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Handy-Preise vergleichen: Kaufpreis geteilt durch die Nutzungsjahre

Vergleichen Sie Smartphones über die Kosten pro Nutzungsjahr statt über den Kaufpreis: Kaufpreis minus späterer Verkaufserlös plus Reparaturen und Akkutausch, geteilt durch die Jahre, die Sie das Gerät nutzen. Die Jahre begrenzt das Ende der Sicherheitsupdates. Ein teureres Modell ist pro Jahr günstiger, wenn sein Preis prozentual weniger steigt als die nutzbare Zeit.

Von Geprüft am 11 Min. Lesezeit

Zwei unterschiedlich große Smartphones mit der Rückseite nach oben auf einem Holztisch, dazwischen ein Schraubendreher
KI-generiert

Ein doppelt so teures Smartphone kann auf die Jahre gerechnet günstiger sein als ein Sonderangebot. Das gilt, wenn es deutlich länger Sicherheitsupdates bekommt und sich am Ende noch verkaufen lässt. Welche Variante gewinnt, zeigt eine einfache Rechnung: die Kosten pro Nutzungsjahr. Der Rechner stellt zwei Geräte nebeneinander.

Preis pro Nutzungsjahr

Welches Handy ist auf die Jahre gerechnet günstiger?

Zwei Geräte nebeneinander. Gerechnet wird im Browser, nichts wird übertragen.

Für jedes Gerät tragen Sie Kaufpreis, geplante Nutzungsdauer, den erwarteten Verkaufserlös am Ende und die Kosten für Reparaturen und Akkutausch ein. Optional wählen Sie ein Modell aus der Datenliste von handy.rocks. Dann prüft der Rechner, ob Ihre geplante Nutzung über das Ende der Sicherheitsupdates hinausgeht, und schlägt die Jahre bis dahin vor. Das Ergebnis sind die Kosten pro Jahr für beide Geräte und der Unterschied zwischen ihnen.

Die Rechnung in vier Posten

Kosten pro Jahr = (Kaufpreis − Verkaufserlös + Reparaturen) ÷ Nutzungsjahre

Kaufpreis

Der tatsächliche Preis beim Händler, nicht die unverbindliche Preisempfehlung. Wann Preise fallen, erklärt der Ratgeber bester Kaufzeitpunkt.

Nutzungsjahre

So lange, wie Sie das Gerät behalten wollen, aber nicht länger als bis zum Ende der Sicherheitsupdates. Danach bleibt jede neue Lücke offen.

Verkaufserlös

Was Sie am Ende realistisch bekommen. Wer bis zum Update-Ende nutzt, setzt wenig oder nichts an.

Reparaturen

Vor allem der Akkutausch bei langer Nutzung, dazu ein Puffer für Display oder Ladebuchse.

Die Formel ist bewusst schlicht. Sie vergleicht, was ein Jahr Nutzung kostet, und lässt Kamera, Leistung und Speicher außen vor. Die müssen Sie vorher klären: Erst wenn beide Geräte für Sie infrage kommen, entscheidet die Rechnung.

Beispiel: Angebot, aktuelles Modell und Oberklasse-Vorgänger

Die Preise im Beispiel sind angenommen und gehören zu keinem bestimmten Modell. Die Update-Dauer orientiert sich an dem, was Hersteller heute zusagen. Samsung nennt sechs Jahre für die Galaxy-A-Reihe und sieben für die S-Reihe, Google sieben Jahre für alle Pixel ab dem Pixel 8.

Drei Geräte mit angenommenen Preisen, Beträge in Euro
PostenA: Mittelklasse im AngebotB: aktuelle MittelklasseC: Oberklasse-Vorgänger
Kaufpreis280420650
Restjahre mit Updates365
Geplante Nutzung in Jahren365
Verkaufserlös am Ende03080
Akkutausch09090
Kosten pro Jahr93,3380,00132,00

Das scheinbare Angebot A ist pro Jahr teurer als das aktuelle Modell B, obwohl es ein Drittel weniger kostet. B hält doppelt so lange und gleicht damit auch den Akkutausch aus. Der Vorgänger aus der Oberklasse kostet pro Jahr deutlich mehr; er lohnt sich nur, wenn Ihnen Kamera oder Leistung diesen Aufpreis wert sind.

Verbreiteter IrrtumDas günstigere Handy ist auf die Jahre gerechnet immer billiger.

Was stimmtPro Jahr gewinnt das Gerät, dessen Preis langsamer steigt als seine Nutzungsdauer. Ein Modell zum 1,5-fachen Preis mit doppelt so langen Updates kostet pro Jahr ein Viertel weniger.

Wie lange aktuelle Modelle noch Updates bekommen

Für die Rechnung zählen die Jahre, die ab heute noch übrig sind, nicht die ursprüngliche Zusage. Ein Modell, das vor zwei Jahren mit sieben Jahren Updates startete, hat nur noch fünf. Die Tabelle zeigt eine Auswahl aus unserer Datenliste mit den Enddaten der Hersteller, gerechnet ab Oktober 2026.

Restlaufzeit der Sicherheitsupdates ausgewählter Modelle ab Oktober 2026, Stand 4. Oktober 2026
ModellMarktstartUpdates bisRestjahreArt der Zusage
Fairphone (Gen. 6)Juni 2025Juni 20336,7festes Enddatum
Samsung Galaxy S26März 2026März 20336,4sieben Jahre ab Marktstart
Google Pixel 10aMärz 2026März 20336,4sieben Jahre ab Start im US-Store
Samsung Galaxy A57 5GApril 2026April 20325,5sechs Jahre ab Marktstart
Nothing Phone (4a)März 2026März 20325,4sechs Jahre ab erster Verfügbarkeit
Xiaomi Redmi Note 15Januar 2026Januar 20325,3Enddatum des Herstellers
Samsung Galaxy A17 5GAugust 2025August 20314,8sechs Jahre ab Marktstart
Samsung Galaxy S24Januar 2024Januar 20314,3sieben Jahre ab Marktstart
Google Pixel 8Oktober 2023Oktober 20304,0sieben Jahre ab Start im US-Store
Google Pixel 7aMai 2023Mai 20281,6fünf Jahre ab Start im US-Store
Apple iPhone 17eMärz 2026offen–keine eigene Frist, EU-Mindestmaß
Restjahre bis zum Ende der SicherheitsupdatesBalkendiagramm: Fairphone (Gen. 6): 6,7 Jahre; Galaxy S26: 6,4 Jahre; Pixel 10a: 6,4 Jahre; Galaxy A57 5G: 5,5 Jahre; Nothing Phone (4a): 5,4 Jahre; Galaxy A17 5G: 4,8 Jahre; Pixel 8: 4,0 Jahre; Pixel 7a: 1,6 JahreRestjahre bis zum Ende der SicherheitsupdatesAusgewählte Modelle, gerechnet ab Oktober 2026 nach den Enddaten der HerstellerFairphone (Gen. 6)6,7 JahreGalaxy S266,4 JahrePixel 10a6,4 JahreGalaxy A57 5G5,5 JahreNothing Phone (4a)5,4 JahreGalaxy A17 5G4,8 JahrePixel 84,0 JahrePixel 7a1,6 JahreQuelle: handy.rocks-Datenliste Modelle nach Herstellerangaben, Stand 4. Oktober 2026
Ein Pixel 7a hat noch gut anderthalb Jahre Updates vor sich, ein Pixel 10a gut sechs – beim Kauf zählt der Rest, nicht die ursprüngliche Zusage.

Die Spanne ist groß: Wer heute ein Pixel 7a kauft, bekommt noch gut anderthalb Jahre Updates, beim Pixel 10a sind es gut sechs. Damit das ältere Modell pro Jahr mithalten kann, müsste es weniger als ein Viertel des neuen kosten.

Bei Apple fehlt eine eigene Frist; verbindlich ist das EU-Mindestmaß, nach dem Updates bis mindestens fünf Jahre nach dem Verkaufsende eines Modells kostenlos verfügbar sein müssen. In der Praxis reicht die Unterstützung bisher weiter, iOS 27 läuft noch auf dem iPhone 11. Alle Marken und einen Restlaufzeit-Rechner finden Sie im Ratgeber Update-Politik der Hersteller.

Drei Zählweisen, ein Ergebnis

Hersteller zählen ihre Zusagen unterschiedlich. Samsung rechnet ab dem globalen Marktstart, Google ab der Aufnahme eines Modells in den US-amerikanischen Google Store, Fairphone und Xiaomi nennen ein festes Enddatum je Modell.

Die EU-Regel zählt dagegen ab dem Verkaufsende eines Modells. Für die Rechnung übersetzen Sie jede Angabe in ein Datum und ziehen den heutigen Monat ab. Genau so ist die Spalte „Restjahre“ entstanden.

Wählen Sie im Rechner ein Modell aus, übernimmt er diesen Schritt: Er trägt die Jahre bis zum Update-Ende als geplante Nutzung ein, auf halbe Jahre abgerundet. Planen Sie trotzdem vier Jahre mit einem Pixel 7a, warnt er, dass die Updates nach gut anderthalb Jahren enden, also vor dem Ende der geplanten Nutzung. Die Jahre danach gehören zu einem zweiten Gerät, dessen Kosten Sie mitrechnen müssen. Für Modelle ohne Herstellerangabe meldet der Rechner „kein festes Enddatum“; dann bleibt es bei Ihrer eigenen Schätzung.

Akku und Reparaturen realistisch einplanen

Wer ein Smartphone sechs oder sieben Jahre nutzen will, braucht in dieser Zeit fast sicher einen neuen Akku. Für Modelle, die seit dem 20. Juni 2025 neu in den Handel kommen, gilt eine EU-Mindestanforderung. Der Akku muss 800 Ladezyklen schaffen, bevor er auf 80 Prozent seiner Kapazität fällt.

Bei einer vollen Ladung pro Tag ist dieser Punkt nach gut zwei Jahren erreicht, denn 800 geteilt durch 365 ergibt 2,2. Ein Akku mit 1.000 Zyklen schafft knapp drei Jahre; wie viele Zyklen ein Modell schafft, steht auf dem EU-Energielabel. Für die Rechnung heißt das: Bei sechs Jahren Nutzung ist ein Akkutausch einzuplanen, bei sieben Jahren und intensiver Nutzung womöglich ein zweiter.

Den Preis können Sie vorab nachsehen, denn nach der Ökodesign-Verordnung sollen Hersteller den Richtpreis für Ersatzteile auf einer frei zugänglichen Website nennen. Ersatzteile wie der Akku müssen bis sieben Jahre nach dem Verkaufsende verfügbar sein. In den ersten fünf Jahren sind sie binnen fünf Arbeitstagen zu liefern, danach binnen zehn. Wann sich der Tausch lohnt, zeigt der Ratgeber Akku tauschen.

Hinausschieben lässt sich der Tausch mit der Ladegrenze. Neue Modelle müssen eine wählbare Funktion haben, die das Laden bei 80 Prozent der Kapazität beendet. Die Verordnung verlangt, dass Nutzer beim ersten Laden oder bei der Einrichtung darauf hingewiesen werden, dass diese Einstellung die Lebensdauer des Akkus verlängern kann.

Ein Displaybruch ist der zweite große Posten. Der Tausch kostet je nach Modell oft einen dreistelligen Betrag; der Ratgeber Display-Reparatur ordnet Preisklassen und Rechte ein. Die Reparierbarkeitsklasse von A bis E auf dem Energielabel zeigt vorab, wie aufwendig Reparaturen werden. Ob eine Versicherung den Puffer ersetzt, prüft die Seite zur Handyversicherung.

Hände eines älteren Mannes halten ein Smartphone seitlich über eine Werkbank, auf der Matte liegen ein Ersatzakku und eine Pinzette
Ein neuer Akku nach einigen Jahren kostet weniger als ein neues Gerät und gehört bei langer Nutzung in die Rechnung. KI-generiert

Verkaufserlös: der Posten, der die Rechnung verschiebt

Wer sein Smartphone nach drei Jahren verkauft, bekommt einen Teil des Kaufpreises zurück. Wie viel, hängt vor allem davon ab, wie lange das Modell dann noch Updates bekommt. Ein Gerät mit vier Restjahren lässt sich leichter verkaufen als eines, dessen Updates bald enden. Schätzen Sie den Erlös vorsichtig, etwa anhand aktueller Ankaufspreise für ein heute drei Jahre altes Modell derselben Reihe.

Im Beispiel oben ändert der Erlös die Reihenfolge nicht, aber den Abstand. Nutzt man Gerät B nur drei Jahre und verkauft es dann für angenommene 150 Euro, sinken seine Kosten auf 90 pro Jahr. Es bleibt damit günstiger als das Angebot A. Was vor dem Verkauf zu tun ist, beschreibt der Ratgeber altes Handy verkaufen; wie man umgekehrt ein Gerät aus zweiter Hand bewertet, steht unter Refurbished oder neu.

Ab welchem Preis sich ein Angebot lohnt

Die Rechnung lässt sich umdrehen: Bis zu welchem Preis ist ein Gerät mit kurzer Zusage pro Jahr günstiger als eines mit langer? Die Formel lautet: Höchstpreis gleich Kosten pro Jahr des Vergleichsgeräts mal Nutzungsjahre des Angebots, plus erwarteter Erlös, minus Reparaturen. Im Beispiel kostet Gerät B 80 pro Jahr. Angebot A mit drei Jahren Nutzung, ohne Erlös und Reparatur, lohnt sich also erst unter 240.

Als Faustregel gilt: Das langlebigere Gerät gewinnt, solange sein Preis prozentual weniger steigt als die Zahl der Jahre. Doppelt so lange Updates für den 1,5-fachen Preis drücken die Kosten pro Jahr um ein Viertel. Doppelt so lange Updates für den dreifachen Preis machen jedes Jahr um die Hälfte teurer.

Wann die Rechnung nicht passt

  • Kurze Wechselzyklen: Wer alle zwei Jahre wechselt, rechnet mit zwei Jahren und einem realistischen Erlös. Die Update-Dauer wirkt dann nur über den Wiederverkaufswert.
  • Offene Update-Dauer: Fehlt ein Enddatum, setzen Sie die Jahre vorsichtig an und rechnen zusätzlich mit dem EU-Mindestmaß.
  • Ausstattung: Ein Gerät, das Ihre Anforderungen nicht erfüllt, wird nicht dadurch richtig, dass es pro Jahr wenig kostet.
  • Handy im Vertrag: Ratenkauf oder ein Bündel mit Tarif verteilen den Preis. Den Gerätepreis im Vertrag rechnet der Ratgeber Handy mit oder ohne Vertrag heraus.
  • Gebrauchtkauf: Es zählen dieselben Posten, nur mit den Restjahren des gebrauchten Geräts und meist einem früheren Akkutausch. Wie man Akkuzustand und Sperren vor dem Kauf prüft, zeigt der Ratgeber gebrauchtes Handy kaufen.

Nächster Schritt

Die Update-Zusagen aller Marken stehen im Smartphone-Bereich, die Regeln für Preisnachlässe beim Kaufzeitpunkt.

Quellen und Stand

Geprüft am 5. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Wie lange sollte ein Smartphone halten?

So lange, wie es Sicherheitsupdates bekommt und Ihre Anforderungen erfüllt. Viele aktuelle Modelle von Samsung und Google bekommen sechs bis sieben Jahre Updates ab dem Marktstart, Fairphone nennt ein festes Enddatum. Mit einem neuen Akku nach einigen Jahren lässt sich diese Zeit meist ausschöpfen.

Lohnt sich ein teures Handy?

Pro Jahr gerechnet nur, wenn es entsprechend länger genutzt werden kann oder beim Verkauf mehr bringt. Kostet es doppelt so viel wie ein Mittelklassegerät, muss es auch etwa doppelt so lange halten. Bei gleicher Update-Dauer ist das teurere Gerät pro Jahr immer teurer.

Wo finde ich das Update-Ende meines Handys?

Auf der Support-Seite des Herstellers, bei vielen Marken als Enddatum je Modell, bei Google als sieben Jahre ab dem Verkaufsstart im US-Store. Apple nennt keine eigene Frist. Eine Liste mit Enddaten und einen Restlaufzeit-Rechner bietet unser Ratgeber zur Update-Politik der Hersteller.

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