Ratgeber
Der Chip im Smartphone: Leistung, Modem und Update-Dauer
Im Smartphone steckt ein System on a Chip, kurz SoC: Rechenkerne, Grafik, KI-Beschleuniger, Bildprozessor und Mobilfunkmodem auf einem Baustein. Für den Alltag sagen Taktfrequenz und Kernzahl wenig; wichtiger sind Dauerleistung, Effizienz und das Modem. Der Chip entscheidet außerdem mit, wie lange es Updates gibt: Neue Android- und Kernel-Versionen brauchen angepasste Treiber des Chipherstellers, und Google pflegt jeden Kernel-Zweig nur bis zu einem festen Enddatum. Ob ein Gerät die mögliche Zeit ausschöpft, entscheidet der Gerätehersteller.

Beim Smartphone-Kauf wird der Chip gern auf eine Zahl reduziert: Gigahertz, Kerne oder Punkte in einem Leistungstest. Dabei entscheidet er über mehr als das Tempo. Er bestimmt mit, wie lange der Akku hält, welche Mobilfunkstandards das Gerät nutzt, wie gut die Fotos werden – und wie lange das Gerät überhaupt Updates bekommen kann. Gerade der letzte Punkt steht in keinem Datenblatt.
Verbreiteter IrrtumEin schneller Chip macht ein Handy zukunftssicher
Was stimmtDie Nutzungsdauer hängt vor allem an der Software-Pflege. Google pflegt Android-Kernel seit Version 6.6 nur noch vier Jahre lang; wer länger Updates liefern will, braucht angepasste Treiber des Chipherstellers und einen Gerätehersteller, der sie einsetzt.
Was alles in einem SoC steckt
SoC steht für System on a Chip. Bausteine, die früher getrennt auf der Platine saßen, sind auf einem einzigen Chip vereint. Das spart Platz und Strom, bedeutet aber auch, dass sich kein Teil nachrüsten lässt – weder ein schnelleres Modem noch eine stärkere Grafik.
| Baustein | Aufgabe | Merkt man woran |
|---|---|---|
| Rechenkerne (CPU) | System, Apps, Webseiten | Reaktion beim Öffnen und Wechseln von Apps |
| Grafikeinheit (GPU) | Spiele, Animationen, Video | Bildrate in Spielen, vor allem nach längerer Zeit |
| KI-Beschleuniger (NPU) | Bildbearbeitung, Sprache, Übersetzung im Gerät | Funktionen, die ohne Internet laufen |
| Bildprozessor (ISP) | Rauschunterdrückung, Belichtungsreihen, HDR | Fotoqualität bei wenig Licht |
| Mobilfunkmodem | Verbindung zum Netz, unterstützte Standards | Empfang am Zellrand, 5G Standalone, Akkuverbrauch |
Wie stark jeder Baustein ist, unterscheidet sich je nach Hersteller und Preisklasse. Apple entwickelt seine Chips selbst. Für den A20 Pro im iPhone 18 Pro nennt Apple etwa eine Grafikeinheit mit sieben Kernen und eine doppelte Neural Engine mit je 16 Kernen. Google setzt in den Pixel-Geräten eigene Tensor-Chips ein, im Pixel 11 Pro den Tensor G6. Die meisten anderen Android-Hersteller kaufen Chips von Spezialisten wie Qualcomm oder MediaTek. Fairphone nutzt in der 6. Generation zum Beispiel einen Snapdragon 7s Gen 3 von Qualcomm, im Modell 6+ einen Snapdragon 7s Gen 4.
Der Bildprozessor erklärt übrigens, warum zwei Geräte mit ähnlichem Kameramodul unterschiedlich gute Fotos machen. Warum die Megapixelzahl dabei wenig aussagt, steht im Ratgeber zu Kamera und Megapixeln.
Takt, Kerne, Benchmarks: was die Zahlen messen
Gigahertz und Kernzahl lassen sich nur innerhalb einer Chipfamilie vergleichen, weil verschiedene Kerne pro Takt unterschiedlich viel erledigen. Benchmarks messen meist die Spitzenleistung eines kühlen Geräts über wenige Minuten. Im Alltag zählt aber, was nach längerer Last übrig bleibt. Wird das Gehäuse warm, senken Smartphones Takt und Spannung, um sich und den Akku zu schützen.
Wie stark das ausfällt, hängt weniger am Chip als am Gerät – an Kühlfläche, Gehäuse und Abstimmung. Zwei Geräte mit demselben Chip können sich deshalb deutlich unterscheiden. Aussagekräftig sind Dauertests in Fachmedien, nicht einzelne Punktzahlen. Und zwischen iPhone und Android lassen sich Punkte ohnehin nicht sinnvoll umrechnen. Wird ein Gerät schon bei alltäglicher Nutzung auffällig heiß, hilft der Ratgeber Handy wird heiß bei der Ursachensuche.
Die Kette hinter jeder Update-Zusage
Ein Android-Update entsteht in einer Kette aus mehreren Firmen. Google entwickelt Android und einen gemeinsamen Linux-Kern für Android-Geräte, den Android Common Kernel. Der Chiphersteller liefert die Treiber, mit denen dieser Kern Rechenkerne, Grafik und Modem ansteuert. Der Gerätehersteller baut daraus das fertige Update, testet es und verteilt es. Fällt ein Glied aus, stockt die ganze Kette.
Wie lange Google einen Kernel-Zweig pflegt, steht in der Dokumentation des Android-Projekts. Seit Kernel 6.6 sind es vier Jahre statt sechs. Die Dokumentation ist dabei deutlich: Erreicht ein Kernel sein Enddatum, unterstützt Google ihn nicht mehr, und Geräte, die ihn noch nutzen, gelten als anfällig.
| Kernel-Zweig | Start | Pflege | Ende |
|---|---|---|---|
| android13-5.15 und android14-5.15 | 31. Oktober 2021 | 6 Jahre | 1. Juli 2028 |
| android14-6.1 | 11. Dezember 2022 | 6 Jahre | 1. Juli 2029 |
| android15-6.6 | 29. Oktober 2023 | 4 Jahre | 1. Juli 2028 |
| android16-6.12 | 17. November 2024 | 4 Jahre | 1. Juli 2029 |
| android17-6.18 | 30. November 2025 | 4 Jahre | 1. Juli 2030 |
Ein Rechenbeispiel zeigt, was das bedeutet. Angenommen, ein Smartphone erscheint im Herbst 2025 mit dem Kernel-Zweig android16-6.12 und einer Zusage über sieben Jahre Updates, also bis Herbst 2032. Google pflegt diesen Zweig bis zum 1. Juli 2029. Für die übrigen gut drei Jahre muss der Hersteller den Kernel entweder auf einen neueren Zweig heben oder selbst weiterpflegen. Beides gelingt nur mit passenden Treibern des Chipherstellers oder mit sehr viel eigener Arbeit.
Wie viel eigene Arbeit das sein kann, zeigt Fairphone. Das Fairphone 2 war nach Angaben des Herstellers 2022 das einzige Telefon mit einem Snapdragon 801 von Qualcomm, das noch Software-Support bekam. Alle anderen Geräte mit einem ähnlichen Chip waren schon fünf Jahre zuvor aus der Pflege gefallen. Für das Fairphone 5 sagt Fairphone mindestens acht Jahre Software-Support mit fünf großen Android-Updates zu, für die 6. Generation Support bis 2033.
Wie aktuell Ihr eigenes Gerät ist, können Sie selbst prüfen. Android zeigt in den Einstellungen bei den Angaben zum Telefon das Datum des letzten Sicherheitsupdates an, das iPhone unter „Allgemein“ und „Info“ die installierte iOS-Version. Liegt das Datum des Sicherheitsupdates viele Monate zurück, obwohl der Hersteller noch liefern müsste, lohnt eine Nachfrage beim Kundendienst.
Apple, Google und die übrigen Android-Hersteller
Seit dem 20. Juni 2025 gibt es eine gesetzliche Untergrenze. Nach der Ökodesign-Verordnung müssen Updates für neue Smartphone-Modelle noch mindestens fünf Jahre nach dem Verkaufsende des letzten Geräts kostenlos bereitstehen. Sicherheitskorrekturen müssen spätestens vier Monate nach der Veröffentlichung des zugrunde liegenden Updates beim Nutzer ankommen, Funktionsupdates nach spätestens sechs Monaten.
Der Bezugspunkt ist das Verkaufsende, nicht der Marktstart. Angenommen, ein Modell erscheint im Herbst 2025, und bis Ende 2027 kommen neue Geräte davon in den Handel. Dann müssen Updates mindestens bis Ende 2032 bereitstehen. Modelle, die lange angeboten werden, sind dadurch auch rechtlich länger abgesichert – wer ein älteres Modell neu kauft, verliert also weniger, als das Erscheinungsjahr vermuten lässt.
Apple entwickelt Chip und Betriebssystem selbst und muss sich mit keinem Zulieferer abstimmen. Eine feste Zahl an Update-Jahren nennt Apple nicht. Die Praxis ist aber lang: iOS 27 läuft im Herbst 2026 noch auf dem iPhone 11 von 2019 und dem iPhone SE der 2. Generation. Google sagt für das Pixel 11 Pro mit eigenem Tensor-Chip sieben Jahre Betriebssystem- und Sicherheitsupdates zu. Bei den übrigen Marken reichen die Zusagen von wenigen bis zu sieben Jahren:
| Marke | Sicherheitsupdates | Android-Versionen | Form der Zusage | Kurz gesagt |
|---|---|---|---|---|
| Fairphone | bis Juni 2033 zugesagt | 7 Versionen (Gen. 6) | kalendarisches Enddatum | zwölf Ersatzteile selbst tauschbar, Reparierbarkeitsklasse A bei Gen. 6 und Gen. 6+ |
| Google Pixel | 7 Jahre | 7 Jahre lang | schriftlich ab Pixel 8, Frist ab US-Verkaufsstart | 7 Jahre Android- und Sicherheitsupdates für alle Modelle ab Pixel 8, auch die a-Reihe |
| Honor | 7 Jahre (Magic ab Magic7 Pro) | 7 Jahre lang (Magic ab Magic7 Pro) | schriftlich, zunächst EU, Lite-Modelle ausgenommen | 7 Jahre Android- und Sicherheitsupdates für Magic-Modelle ab Magic7 Pro, nicht für Lite |
| Motorola | 2–7 Jahre | 2–7 Versionen | Enddatum pro Modell | Enddaten je Gerät veröffentlicht, Topmodelle bis 7 Jahre, viele moto g nur 2 bis 4 Jahre |
| Nothing | 7 Jahre (Phone (3)), meist 6 Jahre, Phone (2a) Plus 4 Jahre | 5 Jahre lang (Phone (3)), sonst 3 Jahre | schriftlich pro Modellreihe, ab erster Verfügbarkeit | Phone (3) mit 7 Jahren Sicherheitsupdates, die neueren a- und b-Modelle mit 6 Jahren |
| Samsung | 7 Jahre (S- und Z-Reihe) | 7 Versionen (S- und Z-Reihe) | schriftlich pro Modellreihe | 7 Jahre für S- und Z-Reihe, 6 Jahre für die A-Reihe, gezählt ab globalem Marktstart |
| Shiftphone | mindestens bis 2032 zugesagt | bis Android 16 garantiert, weitere angestrebt | Jahresangabe des Herstellers | 18 tauschbare Module, Ersatzteile im eigenen Shop, Updates mindestens bis 2032 |
| vivo | 7 Jahre (X300-Reihe) | 5 Jahre lang (X300-Reihe) | schriftlich pro Reihe | X300-Reihe mit 7 Jahren Sicherheitsupdates, ältere X-Modelle mit kürzerer Zusage |
| CMF by Nothing | 6 Jahre | 3 Jahre lang | schriftlich pro Modell | Nothing-Untermarke: CMF Phone 2 Pro mit sechs Jahren Sicherheitsupdates |
| OnePlus | 6 Jahre (OnePlus 13 und 15), Enddaten je Modell | 4 Versionen | Enddatum pro Modell | Keine neuen Modelle mehr in Europa, Updates für vorhandene Geräte laufen weiter |
| Oppo | 6 Jahre (Find X8 und X9) | keine Zusage | Enddatum pro Modell | Find-Modelle mit rund 6 Jahren Sicherheitsupdates, Enddaten je Modell veröffentlicht |
| Poco | bis 6 Jahre, Enddatum je Modell | keine Zusage | Enddatum pro Modell | Neue F- und X-Modelle mit 6 Jahren, ältere wie Poco X7 nur mit 4 |
| Sony Xperia | 6 Jahre (auch Xperia 10) | bis 4 Versionen | Enddatum pro Modell | Klinke, microSD, Kamera-Auslöser; sechs Jahre Sicherheitsupdates auch in der Mittelklasse |
| TCL | eigene Richtlinie mindestens 2 Jahre ab Erstauslieferung; im EU-Datenblatt 6 bis 7 Jahre ab Verkaufsende (alle Deutschland-Modelle) | keine Zusage | allgemeine Richtlinie, Mindestdauer im EU-Datenblatt | NXTPAPER-Modelle im Programm, laut EU-Datenblatt 6 bis 7 Jahre Sicherheitsupdates ab Verkaufsende |
| Xiaomi | bis 6 Jahre, Enddatum je Modell | bis 5 Versionen | Enddatum pro Modell | Neue Xiaomi- und Redmi-Note-Modelle mit 6 Jahren, ältere Redmi teils nur mit 4 |
| realme | Enddatum je Modell (GT 7 bis Juni 2031) | keine Zusage | Enddatum pro Modell | Enddaten je Modell veröffentlicht, aber keine Zusage zur Zahl der Android-Upgrades |
| Apple | mindestens 5 Jahre ab Verkaufsende | keine feste Zusage | Pflichtangabe im EU-Datenblatt, Praxis länger | Zusage nur im EU-Mindestmaß, iOS 27 läuft aber noch auf dem iPhone 11 von 2019 |
| Asus | 5 Jahre (ROG Phone 9) | 2 Versionen (ROG Phone 9) | schriftlich auf der Produktseite | Derzeit nur Zenfone 12 Ultra und ROG Phone 9 im Sortiment, keine neueren Modelle |
| Doro | Enddatum je Modell (Aurora bis Januar 2031) | keine Zusage | Enddatum pro Modell (Update-Tabelle) | Seniorensmartphones mit Notruftaste, Enddaten der Updates je Modell veröffentlicht |
| Emporia | mindestens 5 Jahre ab Verkaufsende (EU-Datenblatt) | 5 Generationen (SMART.7-Serie) | Produktseite und EU-Datenblatt, Ersatzteile 7 Jahre | Seniorensmartphones mit Notruf-Taste, Akku vom Nutzer austauschbar, Ersatzteile 7 Jahre |
| Nubia / RedMagic | 5 Jahre ab globalem Marktstart (ab RedMagic 11 Pro) | 2 Versionen (ab RedMagic 11 Pro) | schriftliche Update-Richtlinie, ältere Modelle im Einzelfall | Spielesmartphones mit aktiver Kühlung, feste Update-Zusage erst ab RedMagic 11 Pro |
| Nokia / HMD | 3 Jahre (XR21 bis zu 4), Enddatum je Modell | 2 Versionen | schriftlich, Enddatum pro Modell | Nokia-Lizenz für Smartphones bis März 2026, HMD-Smartphones derzeit nicht in Deutschland |
| Blackview | keine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 bis 6 Jahre ab Verkaufsende | 3 Versionen (XPLORE 2), sonst keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Robuste Outdoor- und Alltagssmartphones, keine veröffentlichte Update-Frist |
| Doogee | keine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 bis 6 Jahre ab Verkaufsende | keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Robuste Outdoor-Smartphones, keine veröffentlichte Update-Frist |
| Huawei | keine eigene Zusage; EU-Pflicht: 5 Jahre ab Verkaufsende für Modelle ab 20.06.2025 | keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Smartphones mit EMUI und AppGallery, keine veröffentlichte Update-Frist |
| Ulefone | keine eigene Frist; EU-Pflicht: 5 Jahre ab Verkaufsende für Modelle ab 20.06.2025 | mind. 2 Versionen (neue Modelle seit 08/2026) | schriftlich nur für Android-Versionen | Robuste Outdoor-Smartphones, seit August 2026 mindestens 2 Android-Updates für neue Modelle |
| ZTE | keine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 Jahre ab Verkaufsende | keine Zusage | keine Zusage veröffentlicht | Blade-A- und Blade-V-Modelle, keine veröffentlichte Update-Frist |
Die Tabelle stammt aus der zentralen Datenliste von handy.rocks; Einzelheiten je Modell stehen im Ratgeber zur Update-Politik der Hersteller. Für die Kaufentscheidung gilt: Ein Chip der neuesten Generation ist nur dann ein Vorteil, wenn der Gerätehersteller die mögliche Pflege auch zusagt. Wer gebraucht kauft, rechnet mit der verbleibenden Update-Zeit, siehe refurbished oder neu.
Wenn die Hardware über neue Funktionen entscheidet
Immer mehr Funktionen laufen direkt auf dem Gerät statt in einem Rechenzentrum: Übersetzungen, Bildbearbeitung, Zusammenfassungen. Solche Funktionen stellen Anforderungen an Chip und Arbeitsspeicher, und die Hersteller ziehen dabei Grenzen, die mit der Update-Zusage nichts zu tun haben. Apple Intelligence etwa läuft unter iOS 27 nur auf dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen. Das iPhone 15 aus demselben Jahr bekommt zwar das neue Betriebssystem, aber nicht diese Funktionen.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Ein Gerät kann noch Jahre Sicherheitsupdates erhalten und trotzdem bei neuen Funktionen außen vor bleiben. Wer bestimmte KI-Funktionen nutzen möchte, prüft deshalb nicht nur die Update-Zusage, sondern auch, für welche Modelle der Hersteller sie freigibt. Was KI am Telefon heute leistet und welche Daten dabei das Gerät verlassen, steht im Ratgeber KI am Telefon.
Das Modem: Netz, Telefonie und Akku
Im selben Chip steckt das Mobilfunkmodem. Es entscheidet, welche Frequenzen und Standards das Gerät nutzt, etwa 5G Standalone. Ob Telefonate über LTE oder WLAN laufen, hängt zusätzlich von Netz und Gerät ab; mehr dazu unter VoLTE und WLAN-Call.
Bei schwachem Empfang sendet das Modem mit höherer Leistung und braucht spürbar mehr Strom. Das ist ein Grund, warum dasselbe Gerät bei schlechtem Netz kürzer durchhalten kann als bei gutem. Die Zusammenhänge stehen im Ratgeber zur Akkulaufzeit.
Prüfreihenfolge vor dem Kauf
Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: Die Update-Zusage entscheidet über Jahre, die Chipgeneration meist nur über Nuancen. Wirkt ein Gerät nach einiger Zeit träge, liegt das außerdem oft nicht am Chip, sondern an vollem Speicher, gealtertem Akku oder zu vielen Hintergrunddiensten, siehe Handy zu langsam. Wie der Arbeitsspeicher hineinspielt, erklärt der Ratgeber zum Arbeitsspeicher.

Der Chip entscheidet mit, wie lange ein Gerät lebt
Nicht über das Tempo, sondern über die Treiberpflege. Die Update-Zusage der Marke ist die Zahl, die diese Kette sichtbar macht.
Update-Zusagen vergleichen Smartphone-Marken im Überblick Alle Ratgeber
Quellen und Stand
- Android Open Source Project: Gemeinsame Android-Kernel – Kernel-Zweige, Pflegedauer, Enddaten, Folgen des Supportendes
- EUR-Lex: Verordnung (EU) 2023/1670 – Ökodesign-Anforderungen an Smartphones – Updates fünf Jahre nach Verkaufsende, Fristen von vier und sechs Monaten, Nachbesserung bei Leistungsverlust
- Apple: Betriebssystem – iOS 27 – kompatible Geräte
- Apple: iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max – Technische Daten – A20 Pro, Grafikeinheit, Neural Engine
- Google Store: Google Pixel 11 Pro und 11 Pro XL – Technische Daten – Tensor G6, sieben Jahre Updates
- Fairphone: Langlebige Software – Fairphone 2 und Fairphone 5
- Fairphone: Fairphone (6. Gen.) – Snapdragon 7s Gen 3 und Gen 4, Support bis 2033
Geprüft am 4. Oktober 2026.
Häufige Fragen
Kann man den Prozessor im Handy austauschen?
Nein. Der Chip ist fest mit der Hauptplatine verbunden, und auch das integrierte Modem lässt sich nicht nachrüsten. Wer mehr Leistung oder einen neueren Mobilfunkstandard braucht, muss das Gerät wechseln. Umso wichtiger ist es, beim Kauf auf das Modem und die Update-Zusage zu achten.
Wird ein Handy durch Updates langsamer?
Für neue Modelle gilt seit Juni 2025 eine Regel: Verschlechtert ein Funktionsupdate die Leistung, muss der Hersteller nachbessern, bis das Gerät mindestens so schnell ist wie vorher. Das muss kostenlos und innerhalb eines angemessenen Zeitraums geschehen. Ausgenommen sind Fälle, in denen Sie den Nachteilen vor dem Update ausdrücklich zugestimmt haben.
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