Motorola Moto M
Das Motorola Moto M markierte 2016 einen wichtigen Wendepunkt für die Smartphone-Sparte von Motorola. Mit seinem hochwertigen Metallgehäuse, der soliden Mittelklasse-Ausstattung und dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis eroberte das Gerät schnell die Herzen technikaffiner Nutzer. In diesem umfassenden Test beleuchten wir alle Aspekte des Moto M und zeigen, warum es auch heute noch als solides Smartphone für Einsteiger und preisbewusste Nutzer interessant bleibt.
Technische Daten im Überblick
Display & Design
- Bildschirm: 5,5 Zoll IPS LCD
- Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
- Pixeldichte: 401 ppi
- Gehäuse: Aluminium-Unibody
- Gewicht: 163 Gramm
Leistung & Hardware
- Prozessor: MediaTek Helio P15
- Kerne: 8-Kern (Octa-Core)
- Taktfrequenz: 2,2 GHz
- Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
- Speicher: 32 GB (erweiterbar)
Kamera & Multimedia
- Hauptkamera: 16 MP mit PDAF
- Frontkamera: 8 MP
- Video: Full HD 1080p
- Blende: f/2.0
- Features: LED-Blitz, HDR
Akku & Konnektivität
- Akkukapazität: 3050 mAh
- Schnellladen: Turbo Power
- WLAN: 802.11 a/b/g/n
- Bluetooth: 4.1
- GPS: A-GPS, GLONASS
Design und Verarbeitung
Premium-Materialien zum fairen Preis
Das Motorola Moto M hebt sich durch sein hochwertiges Aluminium-Unibody-Gehäuse deutlich von der Konkurrenz in der Mittelklasse ab. Die Verarbeitung wirkt durchweg solide und vermittelt ein Premium-Gefühl, das man in dieser Preisklasse selten findet. Mit einer Dicke von nur 7,85 Millimetern und einem Gewicht von 163 Gramm liegt das Smartphone angenehm in der Hand.
Design-Highlight
Besonders beeindruckend ist die nahtlose Integration der Antennenlinien in das Gehäusedesign. Motorola hat es geschafft, die technisch notwendigen Unterbrechungen im Metallgehäuse so zu gestalten, dass sie das Gesamtbild nicht stören, sondern sogar zur Ästhetik beitragen.
Display-Qualität im Detail
Der 5,5 Zoll große IPS-LCD-Bildschirm bietet mit seiner Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln eine scharfe und detailreiche Darstellung. Die Pixeldichte von 401 ppi sorgt dafür, dass auch bei genauer Betrachtung keine einzelnen Bildpunkte erkennbar sind. Die Farbwiedergabe ist natürlich und ausgewogen, ohne zu übersättigt zu wirken.
Helligkeit und Outdoor-Tauglichkeit
Mit einer maximalen Helligkeit von etwa 450 cd/m² ist das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar. Die Blickwinkelstabilität des IPS-Panels überzeugt ebenfalls und sorgt dafür, dass Inhalte auch bei seitlicher Betrachtung klar erkennbar bleiben.
Leistung und Performance
MediaTek Helio P15 im Praxistest
Der MediaTek Helio P15 Prozessor mit seinen acht Kernen und einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz bietet für den Alltag eine solide Leistung. In Kombination mit 4 GB Arbeitsspeicher bewältigt das Moto M alltägliche Aufgaben wie Surfen, Social Media und leichte Spiele problemlos.
Benchmark-Ergebnisse
In synthetischen Benchmarks erreicht das Moto M folgende Werte:
- AnTuTu: ca. 62.000 Punkte
- Geekbench Single-Core: ca. 900 Punkte
- Geekbench Multi-Core: ca. 4.200 Punkte
Diese Werte positionieren das Smartphone solide in der oberen Mittelklasse von 2016 und reichen für die meisten Anwendungen völlig aus.
Gaming-Performance
Für Gelegenheitsspieler bietet das Moto M ausreichend Leistung. Titel wie „Clash of Clans“, „Pokemon Go“ oder „Candy Crush“ laufen flüssig. Bei grafisch anspruchsvolleren Spielen wie „PUBG Mobile“ oder „Call of Duty Mobile“ muss man allerdings Kompromisse bei den Grafikeinstellungen eingehen.
Kamera-System im Test
Hauptkamera mit 16 Megapixel
Die 16-Megapixel-Hauptkamera des Moto M liefert bei guten Lichtverhältnissen durchaus ansprechende Ergebnisse. Der Phasen-Autofokus (PDAF) arbeitet schnell und treffsicher, was spontane Schnappschüsse erleichtert. Die Farbwiedergabe ist natürlich, und Details werden scharf abgebildet.
Low-Light-Performance
Bei schwächeren Lichtverhältnissen zeigt die Kamera ihre Grenzen. Bildrauschen wird deutlich sichtbar, und Details gehen verloren. Der LED-Blitz kann bei Nahaufnahmen helfen, erreicht aber nicht die Qualität teurerer Smartphones.
Frontkamera für Selfies
Die 8-Megapixel-Frontkamera eignet sich gut für Selfies und Videotelefonie. Ein Beauty-Modus glättet Hautunreinheiten automatisch, kann aber auf Wunsch auch deaktiviert werden. Für Social Media-Aufnahmen reicht die Qualität vollkommen aus.
Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit
3050 mAh für den ganzen Tag
Der 3050 mAh starke Akku sorgt für eine solide Laufzeit im Alltag. Bei normaler Nutzung mit gelegentlichem Surfen, Social Media und Telefonieren hält das Moto M problemlos einen ganzen Tag durch. Power-User müssen möglicherweise am späten Abend nachladen.
Turbo Power Charging
Das mitgelieferte Turbo Power Ladegerät lädt den Akku in etwa 90 Minuten vollständig auf. In nur 30 Minuten sind bereits 50% der Kapazität erreicht – ideal für schnelle Ladepausen zwischendurch.
Energiemanagement
Motorola hat verschiedene Energiesparmodi integriert, die die Laufzeit bei Bedarf verlängern können. Der Doze-Modus von Android optimiert zusätzlich den Standby-Verbrauch und sorgt dafür, dass das Smartphone auch über Nacht nur minimal an Akku verliert.
Software und Bedienung
Android 6.0 mit Near-Stock Experience
Das Moto M wird mit Android 6.0 Marshmallow ausgeliefert und bietet eine nahezu unveränderte Android-Erfahrung. Motorola verzichtet weitgehend auf eigene Anpassungen und beschränkt sich auf sinnvolle Ergänzungen wie die Moto-Actions.
Nützliche Moto-Features
- Moto Actions: Gesten wie das doppelte Schütteln für die Taschenlampe
- Moto Display: Zeigt Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm an
- One Button Nav: Navigation mit dem Fingerabdrucksensor
Update-Politik
Wie bei vielen Motorola-Geräten war die Update-Versorgung des Moto M begrenzt. Das Smartphone erhielt ein Update auf Android 7.0 Nougat, weitere Major-Updates blieben jedoch aus. Sicherheitsupdates wurden etwa zwei Jahre lang bereitgestellt.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile
- Hochwertiges Aluminium-Gehäuse
- Scharfes Full-HD-Display
- Solide Alltagsleistung
- Gute Akkulaufzeit
- Schnelles Aufladen
- Nahezu pure Android-Erfahrung
- Fingerabdrucksensor
- Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachteile
- Begrenzte Gaming-Performance
- Kamera schwächelt bei schlechtem Licht
- Keine NFC-Unterstützung
- Begrenzte Update-Versorgung
- Kein USB-C (Micro-USB)
- Nicht wasserdicht
- Lautsprecher nur durchschnittlich
Fazit und Bewertung
Das Motorola Moto M war 2016 ein überzeugendes Mittelklasse-Smartphone, das durch sein premium anmutendes Design und die solide Gesamtleistung punkten konnte. Besonders das hochwertige Aluminium-Gehäuse hob es von der Konkurrenz ab und bot ein Gefühl von Luxus, ohne den Geldbeutel zu sehr zu belasten.
Für wen ist das Moto M geeignet?
Heute, mehrere Jahre nach der Markteinführung, eignet sich das Moto M noch immer als günstiges Einsteigergerät für Nutzer, die Wert auf ein hochwertiges Design legen und keine allzu hohen Ansprüche an Gaming-Performance oder Kamera-Qualität stellen. Für grundlegende Smartphone-Funktionen wie Telefonieren, Messaging, Surfen und Social Media reicht die Leistung auch heute noch aus.
Alternativen in der heutigen Zeit
Wer heute nach einem neuen Smartphone in ähnlicher Preisklasse sucht, sollte aktuelle Modelle von Xiaomi, Realme oder Samsung in Betracht ziehen, da diese modernere Hardware, bessere Kameras und längere Update-Versorgung bieten. Das Moto M bleibt jedoch eine interessante Option für den sehr günstigen Gebrauchtmarkt.
Ist das Motorola Moto M noch 2024 kaufenswert?
Das Moto M ist heute nur noch als günstiges Einsteigergerät für sehr grundlegende Smartphone-Funktionen zu empfehlen. Aufgrund des veralteten Android 7.0 Systems und der begrenzten Leistung sollten Nutzer eher zu aktuelleren Alternativen greifen, es sei denn, das Budget ist sehr begrenzt.
Welche Android-Version läuft auf dem Moto M?
Das Motorola Moto M wurde ursprünglich mit Android 6.0 Marshmallow ausgeliefert und erhielt später ein Update auf Android 7.0 Nougat. Weitere Major-Updates wurden nicht bereitgestellt, was heute ein Sicherheitsrisiko darstellen kann.
Wie gut ist die Kamera des Moto M?
Die 16-MP-Hauptkamera liefert bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Ergebnisse mit natürlichen Farben und ausreichender Schärfe. Bei schwachem Licht zeigt sie jedoch deutliche Schwächen mit starkem Bildrauschen. Die 8-MP-Frontkamera ist für Selfies und Videocalls ausreichend.
Wie lange hält der Akku des Motorola Moto M?
Der 3050-mAh-Akku bietet bei normaler Nutzung eine Laufzeit von etwa einem ganzen Tag. Das mitgelieferte Turbo Power Ladegerät lädt das Gerät in etwa 90 Minuten vollständig auf, wobei 50% bereits nach 30 Minuten erreicht werden.
Unterstützt das Moto M NFC und kontaktloses Bezahlen?
Nein, das Motorola Moto M verfügt nicht über NFC-Unterstützung und kann daher nicht für kontaktloses Bezahlen mit Google Pay oder ähnlichen Diensten verwendet werden. Dies war einer der Kompromisse, um den Preis niedrig zu halten.
Letzte Bearbeitung am Sonntag, 7. September 2025 – 21:27 Uhr von Alex, Webmaster von Handy.rocks.

