Ratgeber

Der Chip im Smartphone: Leistung, Modem und Update-Dauer

Im Smartphone steckt ein System on a Chip, kurz SoC: Rechenkerne, Grafik, KI-Beschleuniger, Bildprozessor und Mobilfunkmodem auf einem Baustein. Für den Alltag sagen Taktfrequenz und Kernzahl wenig; wichtiger sind Dauerleistung, Effizienz und das Modem. Der Chip entscheidet außerdem mit, wie lange es Updates gibt: Neue Android- und Kernel-Versionen brauchen angepasste Treiber des Chipherstellers, und Google pflegt jeden Kernel-Zweig nur bis zu einem festen Enddatum. Ob ein Gerät die mögliche Zeit ausschöpft, entscheidet der Gerätehersteller.

Von Geprüft am 12 Min. Lesezeit

Ältere Frau sitzt im Sessel und hält ein Smartphone quer mit beiden Händen, die Rückseite zeigt zur Kamera
KI-generiert

Beim Smartphone-Kauf wird der Chip gern auf eine Zahl reduziert: Gigahertz, Kerne oder Punkte in einem Leistungstest. Dabei entscheidet er über mehr als das Tempo. Er bestimmt mit, wie lange der Akku hält, welche Mobilfunkstandards das Gerät nutzt, wie gut die Fotos werden – und wie lange das Gerät überhaupt Updates bekommen kann. Gerade der letzte Punkt steht in keinem Datenblatt.

Verbreiteter IrrtumEin schneller Chip macht ein Handy zukunftssicher

Was stimmtDie Nutzungsdauer hängt vor allem an der Software-Pflege. Google pflegt Android-Kernel seit Version 6.6 nur noch vier Jahre lang; wer länger Updates liefern will, braucht angepasste Treiber des Chipherstellers und einen Gerätehersteller, der sie einsetzt.

Was alles in einem SoC steckt

SoC steht für System on a Chip. Bausteine, die früher getrennt auf der Platine saßen, sind auf einem einzigen Chip vereint. Das spart Platz und Strom, bedeutet aber auch, dass sich kein Teil nachrüsten lässt – weder ein schnelleres Modem noch eine stärkere Grafik.

Die wichtigsten Bausteine eines Smartphone-Chips und woran man sie im Alltag merkt
BausteinAufgabeMerkt man woran
Rechenkerne (CPU)System, Apps, WebseitenReaktion beim Öffnen und Wechseln von Apps
Grafikeinheit (GPU)Spiele, Animationen, VideoBildrate in Spielen, vor allem nach längerer Zeit
KI-Beschleuniger (NPU)Bildbearbeitung, Sprache, Übersetzung im GerätFunktionen, die ohne Internet laufen
Bildprozessor (ISP)Rauschunterdrückung, Belichtungsreihen, HDRFotoqualität bei wenig Licht
MobilfunkmodemVerbindung zum Netz, unterstützte StandardsEmpfang am Zellrand, 5G Standalone, Akkuverbrauch

Wie stark jeder Baustein ist, unterscheidet sich je nach Hersteller und Preisklasse. Apple entwickelt seine Chips selbst. Für den A20 Pro im iPhone 18 Pro nennt Apple etwa eine Grafikeinheit mit sieben Kernen und eine doppelte Neural Engine mit je 16 Kernen. Google setzt in den Pixel-Geräten eigene Tensor-Chips ein, im Pixel 11 Pro den Tensor G6. Die meisten anderen Android-Hersteller kaufen Chips von Spezialisten wie Qualcomm oder MediaTek. Fairphone nutzt in der 6. Generation zum Beispiel einen Snapdragon 7s Gen 3 von Qualcomm, im Modell 6+ einen Snapdragon 7s Gen 4.

Der Bildprozessor erklärt übrigens, warum zwei Geräte mit ähnlichem Kameramodul unterschiedlich gute Fotos machen. Warum die Megapixelzahl dabei wenig aussagt, steht im Ratgeber zu Kamera und Megapixeln.

Takt, Kerne, Benchmarks: was die Zahlen messen

Gigahertz und Kernzahl lassen sich nur innerhalb einer Chipfamilie vergleichen, weil verschiedene Kerne pro Takt unterschiedlich viel erledigen. Benchmarks messen meist die Spitzenleistung eines kühlen Geräts über wenige Minuten. Im Alltag zählt aber, was nach längerer Last übrig bleibt. Wird das Gehäuse warm, senken Smartphones Takt und Spannung, um sich und den Akku zu schützen.

Wie stark das ausfällt, hängt weniger am Chip als am Gerät – an Kühlfläche, Gehäuse und Abstimmung. Zwei Geräte mit demselben Chip können sich deshalb deutlich unterscheiden. Aussagekräftig sind Dauertests in Fachmedien, nicht einzelne Punktzahlen. Und zwischen iPhone und Android lassen sich Punkte ohnehin nicht sinnvoll umrechnen. Wird ein Gerät schon bei alltäglicher Nutzung auffällig heiß, hilft der Ratgeber Handy wird heiß bei der Ursachensuche.

Chip-Angaben nach Aussagekraft Gegenüberstellung: hilft: Dauerleistung unter Last – Was nach zehn Minuten übrig bleibt – der einzige alltagsnahe Leistungswert; hilft: Fertigungsverfahren – Feinere Fertigung bedeutet in der Regel dieselbe Leistung mit weniger Strom; hilft: Unterstützte Mobilfunkstandards – Das Modem entscheidet über 5G Standalone und Telefonie über WLAN; hilft: Zusage des Chipherstellers zu Treibern – Setzt die Obergrenze für die mögliche Update-Dauer des Geräts; schadet: Taktfrequenz in Gigahertz – Nur innerhalb einer Chipfamilie vergleichbar, sonst irreführend; schadet: Anzahl der Kerne – Die meisten Aufgaben laufen ohnehin auf den sparsamen Kernen. Chip-Angaben nach Aussagekraft Sortiert danach, was sich im Alltag bemerkbar macht ✓ Dauerleistung unter Last Was nach zehn Minuten übrig bleibt – der einzige alltagsnahe Leistungswert ✓ Fertigungsverfahren Feinere Fertigung bedeutet in der Regel dieselbe Leistung mit weniger Strom ✓ Unterstützte Mobilfunkstandards Das Modem entscheidet über 5G Standalone und Telefonie über WLAN ✓ Zusage des Chipherstellers zu Treibern Setzt die Obergrenze für die mögliche Update-Dauer des Geräts × Taktfrequenz in Gigahertz Nur innerhalb einer Chipfamilie vergleichbar, sonst irreführend × Anzahl der Kerne Die meisten Aufgaben laufen ohnehin auf den sparsamen Kernen
Die vier tragfähigen Angaben stehen selten auf dem Verpackungsaufkleber. Die beiden schwachen dort fast immer.

Die Kette hinter jeder Update-Zusage

Ein Android-Update entsteht in einer Kette aus mehreren Firmen. Google entwickelt Android und einen gemeinsamen Linux-Kern für Android-Geräte, den Android Common Kernel. Der Chiphersteller liefert die Treiber, mit denen dieser Kern Rechenkerne, Grafik und Modem ansteuert. Der Gerätehersteller baut daraus das fertige Update, testet es und verteilt es. Fällt ein Glied aus, stockt die ganze Kette.

Wer über die Update-Dauer entscheidetAblauf in 4 Schritten: Chiphersteller – Treiber für Rechenkerne, Grafik und Modem: Ohne angepasste Treiber läuft keine neue Kernel- oder Android-Version auf dem Chip.; Google – Android und Android Common Kernel: Jeder Kernel-Zweig hat ein festes Enddatum, seit Kernel 6.6 nach vier Jahren Pflege.; Gerätehersteller – Zusage, Tests und Auslieferung: Entscheidet, wie lange Updates kommen und ob das Gerät auf einen neueren Kernel wechselt.; EU seit 20. Juni 2025 – Mindestens fünf Jahre nach Verkaufsende: Sicherheitskorrekturen spätestens vier Monate nach Freigabe des zugrunde liegenden Updates.Wer über die Update-Dauer entscheidetVier Glieder einer Kette – fällt eines aus, endet die Versorgung1234ChipherstellerTreiber für Rechenkerne, Grafik und ModemOhne angepasste Treiber läuft keine neue Kernel- oder Android-Version auf dem Chip.GoogleAndroid und Android Common KernelJeder Kernel-Zweig hat ein festes Enddatum, seit Kernel 6.6 nach vier Jahren Pflege.GeräteherstellerZusage, Tests und AuslieferungEntscheidet, wie lange Updates kommen und ob das Gerät auf einen neueren Kernel wechselt.EU seit 20. Juni 2025Mindestens fünf Jahre nach VerkaufsendeSicherheitskorrekturen spätestens vier Monate nach Freigabe des zugrunde liegenden Updates.Quellen: Android Open Source Project, Verordnung (EU) 2023/1670 – Stand Oktober 2026
Eine lange Zusage braucht alle vier Glieder. Der schnellste Chip nützt nichts, wenn die Treiberpflege endet.

Wie lange Google einen Kernel-Zweig pflegt, steht in der Dokumentation des Android-Projekts. Seit Kernel 6.6 sind es vier Jahre statt sechs. Die Dokumentation ist dabei deutlich: Erreicht ein Kernel sein Enddatum, unterstützt Google ihn nicht mehr, und Geräte, die ihn noch nutzen, gelten als anfällig.

Pflegezeitraum der Android-Kernel-Zweige laut Google, Stand Oktober 2026
Kernel-ZweigStartPflegeEnde
android13-5.15 und android14-5.1531. Oktober 20216 Jahre1. Juli 2028
android14-6.111. Dezember 20226 Jahre1. Juli 2029
android15-6.629. Oktober 20234 Jahre1. Juli 2028
android16-6.1217. November 20244 Jahre1. Juli 2029
android17-6.1830. November 20254 Jahre1. Juli 2030

Ein Rechenbeispiel zeigt, was das bedeutet. Angenommen, ein Smartphone erscheint im Herbst 2025 mit dem Kernel-Zweig android16-6.12 und einer Zusage über sieben Jahre Updates, also bis Herbst 2032. Google pflegt diesen Zweig bis zum 1. Juli 2029. Für die übrigen gut drei Jahre muss der Hersteller den Kernel entweder auf einen neueren Zweig heben oder selbst weiterpflegen. Beides gelingt nur mit passenden Treibern des Chipherstellers oder mit sehr viel eigener Arbeit.

Wie viel eigene Arbeit das sein kann, zeigt Fairphone. Das Fairphone 2 war nach Angaben des Herstellers 2022 das einzige Telefon mit einem Snapdragon 801 von Qualcomm, das noch Software-Support bekam. Alle anderen Geräte mit einem ähnlichen Chip waren schon fünf Jahre zuvor aus der Pflege gefallen. Für das Fairphone 5 sagt Fairphone mindestens acht Jahre Software-Support mit fünf großen Android-Updates zu, für die 6. Generation Support bis 2033.

Wie aktuell Ihr eigenes Gerät ist, können Sie selbst prüfen. Android zeigt in den Einstellungen bei den Angaben zum Telefon das Datum des letzten Sicherheitsupdates an, das iPhone unter „Allgemein“ und „Info“ die installierte iOS-Version. Liegt das Datum des Sicherheitsupdates viele Monate zurück, obwohl der Hersteller noch liefern müsste, lohnt eine Nachfrage beim Kundendienst.

Apple, Google und die übrigen Android-Hersteller

Seit dem 20. Juni 2025 gibt es eine gesetzliche Untergrenze. Nach der Ökodesign-Verordnung müssen Updates für neue Smartphone-Modelle noch mindestens fünf Jahre nach dem Verkaufsende des letzten Geräts kostenlos bereitstehen. Sicherheitskorrekturen müssen spätestens vier Monate nach der Veröffentlichung des zugrunde liegenden Updates beim Nutzer ankommen, Funktionsupdates nach spätestens sechs Monaten.

Der Bezugspunkt ist das Verkaufsende, nicht der Marktstart. Angenommen, ein Modell erscheint im Herbst 2025, und bis Ende 2027 kommen neue Geräte davon in den Handel. Dann müssen Updates mindestens bis Ende 2032 bereitstehen. Modelle, die lange angeboten werden, sind dadurch auch rechtlich länger abgesichert – wer ein älteres Modell neu kauft, verliert also weniger, als das Erscheinungsjahr vermuten lässt.

Apple entwickelt Chip und Betriebssystem selbst und muss sich mit keinem Zulieferer abstimmen. Eine feste Zahl an Update-Jahren nennt Apple nicht. Die Praxis ist aber lang: iOS 27 läuft im Herbst 2026 noch auf dem iPhone 11 von 2019 und dem iPhone SE der 2. Generation. Google sagt für das Pixel 11 Pro mit eigenem Tensor-Chip sieben Jahre Betriebssystem- und Sicherheitsupdates zu. Bei den übrigen Marken reichen die Zusagen von wenigen bis zu sieben Jahren:

Smartphone-Marken nach zugesagten Sicherheitsupdates
MarkeSicherheitsupdatesAndroid-VersionenForm der ZusageKurz gesagt
Fairphonebis Juni 2033 zugesagt7 Versionen (Gen. 6)kalendarisches Enddatumzwölf Ersatzteile selbst tauschbar, Reparierbarkeitsklasse A bei Gen. 6 und Gen. 6+
Google Pixel7 Jahre7 Jahre langschriftlich ab Pixel 8, Frist ab US-Verkaufsstart7 Jahre Android- und Sicherheitsupdates für alle Modelle ab Pixel 8, auch die a-Reihe
Honor7 Jahre (Magic ab Magic7 Pro)7 Jahre lang (Magic ab Magic7 Pro)schriftlich, zunächst EU, Lite-Modelle ausgenommen7 Jahre Android- und Sicherheitsupdates für Magic-Modelle ab Magic7 Pro, nicht für Lite
Motorola2–7 Jahre2–7 VersionenEnddatum pro ModellEnddaten je Gerät veröffentlicht, Topmodelle bis 7 Jahre, viele moto g nur 2 bis 4 Jahre
Nothing7 Jahre (Phone (3)), meist 6 Jahre, Phone (2a) Plus 4 Jahre5 Jahre lang (Phone (3)), sonst 3 Jahreschriftlich pro Modellreihe, ab erster VerfügbarkeitPhone (3) mit 7 Jahren Sicherheitsupdates, die neueren a- und b-Modelle mit 6 Jahren
Samsung7 Jahre (S- und Z-Reihe)7 Versionen (S- und Z-Reihe)schriftlich pro Modellreihe7 Jahre für S- und Z-Reihe, 6 Jahre für die A-Reihe, gezählt ab globalem Marktstart
Shiftphonemindestens bis 2032 zugesagtbis Android 16 garantiert, weitere angestrebtJahresangabe des Herstellers18 tauschbare Module, Ersatzteile im eigenen Shop, Updates mindestens bis 2032
vivo7 Jahre (X300-Reihe)5 Jahre lang (X300-Reihe)schriftlich pro ReiheX300-Reihe mit 7 Jahren Sicherheitsupdates, ältere X-Modelle mit kürzerer Zusage
CMF by Nothing6 Jahre3 Jahre langschriftlich pro ModellNothing-Untermarke: CMF Phone 2 Pro mit sechs Jahren Sicherheitsupdates
OnePlus6 Jahre (OnePlus 13 und 15), Enddaten je Modell4 VersionenEnddatum pro ModellKeine neuen Modelle mehr in Europa, Updates für vorhandene Geräte laufen weiter
Oppo6 Jahre (Find X8 und X9)keine ZusageEnddatum pro ModellFind-Modelle mit rund 6 Jahren Sicherheitsupdates, Enddaten je Modell veröffentlicht
Pocobis 6 Jahre, Enddatum je Modellkeine ZusageEnddatum pro ModellNeue F- und X-Modelle mit 6 Jahren, ältere wie Poco X7 nur mit 4
Sony Xperia6 Jahre (auch Xperia 10)bis 4 VersionenEnddatum pro ModellKlinke, microSD, Kamera-Auslöser; sechs Jahre Sicherheitsupdates auch in der Mittelklasse
TCLeigene Richtlinie mindestens 2 Jahre ab Erstauslieferung; im EU-Datenblatt 6 bis 7 Jahre ab Verkaufsende (alle Deutschland-Modelle)keine Zusageallgemeine Richtlinie, Mindestdauer im EU-DatenblattNXTPAPER-Modelle im Programm, laut EU-Datenblatt 6 bis 7 Jahre Sicherheitsupdates ab Verkaufsende
Xiaomibis 6 Jahre, Enddatum je Modellbis 5 VersionenEnddatum pro ModellNeue Xiaomi- und Redmi-Note-Modelle mit 6 Jahren, ältere Redmi teils nur mit 4
realmeEnddatum je Modell (GT 7 bis Juni 2031)keine ZusageEnddatum pro ModellEnddaten je Modell veröffentlicht, aber keine Zusage zur Zahl der Android-Upgrades
Applemindestens 5 Jahre ab Verkaufsendekeine feste ZusagePflichtangabe im EU-Datenblatt, Praxis längerZusage nur im EU-Mindestmaß, iOS 27 läuft aber noch auf dem iPhone 11 von 2019
Asus5 Jahre (ROG Phone 9)2 Versionen (ROG Phone 9)schriftlich auf der ProduktseiteDerzeit nur Zenfone 12 Ultra und ROG Phone 9 im Sortiment, keine neueren Modelle
DoroEnddatum je Modell (Aurora bis Januar 2031)keine ZusageEnddatum pro Modell (Update-Tabelle)Seniorensmartphones mit Notruftaste, Enddaten der Updates je Modell veröffentlicht
Emporiamindestens 5 Jahre ab Verkaufsende (EU-Datenblatt)5 Generationen (SMART.7-Serie)Produktseite und EU-Datenblatt, Ersatzteile 7 JahreSeniorensmartphones mit Notruf-Taste, Akku vom Nutzer austauschbar, Ersatzteile 7 Jahre
Nubia / RedMagic5 Jahre ab globalem Marktstart (ab RedMagic 11 Pro)2 Versionen (ab RedMagic 11 Pro)schriftliche Update-Richtlinie, ältere Modelle im EinzelfallSpielesmartphones mit aktiver Kühlung, feste Update-Zusage erst ab RedMagic 11 Pro
Nokia / HMD3 Jahre (XR21 bis zu 4), Enddatum je Modell2 Versionenschriftlich, Enddatum pro ModellNokia-Lizenz für Smartphones bis März 2026, HMD-Smartphones derzeit nicht in Deutschland
Blackviewkeine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 bis 6 Jahre ab Verkaufsende3 Versionen (XPLORE 2), sonst keine Zusagekeine Zusage veröffentlichtRobuste Outdoor- und Alltagssmartphones, keine veröffentlichte Update-Frist
Doogeekeine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 bis 6 Jahre ab Verkaufsendekeine Zusagekeine Zusage veröffentlichtRobuste Outdoor-Smartphones, keine veröffentlichte Update-Frist
Huaweikeine eigene Zusage; EU-Pflicht: 5 Jahre ab Verkaufsende für Modelle ab 20.06.2025keine Zusagekeine Zusage veröffentlichtSmartphones mit EMUI und AppGallery, keine veröffentlichte Update-Frist
Ulefonekeine eigene Frist; EU-Pflicht: 5 Jahre ab Verkaufsende für Modelle ab 20.06.2025mind. 2 Versionen (neue Modelle seit 08/2026)schriftlich nur für Android-VersionenRobuste Outdoor-Smartphones, seit August 2026 mindestens 2 Android-Updates für neue Modelle
ZTEkeine eigene Zusage; im EU-Datenblatt 5 Jahre ab Verkaufsendekeine Zusagekeine Zusage veröffentlichtBlade-A- und Blade-V-Modelle, keine veröffentlichte Update-Frist

Die Tabelle stammt aus der zentralen Datenliste von handy.rocks; Einzelheiten je Modell stehen im Ratgeber zur Update-Politik der Hersteller. Für die Kaufentscheidung gilt: Ein Chip der neuesten Generation ist nur dann ein Vorteil, wenn der Gerätehersteller die mögliche Pflege auch zusagt. Wer gebraucht kauft, rechnet mit der verbleibenden Update-Zeit, siehe refurbished oder neu.

Wenn die Hardware über neue Funktionen entscheidet

Immer mehr Funktionen laufen direkt auf dem Gerät statt in einem Rechenzentrum: Übersetzungen, Bildbearbeitung, Zusammenfassungen. Solche Funktionen stellen Anforderungen an Chip und Arbeitsspeicher, und die Hersteller ziehen dabei Grenzen, die mit der Update-Zusage nichts zu tun haben. Apple Intelligence etwa läuft unter iOS 27 nur auf dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen. Das iPhone 15 aus demselben Jahr bekommt zwar das neue Betriebssystem, aber nicht diese Funktionen.

Für die Kaufentscheidung heißt das: Ein Gerät kann noch Jahre Sicherheitsupdates erhalten und trotzdem bei neuen Funktionen außen vor bleiben. Wer bestimmte KI-Funktionen nutzen möchte, prüft deshalb nicht nur die Update-Zusage, sondern auch, für welche Modelle der Hersteller sie freigibt. Was KI am Telefon heute leistet und welche Daten dabei das Gerät verlassen, steht im Ratgeber KI am Telefon.

Das Modem: Netz, Telefonie und Akku

Im selben Chip steckt das Mobilfunkmodem. Es entscheidet, welche Frequenzen und Standards das Gerät nutzt, etwa 5G Standalone. Ob Telefonate über LTE oder WLAN laufen, hängt zusätzlich von Netz und Gerät ab; mehr dazu unter VoLTE und WLAN-Call.

Bei schwachem Empfang sendet das Modem mit höherer Leistung und braucht spürbar mehr Strom. Das ist ein Grund, warum dasselbe Gerät bei schlechtem Netz kürzer durchhalten kann als bei gutem. Die Zusammenhänge stehen im Ratgeber zur Akkulaufzeit.

Prüfreihenfolge vor dem Kauf

Was sich in fünf Minuten klären lässt Ablauf in 5 Schritten: Zuerst – Update-Zusage der Marke nachschlagen: Sie ist die Obergrenze der sinnvollen Nutzungsdauer, unabhängig von der Leistung; Dann – Prüfen, ob das Modem 5G Standalone unterstützt: Wird bei günstigen Geräten gern weggelassen und lässt sich nicht nachrüsten; Dann – Dauerleistung in einem Test nachlesen: Einzelne Benchmarkpunkte sagen wenig, ein Dauerlauf sagt viel; Dann – Speicher und Arbeitsspeicher passend wählen: Ein knapper Datenspeicher bremst das Gerät stärker als eine Chipgeneration; Zuletzt – Nicht über Plattformgrenzen hinweg vergleichen: Punktzahlen von Apple und Android lassen sich nicht ineinander umrechnen. Was sich in fünf Minuten klären lässt In dieser Reihenfolge – die ersten beiden Punkte entscheiden über Jahre 1 Zuerst Update-Zusage der Marke nachschlagen Sie ist die Obergrenze der sinnvollen Nutzungsdauer, unabhängig von der Leistung 2 Dann Prüfen, ob das Modem 5G Standalone unterstützt Wird bei günstigen Geräten gern weggelassen und lässt sich nicht nachrüsten 3 Dann Dauerleistung in einem Test nachlesen Einzelne Benchmarkpunkte sagen wenig, ein Dauerlauf sagt viel 4 Dann Speicher und Arbeitsspeicher passend wählen Ein knapper Datenspeicher bremst das Gerät stärker als eine Chipgeneration 5 Zuletzt Nicht über Plattformgrenzen hinweg vergleichen Punktzahlen von Apple und Android lassen sich nicht ineinander umrechnen
Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: Die Update-Zusage entscheidet über Jahre, die Chipgeneration meist nur über Nuancen.

Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: Die Update-Zusage entscheidet über Jahre, die Chipgeneration meist nur über Nuancen. Wirkt ein Gerät nach einiger Zeit träge, liegt das außerdem oft nicht am Chip, sondern an vollem Speicher, gealtertem Akku oder zu vielen Hintergrunddiensten, siehe Handy zu langsam. Wie der Arbeitsspeicher hineinspielt, erklärt der Ratgeber zum Arbeitsspeicher.

Mutter reicht im hellen Flur einem Jugendlichen, der von hinten zu sehen ist, ein gebrauchtes Smartphone in Lederhülle
Ein Gerät mit langer Update-Zusage kann in der Familie weiterwandern. KI-generiert

Der Chip entscheidet mit, wie lange ein Gerät lebt

Nicht über das Tempo, sondern über die Treiberpflege. Die Update-Zusage der Marke ist die Zahl, die diese Kette sichtbar macht.

Quellen und Stand

Geprüft am 4. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Kann man den Prozessor im Handy austauschen?

Nein. Der Chip ist fest mit der Hauptplatine verbunden, und auch das integrierte Modem lässt sich nicht nachrüsten. Wer mehr Leistung oder einen neueren Mobilfunkstandard braucht, muss das Gerät wechseln. Umso wichtiger ist es, beim Kauf auf das Modem und die Update-Zusage zu achten.

Wird ein Handy durch Updates langsamer?

Für neue Modelle gilt seit Juni 2025 eine Regel: Verschlechtert ein Funktionsupdate die Leistung, muss der Hersteller nachbessern, bis das Gerät mindestens so schnell ist wie vorher. Das muss kostenlos und innerhalb eines angemessenen Zeitraums geschehen. Ausgenommen sind Fälle, in denen Sie den Nachteilen vor dem Update ausdrücklich zugestimmt haben.

Passt dazu

  • Ratgeber Refurbished oder neu

    Ein Pixel 7 hat noch ein Update-Jahr, ein Pixel 8 vier: Der Preis zählt erst geteilt durch die Restjahre.

  • Ratgeber SAR-Wert

    Laborwert bei voller Leistung: Im Alltag zählt der Empfang oft mehr als das Modell.

  • Ratgeber Schnellladen

    Die EU prüft Akkus mit voller Ladeleistung: Wärme und lange Zeit bei 100 Prozent schaden mehr als Watt.

  • Hilfe Speicher voll

    Gelöschte Fotos liegen 30 Tage im Papierkorb – erst danach wird der Speicher wirklich frei.