vor solchen Fake-Shops warnt die Verbraucherzentrale besonders rund um die Aktionstage.

Refurbished statt warten

Wer nicht auf einen Preisrückgang warten will, kann ein aufbereitetes Gerät kaufen. Die Rechnung bleibt dieselbe: Entscheidend sind Preis und verbleibende Update-Jahre, nicht der Rabatt gegenüber dem Neupreis. Ein zwei Jahre altes Modell mit sieben Jahren Zusage hat noch fünf Jahre vor sich und darf entsprechend weniger kosten. Wie man Zustand, Akku und Gewährleistung prüft, erklärt der Ratgeber Refurbished oder neu; welche Rechte beim Kauf gelten, steht unter Garantie und Gewährleistung.

Leere braune Papiertüte und eine geschlossene Smartphone-Schachtel auf einer Flurbank, daneben Herbsthandschuhe und ein Schal
Der beste Kaufzeitpunkt ist der, an dem Preis und verbleibende Update-Jahre zueinander passen, nicht ein bestimmter Aktionstag. KI-generiert

In fünf Schritten zum richtigen Zeitpunkt

  1. Update-Ende nachschlagen Auf der Support-Seite des Herstellers oder im Ratgeber Update-Politik der Hersteller.
  2. Preisverlauf ansehen Drei, sechs und zwölf Monate zurück, für genau die Variante, die Sie wollen.
  3. Zielpreis festlegen Aus der Rechnung pro Nutzungsjahr ableiten und als Preisalarm in einer Preissuchmaschine hinterlegen.
  4. Rabatt prüfen Den 30-Tage-Tiefstpreis suchen, die UVP ignorieren.
  5. Kaufen und prüfen Beim Online-Kauf die 14 Tage Widerruf für einen Funktionstest nutzen; die Checkliste für den Handykauf hilft dabei.

Nächster Schritt

Mit dem Zielpreis zum Rechner: Er zeigt, was ein Nutzungsjahr bei zwei Geräten kostet und ob die geplante Nutzung über das Update-Ende hinausgeht.

Quellen und Stand

Geprüft am 5. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Wann sinken die Preise nach dem Release eines Handys?

Das hängt vom Hersteller und von der Nachfrage ab. Für die Galaxy-S-Reihe erwartet idealo schon nach drei Monaten deutliche Nachlässe, bei iPhones meist erst nach etwa fünf Monaten. Modelle mit schwacher Nachfrage fallen schneller, sehr beliebte langsamer.

Ist der Black Friday der beste Tag für einen Handykauf?

Für Smartphones meist nicht. Die Nachlässe an Aktionstagen fallen bei Handys kleiner aus als bei Fernsehern oder Kopfhörern, und das Preisniveau sinkt oft schon Anfang November. Wer ein bestimmtes Modell sucht, fährt mit einem Preisalarm besser als mit einem festen Termin.

Wann kommen neue iPhones und Galaxy-Modelle auf den Markt?

Nach den Marktstarts der vergangenen Jahre kommen neue iPhones im September, die Galaxy-S-Reihe zwischen Januar und März und die faltbaren Galaxy-Z-Modelle im Juli oder August. Neue Pixel-Modelle erschienen zuletzt im August. Ob der Vorgänger danach günstiger wird, zeigt sein Preisverlauf.

Lohnt es sich, auf ein neues Modell zu warten?

Wenn das neue Modell spürbar länger Updates bekommt oder der Vorgänger danach deutlich billiger wird, ja. Rechnen Sie mit den Restjahren: Der Vorgänger lohnt sich, wenn sein Preis stärker sinkt, als seine Restlaufzeit kürzer ist.

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